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Schwulenheilung durch Aversionstherapie
#1
Aus *http://www.mormonthink.com/glossary/electroshock-therapy-at-byu.htm (MORMON THINK) *)

Elektroschocktherapie an der BYU (Brigham Young Universität, gehört der Mormonenkirche)



Zitat:Many Latter-day Saints may be shocked to learn that Brigham Young University (owned and operated by the LDS Churched) engaged in electroshock therapy in an attempt order to 'cure' young men and young women of homosexuality. Young men were jolted with painful electric shocks to the penis when shown pornographic images of men.

Von etwa 1950 bis 1976 wurden diese "Therapien" an der BYU praktiziert, und Homosexuelle, die nicht dran teilnehmen wollten, wurden exkommuniziert, oder ihnen wurde so lange zugesetzt, bis sie dran teilnahmen. Es sind sogar mindestens zwei Fälle bekannt, wo homosexuelle Jugendliche ohne Wissen und Willen der Eltern (nicht an der BYU) damit "behandelt" wurden.
Ich frage mich, ob die LDS sich zu mehr als ein paar dahin geworfenen Lippenbekenntnissen, dass das damals wohl ein Fehler war, bewegen lassen kann, denn, diese Jungen und Männer, die daran teilnahmen, sind, sofern sie noch heute leben, ihr ganzes Leben gezeichnet.
Frage: Warum haben die Mormonen was gegen Homosexuelle? Mit der Polygamie sind sie doch in den USA mit die Ersten gewesen, die einen "alternativen Lebensstil" praktizierten? Mit der Bibel kann man diese Homophobie schon mal nicht rechtfertigen, sagen die 6 Bibelzitate (drei im Alten, drei im Neuen Testament) doch nicht das über Homosexualität aus, was Fundis gerne darin sehen. Und zudem ist die Gesellschaft heute (hoffentlich) etwas klüger geworden, und weiß darüber mehr, als noch vor einigen Hunderten oder Tausenden von Jahren.

*) Bitte keine automatische Links auf Seiten, die nicht in unserer "Liste erlaubter Links" stehen!/Ekkard
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#2
Ich habe von solch einer Therapie in den USA noch nichts gehört.

Aber man könnte eine Umfrage in Deutschland machen, ob das nicht für unsere Vergewaltiger, Kinderschänder, Tierquäler eingeführt werden sollte
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#3
Diese Therapien bringen nichts.

Allgemein muss man aber zu dem Thema sagen, dass die Mormonen hier bei weitem nicht alleine stehen, was Reversions-Therapien durch kirchlich-angelehnte Organisationen in den USA angeht. Man denke an die radikale republikanische Praesidentschafts-Kandidatin in den Primaries von 2012, Michele Bachmann, die auch zusammen mit ihrem Mann eine Einrichtung fuer Konversionstherapie betrieb. Die kam aus der Lutheraner-Ecke (das Aequivalent der deutschen Protestanten), war aber zu einer mehr evangelikalen Kirche uebergetreten. Dem jetzigen Vizepraesidenten Mike Pence wurde auch eine gewisse Naehe zu solchen Therapieversuchen nachgesagt, aber das ist wohl eher eine Halbwahrheit.
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#4
(22-02-2017, 00:32)Ulan schrieb: Diese Therapien bringen nichts.

Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede. Man muß sie hören alle beede.
Ich werde morgen eine Anfrage nach Amerika (zum Beispiel an die genannte Brigham Young Universität) senden, mit der Bitte um Auskunft
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#5
Na dann viel Spass mit der BYU Icon_cheesygrin . Als ob die spezielles Wissen zur Effizienz dieser Massnahmen haetten.

