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John D. Lee - Bekenntnisse eines Mormonen
#1
Den meisten Menschen wird heute der Name John D. Lee unbekannt sein. Mitte des 19. Jahrhunderts war der Name, zumindest in den USA, bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Lee, der für das berüchtigte Mountain Meadows Massaker von seinem Adoptivvater Brigham Young zuerst beschützt wurde, wurde später von ihm verraten und ausgeliefert (warum das so war, dazu kommen wir vielleicht später).
Lee, wer wie damals die meisten Mormonen Tagebuch schrieb, beendete vor seiner Hinrichtung die "Confessions of John D. Lee". Darin erzählte er von der Entstehung der Vielehe, seinem Dienst als Danit und Indianeragent, und seine Verwicklung in das Massaker. Aber Lee erzählte noch mehr als das. Vieles davon wurde durch mormonische wie nichtmormonische Quellen bestätigt. Lee erzählte z.B. davon, wie er mit einem Mann auf Mission war (Henry Jacobs), dessen Frau eine der vielen Frauen war, die Smith heiratete, wovon er nichts wusste. Oder von der Gewalt im Mormonengebiet gegen Nichtmormonen und Abtrünnige. Bis hin zu Kastration und Mord. Und, dass Brigham Young all das wusste, aber nichts unternahm.
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#2
(24-06-2015, 12:11)Jutta schrieb: Den meisten Menschen wird heute der Name John D. Lee unbekannt sein. Mitte des 19. Jahrhunderts war der Name, zumindest in den USA, bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Lee, der für das berüchtigte Mountain Meadows Massaker von seinem Adoptivvater Brigham Young zuerst beschützt wurde, wurde später von ihm verraten und ausgeliefert (warum das so war, dazu kommen wir vielleicht später).
Lee, wer wie damals die meisten Mormonen Tagebuch schrieb, beendete vor seiner Hinrichtung die "Confessions of John D. Lee". Darin erzählte er von der Entstehung der Vielehe, seinem Dienst als Danit und Indianeragent, und seine Verwicklung in das Massaker. Aber Lee erzählte noch mehr als das. Vieles davon wurde durch mormonische wie nichtmormonische Quellen bestätigt. Lee erzählte z.B. davon, wie er mit einem Mann auf Mission war (Henry Jacobs), dessen Frau eine der vielen Frauen war, die Smith heiratete, wovon er nichts wusste. Oder von der Gewalt im Mormonengebiet gegen Nichtmormonen und Abtrünnige. Bis hin zu Kastration und Mord. Und, dass Brigham Young all das wusste, aber nichts unternahm.

Unterscheidet sich aber auch nicht von der Ausbreitung des Christentums allegemein durch
Gewalt in den früheren Zeiten.
Die haben nun wirklich nichts ausgelassen.
Auch diese irrsinnigen Bereinigungen von Abtrünnigen, Abweichlern Abspaltungen wie Evangelen.
Eine der Topkriegsreligionen aller Zeiten mit weltweiter breiter Blutspur.

Wobei heute immer noch Angriffe auf Demokratie und Menschenrechte vorgetragen werden,
wie die Forderung jede Religionskritik unter Strafe zu stellen.
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#3
(25-06-2015, 00:45)Harpya schrieb:
(24-06-2015, 12:11)Jutta schrieb: Den meisten Menschen wird heute der Name John D. Lee unbekannt sein. Mitte des 19. Jahrhunderts war der Name, zumindest in den USA, bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Lee, der für das berüchtigte Mountain Meadows Massaker von seinem Adoptivvater Brigham Young zuerst beschützt wurde, wurde später von ihm verraten und ausgeliefert (warum das so war, dazu kommen wir vielleicht später).
Lee, wer wie damals die meisten Mormonen Tagebuch schrieb, beendete vor seiner Hinrichtung die "Confessions of John D. Lee". Darin erzählte er von der Entstehung der Vielehe, seinem Dienst als Danit und Indianeragent, und seine Verwicklung in das Massaker. Aber Lee erzählte noch mehr als das. Vieles davon wurde durch mormonische wie nichtmormonische Quellen bestätigt. Lee erzählte z.B. davon, wie er mit einem Mann auf Mission war (Henry Jacobs), dessen Frau eine der vielen Frauen war, die Smith heiratete, wovon er nichts wusste. Oder von der Gewalt im Mormonengebiet gegen Nichtmormonen und Abtrünnige. Bis hin zu Kastration und Mord. Und, dass Brigham Young all das wusste, aber nichts unternahm.

Unterscheidet sich aber auch nicht von der Ausbreitung des Christentums allegemein durch
Gewalt in den früheren Zeiten.
Die haben nun wirklich nichts ausgelassen.
Auch diese irrsinnigen Bereinigungen von Abtrünnigen, Abweichlern Abspaltungen wie Evangelen.
Eine der Topkriegsreligionen aller Zeiten mit weltweiter breiter Blutspur.

Wobei heute immer noch Angriffe auf Demokratie und Menschenrechte vorgetragen werden,
wie die Forderung jede Religionskritik unter Strafe zu stellen.