Bei Mitgliedern der Mormonen ist die Ausuebung von Zwang recht weitreichend, und bei Studenten an der BYU sowieso, wo recht drakonische Vorschriften gelten. Viel Druck ist sowieso nicht noetig, da die Ausbildung an der BYU fuer Mormonen konkurrenzlos billig ist, so dass sich die meisten Studenten schon aus finanziellen Gruenden fuegen.
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#6
Ich schrieb ja
(22-02-2017, 01:01)Sinai schrieb: eine Anfrage nach Amerika (zum Beispiel an die genannte Brigham Young Universität) senden

zum Beispiel an die genannte Brigham Young Universität;  gibt ja auch andere in Amerika
Du hast uns in Beitrag #3 eine schöne Liste genannt.
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#7
(22-02-2017, 00:15)Sinai schrieb: Ich habe von solch einer Therapie in den USA noch nichts gehört.

Aber man könnte eine Umfrage in Deutschland machen, ob das nicht für unsere Vergewaltiger, Kinderschänder, Tierquäler eingeführt werden sollte

Sie wurde nicht nur von der BYU, und nicht nur in den USA praktiziert. Auch in diesem Land gibt es eine unrühmliche Geschichte dazu, vor allem, um "aufmüpfige", d. h. ein selbstbestimmtes Leben führen wollende junge Mädchen/Frauen betrifft. Sogar noch in der piefigen Adenauerzeit gab es in der BRD solche "Therapien".
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#8
(22-02-2017, 00:32)Ulan schrieb: Diese Therapien bringen nichts.

Allgemein muss man aber zu dem Thema sagen, dass die Mormonen hier bei weitem nicht alleine stehen, was Reversions-Therapien durch kirchlich-angelehnte Organisationen in den USA angeht. Man denke an die radikale republikanische Praesidentschafts-Kandidatin in den Primaries von 2012, Michele Bachmann, die auch zusammen mit ihrem Mann eine Einrichtung fuer Konversionstherapie betrieb. Die kam aus der Lutheraner-Ecke (das Aequivalent der deutschen Protestanten), war aber zu einer mehr evangelikalen Kirche uebergetreten. Dem jetzigen Vizepraesidenten Mike Pence wurde auch eine gewisse Naehe zu solchen Therapieversuchen nachgesagt, aber das ist wohl eher eine Halbwahrheit.

Da stimme ich Dir zu! Es geht diesen Leuten meist weniger um den Glauben, dass man dadurch H. heilen könnte, sondern es ist ein riesiges Geschäft, da vor allem evangelikale Christen und Mormonen, und mancherorts auch Katholiken (von Andersgläubigen ganz zu schweigen) durch ihre praktizierte Homophobie für einen stetig wachsenden Kundenstamm sorgen. Peterson Toscano, fasste in einem Artikel von Wikipedia alles zusammen, was an Folgen solche "Therapien" bringen.
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#9
(22-02-2017, 01:01)Sinai schrieb:
(22-02-2017, 00:32)Ulan schrieb: Diese Therapien bringen nichts.

Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede. Man muß sie hören alle beede.
Ich werde morgen eine Anfrage nach Amerika (zum Beispiel an die genannte Brigham Young Universität) senden, mit der Bitte um Auskunft

Dann frag sie auch gleich nach den "Hexenjagden" gegen Schwule an der BYU:

*http://exmormon.org/d6/drupal/byuhis

Ich zitiere daraus:


Zitat:This dramatic increase in identified Gays and Lesbians spurred the BYU administration to begin what is often referred to by Gay Mormons as the "Witch Hunts of '68". Authorities were convinced that a large "homosexual ring" was located on campus. Extensive security files were kept on students suspected of homosexuality, and all new prospective teachers had to be interviewed by a general authority before being offered a position at BYU.
As part of the Witch Hunts of '68, a hairstylist and BYU student named Frank Holley was suspended from BYU on June 1, because of "a security report indicating that he was a homosexual". Five days later, Holley was sent a letter "informing him that he would be restricted from the BYU campus at all times" unless he receive permission from the Dean of Students or the chairman of the University Standards Office.
Holley set up an appointment with apostle Spencer Kimball to gain clearance to return to BYU. During their meeting, Holley denied being "homosexually inclined" but claimed that he could supply Kimball with a list of a hundred students and faculty who were homosexual. When Holley refused to give Kimball such a list, Kimball refused to allow Holley to return to BYU. (...)
One former Gay BYU student referred to only as LML reported to a newspaper that in 1968, he was coerced into turning over names of other Gays at BYU to the church administration in order to help absolve him of his "sins". A week later, the same newspaper received a letter to the editor by one of the people whom LML had turned in, confirming the story in a very dramatic and emotional manner.[9]
In January 1969, the Board of Trustees decided that "homosexual students would not be admitted or retained at BYU without approval from the General Authorities". This differs from the earlier policy of "no homos" in that exceptions could now be made with approval from the church authorities.
In 1971, Ernest Wilkinson resigned from the BYU presidency so that he could run for the US Senate (an election he lost) and another lawyer, Dallin H. Oaks became the new president of BYU. One year after his appointment to the presidency, Oaks brought the issue of homosexuality to the Board of Trustees for further discussion. Specifically, Oaks wanted to know:
In 1971, Ernest Wilkinson resigned from the BYU presidency so that he could run for the US Senate (an election he lost) and another lawyer, Dallin H. Oaks became the new president of BYU. One year after his appointment to the presidency, Oaks brought the issue of homosexuality to the Board of Trustees for further discussion. Specifically, Oaks wanted to know what to do with students or school personnel who were not "overtly" homosexual. (...)
In January 1975, BYU administration decided to begin another purge of Queer people on campus. The first target of the purge was the Drama Department. Dave, a former BYU drama student, described the purge as happening "within a matter of days and nobody expected it." Dave described how on the first day of the purge, "there were Security officers with walky-talkies on every level of the [Harris Fine Arts Center]".[16] According to Jon, another former BYU student who was caught in the purge, security officers removed all male drama and ballet students from their classes to interrogate them in the halls for the names of any Gays they knew. Once names were recorded, those people were interrogated and so on until as many Gay men were caught in the "dragnet" as possible. Joseph Morrow, the aforementioned BYU security guard, also confirmed in an interview in February 1975 that "the security force is currently having a crack down on students they suspect of homosexual behavior" and described the mass interrogations at the Fine Arts Center.
Jon also claimed that "scores of students working undercover for Security" entrapped Gay men in bathroom stalls by initiating foot-tapping codes and passing notes between stalls, luring Gay men to describe sexual acts they wished to perform.
Despite the serious consequences of the purge of '75, many Gays took it all in stride and even responded with humor at times. For example, Dave reported that several students in the Drama department thought "it was all a joke" and even went to the BYU Bookstore to have t-shirts printed up reading "I'm on the List - are you?" Dave claimed that "being that blatent [sic] helped people to look at the problem realistically".
Others however, found no humor in this situation at all. The October 1975 issue of the Advocate, carried an article by Robert McQueen about the Mormon Church and homosexuality. McQueen, a former Mormon would later become the editor in chief and then chairman of the Board of Trustees of the Advocate until his death from AIDS in 1989. In this 1975 article, McQueen reported that five Gay men he had known at BYU had gotten caught in the Purge of '75, were coerced into therapy, expelled from BYU, outed by church officials, and then excommunicated. Rather than face the bigotry of family, friends, church, and state, each one committed suicide.[17] Another man who was caught in that purge remembers that a BYU professor shot and killed himself that year after being entrapped at a local off campus restroom.[18]

Wirklich "nette" Leute! Und vor allem, so "christlich"!!!! Icon_evil


Link unanklickbar gemacht./Bion
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#10
(22-02-2017, 12:47)Jutta schrieb: Wirklich "nette" Leute! Und vor allem, so "christlich"!!!!

Richtig! Das Christentum verurteilt Homosexualität

Siehe das Neue Testament:  Brief an die Römer 1:27

- - - - - - - -

(Hat zwar nichts mit unserem Thema "Bekämpfung der Homosexualität" zu tun, aber zu den Mormonen ist ergänzend anzumerken, daß in ihrer Lehre auch eine starke nichtchristliche Wurzel ist. Aber im Bereich der Thematik der Homosexualität sind sie zweifellos urchristlich !)
Wem das nicht paßt, der soll austreten
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#11
(22-02-2017, 12:55)Sinai schrieb: Richtig! Das Christentum verurteilt Homosexualität

Nicht DAS Christentum, sondern eine "gewisse Sorte Christentum", nämlich alles, was man unter dem Oberbegriff FUNDAMENTALISMUS stellen könnte. Die Bibel jedenfalls verurteilt nicht die Homosexualität, wie zwei Beispiele, eines aus dem AT, eines aus dem NT, belegen:

AT: Die Geschichte von Sodom und Gomorrha:

Sie dürfte allgemein bekannt sein. Laut den Fundis wurden die Städte wegen Homosexualität zerstört. In Wahrheit war es jedoch dieser Grund:

Hesekiel 16: 48-50:


„So wahr ich lebe, spricht der HERR HERR, Sodom, deine Schwester, samt ihren Töchtern hat nicht so getan wie du und deine Töchter. Siehe, das war deiner Schwester Sodom Missetat: Hoffart und alles vollauf und guter Friede, den sie und ihre Töchter hatten; aber den Armen und Dürftigen halfen sie nicht, sondern waren stolz und taten Greuel vor mir; darum ich sie auch weggetan habe, da ich begann da rein zu sehen.“

Anstatt sich um die Armen und Bedürftigen zu kümmern, wie es ihre Aufgabe gewesen wäre, waren sie egoistisch und gewalttätig.


NT: Malokoi und Arsenokoites:

1 Kor. 6:9,10 und 1 Tim. 1:9,10


Zitat:Die beiden Wörter, die Homosexualität beschreiben sollen, werden von Luther mit „Wollüstlinge“ (griechisch: Malakoi) und „Knabenschänder“ (Griechisch: Arsenokoitai) übersetzt.
Die King James Version, die Bibel, die für alle englischsprachigen Christen verfügbar ist,  übersetzt Malakoi mit Homosexuals (Homosexuelle), was eigentlich nicht die Bedeutung haben kann, denn das Wort Homosexualität kam erst Ende des 19.Jahrhunderts auf. Vorher  glaubte man, dass dieses Wort sich von „Malakee“ abgeleitet, was „Masturbation“, also  Selbstbefriedigung, bedeutet. Erst, als aufgeklärte Menschen erkannten, dass Selbstbefriedigung keine Sünde ist, sondern eine nützliche Funktion hat, wurde von Homosexualität als Bedeutung für dieses Wort gesprochen. Aber was meinte Paulus mit dem Wort genau? Niemand weiß es. Anderswo in der Bibel wird dieses Wort Malakoi ebenfalls benutzt, und zwar für Menschen, die:  
Weich
Kränklich
Feige
Zart/sanft
Ausschweifend, oder
Unzuverlässig 
 sind. Es wird für Menschen gebraucht, die disziplinlos und moralisch schwach sind, unfähig  zur moralischen Integrität und Selbstkontrolle, jedoch nirgendwo wird es in einem sexuellen  Zusammenhang gestellt.  Was aber bedeutet „Arsenokoitai“? Englische Bibeln übersetzen das Wort mit „Sodomites“  (Sodomiten= Einwohner Sodoms), ein Wort, dass früher fälschlicherweise für Homosexuelle  benutzt wurde, wie wir gesehen haben, da Homosexualität in Sodom nicht die Sünde  war.
Autoren, wie Gordon Fee in seinem Werk „The first epistle to the Corinthians”, vertreten die  Ansicht, das es sich hierbei vielleicht um eine päderastische Beziehung gehandelt haben  könnte Niemand weiß genau, was dieses Wort bedeutet, das  Paulus hier benutzte, und das sehr selten von anderen Autoren benutzt wurde (in den meisten  Fällen, um männliche Prostituierte zu beschreiben).
Man geht davon aus, das dieses Wort aus zwei Wörtern, „Mann“ und „Bett“ zusammengesetzt  ist, wobei Bett oft der Ausdruck für Sex war. Jedoch ist nicht geklärt, wie die Verbindung  zum Wort „Mann“ gesehen wurde. War er Objekt oder Subjekt?
Und, es wurde nicht von Männern, sondern ur einem Mann geredet. War der Mann nun mit  einer Frau oder einem anderen Mann im Bett?  Dazu ein kleiner Blick auf das Wort arsenokoitoi, wie es außerbiblische Autoren benutzen:
Der Philosph Philo benutze es um 35 n. Chr., um Tempelprostitution zu beschreiben ((Philo,  The Special Laws, III, VII, 40-42). Ebenso im 2. Jahrhundert nach Christi (Apology of  Aristides, Kapitel 9 und 13). Über Analverkehr von Eheleuten, wo dieses Wort auch benutzt  wurde, schrieb der damalige Patriarch von Konstantinopel, Johannes Jejunator, im 6. Jahrhundert: 
 
“In fact, many men even commit the sin of homosexuality with their wives.”  (Patrologiae cursus completus, Series Graeca, 88:1893-96)

 Übersetzung:

  „Tatsächlich begehen viele der Männer die Sünde der Homosexualität mit  ihren Frauen“

 Wie gesagt, erst im 6.Jahrhundert, wurde das Wort Arsenokoitoi mit Homosexualität gleichgesetzt, wobei darunter Analverkehr (auch mit Frauen) verstanden wurde. 
Einige Gelehrte glauben, dass Paulus einen Namen ins Leben rief, um sich auf die Kunden  "der weichlichen Callboys zu beziehen." Wir könnten sie "schmutzige alte Männer nennen."
Andere übersetzen das Wort als "Homosexuelle", aber erklärten nie, was das bedeutet. Im  Jahr 1958, zum ersten Mal in der Geschichte, übersetzte eine Person, dieses mysteriöse griechische  Wort ins Englische, und entschied, das es Homosexuelle bedeutet, ein Wort, das es  weder in Hebräisch noch in Griechisch gibt. Aber dieser Übersetzer traf die Entscheidung für  uns alle, die den Wort Homosexuelle in die englischsprachige Bibel für das allererste Mal  legten.
In der Vergangenheit verwendeten Leute die Schriften von Paulus, um Sklaverei, Abtrennung,  und Rassentrennung zu unterstützen. Leute verwenden noch die Schriften von Paulus, um  Frauen zu unterdrücken und ihre Rolle im Haus, in der Kirche, und in der Gesellschaft zu  beschränken. Jetzt müssen wir uns fragen, "geschieht es wieder?" Ist ein Wort auf Griechisch  das keine klare Definition hat, dafür benutzt, Vorurteile der Gesellschaft zu widerzuspiegeln  und die homosexuellen Kinder des Gottes zu verurteilen? 
Wir alle müssen näher auf dieses mysteriöse griechische Wort arsenokoitai in seinem ursprünglichen Zusammenhang schauen. Ich finde am meisten überzeugend das Argument von der Geschichte, dass Paulus die verheirateten Männer verurteilt, die unbehaarte junge Jungen (malakois) für das sexuelle Vergnügen anstellten, so, wie sie glatt rasierte junge Mädchen zu diesem Zweck anstellten. Verantwortliche Homosexuelle würden sich Paulus beim Verurteilen von solchen Menschen anschließen, der Kinder für die eigene Sexualität benutzt, gerade als wir uns irgendjemandem anderem beim Verurteilen der bedrohten Bandenvergewaltigung in Sodom oder dem Verhalten der sexbesessenen Priester und Priesterinnen in Rom anschließen würde. Also, wieder bin ich überzeugt, dass dieses Zitat sehr viel über Gott, aber nichts über die Homosexualität sagt, so, wie wir sie heute verstehen. Doch wie sah damals in der antiken Welt, in Griechenland oder Rom, die Homosexualität aus?  War sie akzeptiert?  Dazu Robin Scroggs in seinem Werk „"The New Testament and homosexuality",wo er sagte:

"The intellectual and, indeed, affective partner to a male was another  male"

   Übersetzung:

  "Der intellektuelle, und, affektive Partner eines Mannes war ein anderer  Mann"

Die meisten dieser Männer waren verheiratet und hatten Kinder, aber das höchste Ideal war  für Männer der Körper und Geist eines anderen Mannes. Heterosexuelle Ehen wurden als  notwendiges Übel angesehen, um das Volk nicht aussterben zu lassen. In den oberen Gesellschaftsklassen wurde die Päderastie, die „Knabenliebe“, zum Ideal erhoben, denn diese Kinder bekamen auch Bildung und dadurch notwendige Kontakte, um als Erwachsene Karriere machen zu können, was jedoch eher die Ausnahme als die Regel war. 
Neben der Päderastie gab es noch schwulen Sex mit Prostituierten oder Sklaven (die sich so  manchmal freikaufen konnten), jedoch war die Päderastie am weitesten verbreitet. 
Bei diesen pädosexuellen Beziehungen ging es nicht um Liebe, sondern um Sex. Der Erwachsene bestimmte, und der Knabe hatte zu gehorchen. Es war eine für den Knaben oft demütige und lieblose „Beziehung“. 
Im antiken Griechenland, ebenso wie im antiken Rom, war Homosexualität weit verbreitet. 
Und so fehlte es nicht an, zum Teil recht deutlichen und witzigen Wörtern, um Homosexualität zu beschreiben. Malakoi und Arsenokoitoi jedoch waren nicht darunter. 
Darum meinte Scroggs auch in seinem schon erwähnten Buch, dass es sich bei den Wörtern  um Tempelprostitution handeln könnte, oder um eine pädosexuelle Beziehung, nicht aber um  eine gleichberechtigte homosexuelle Liebesbeziehung. 
Bis heute weiß man nicht, was diese beiden Worte, Malakoi und Arsenokoitai, wirklich bedeuten. Geht s dabei um Päderasten? Tempelprostitution? Sklavenvergewaltigung? Um Homosexualität jedenfalls nicht! 
Und, solange das nicht geklärt ist, kann niemand diese Schriftstelle benutzen, um Homosexualität zu verurteilen.

Quelle: Aus einem Artikel, den ich mal vor Jahren zum Thema schrieb. Übrigens, bei Levitikus (dem Reinheitskodex) und Römer 1, ist es ähnlich. Und selbst Rabbiner der liberalen und konservativen Gemeinden deuten Levitikus heute anders.

Farbliche Hervorhebungen zurückgenommen./Bion
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#12
(22-02-2017, 13:17)Jutta schrieb: AT: Die Geschichte von Sodom und Gomorrha:

... und taten Greuel vor mir; darum ich sie auch
weggetan habe, da ich begann da rein zu sehen.“

Hier haben wir es !
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#13
Und was haben wir denn da? Einen "Beweis" für die vorherrschende Homosexualität in Sodom? Oder nicht eher den Beweis dafür, dass manche Menschen die Bibel nicht wirklich verstehen wollen, weil sie sich weder mit dem Text, noch der Kultur der damaligen Zeit auseinander gesetzt haben, und lieber in ihren homophoben Vorurteilen bleiben wollen?
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