Nun, ich denke, dass es zwar viel Parallelen gibt, aber so ein Massaker wie das von Mountain Meadows, oder die Kastrationen von männlichen Mitgliedern als Strafe für "Ungehorsam", ist schon eine mormonische Besonderheit gewesen.
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#4
Als Strafe für Ungehorsam, hab ich nicht parat, aber für sinnliche Zwecke , in dem Fall Musik schon.
Da war die RKK nicht zimperlich die richtege Tonlage zu erzielen.
Da wurde kastriert bist der Kammerton stimmte.
"Sie wurden gebraucht für den Chor der Sixtinischen Kapelle. Nach Paulus hatten ja die Frauen in der Kirche zu schweigen und durften dort auch nicht singen. Abgesehen von den anderen Folgen der Kastration, überlebten 60 Prozent diese mit primitivsten Instrumenten ausgeführte Operation nicht.
"Jahrhundertelang waren Kastraten die Stars der europäischen Kultur. Tausende von Knaben ließen sich für die Musik verstümmeln.

Wenn der „Engel von Rom" Alessandro Moreschi seine Stimme erhob, wurden die Zuhörer in „seliges Entzücken" versetzt. Der Engelhafte war der letzte Kastrat - zugleich der einzige, von dem Tonaufnahmen erhalten sind. Sie entstanden 1902 und 1904 im Vatikan.

In den letzten Lebensjahren von Alessandro Moreschi pilgerten Musikliebhaber aus der ganzen Welt in die Sixtinische Kapelle, um den Chor der Sixtinischen Kapelle mit dem letzten Exemplar seiner Art zu hören. Ganz so, als habe sich hier ein Tyrannosaurus Rex über die Zeit erhalten und künde mit hoher, brüchiger Stimme vom Erdmittelalter der Musik.

Als Moreschi, zuletzt Leiter des päpstlichen Chores in der Sixtinischen Kapelle, 1922 im Alter von 63 Jahren starb, ging ein finsteres Kapitel zu Ende.

Denn immer wieder hatten Päpste seit 1587 zwar Kastration mit Exkommunikation oder Todesstrafe belegt, gleichzeitig aber mit Wonne die Entmannten für ihre Chöre oder als Solisten engagiert.
Schuld an dieser Vorgehensweise hatte der Apostel Paulus, nach dessen biblischem Verdikt die Frauen in der Kirche zu schweigen hatten.

Die katholische Kirche wollte sich den Wohlklang engelsgleicher, dabei aber tragfähiger Stimmen nicht entgehen lassen. Kurzerhand griff man auf eine seit der Spätantike geübte Praxis zurück:

Noch vor der Pubertät büßten sangesstarke Knaben in schmerzhafter, dilettantisch ausgeübter Prozedur ihre Keimdrüsen ein. Die Hodenlosen, die niemals in den Stimmbruch kamen, behielten ihre kindliche Sopran- oder Altstimme zeitlebens.

Alles zum „Lobe Gottes", wie Papst Clemens VIII. 1592 den barbarischen Eingriff in bewährter Scheinheiligkeit sanktionierte.

Man schätzt, dass von den Tausenden von Knaben, die im 16. und 17. Jahrhundert alljährlich in Italien kastriert wurden, mehr als 60 Prozent an den Folgen der mit primitivsten Instrumenten ausgeführten Operation starben. Wenn sie den heiklen Eingriff überlebten, wurden viele taub, blind oder gelähmt: Die heftig blutenden Wunden wurden nicht etwa desinfiziert, sondern ausgebrannt oder mit Asche bestreut."
*http://hubwenzl.blog.de/2012/05/27/kastration-lobe-gottes-13755612/ mit mehreren Quellen.
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#5
Es ist ein Unterschied, ob jemand kastriert wurde, damit er "zum Lobe Gottes" singen kann, oder, ob jemand kastriert wird, wie im Fall Snow, wenn ein alter geiler mormonischer Bischofsbock, der mehrere Frauen hatte, geil auf ein junges, verlobtes mormonisches Mädchen ist, und der junge Mann seine Verlobte heiraten will, und, weil er nicht auf Mission gehen wollte (damals unter Smith eine gängige Methode, um Ehemänner fort zu schicken, um bei den Ehefrauen freie Bahn zu haben), was als Ungehorsam ausgelegt wurde. John D.Lee, schrieb in seinen Confessionsauch darüber. Und er berichtete, dass Brigham Young, als er davon erfuhr, wütend war, es im nachhinein aber rechtfertigte, und Snow und dessen Ratgeber wegen der Tat nicht anzeigte. Übrigens, der Fall Snow war nicht der einzigste Fall von Kastration, der berichtet wurde.
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#6
Schon klar, aber der Abstand zu solchen Verstümmelungen wird in beiden Fällen
leicht der Triebbefriedigung geopfert.
In beiden Fällen ist der Mensch das Opfer, nur ein Spielball zur Befriedigung oder Beweis
von Macht oder anderen Gelüsten.
Manchmal auch Sicherheitsdenken wie am chinesischen Hof oder Haren.
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#7
(26-06-2015, 22:50)Harpya schrieb: Schon klar, aber der Abstand zu solchen Verstümmelungen wird in beiden Fällen
leicht der Triebbefriedigung geopfert.
In beiden Fällen ist der Mensch das Opfer, nur ein Spielball zur Befriedigung oder Beweis
von Macht oder anderen Gelüsten.
Manchmal auch Sicherheitsdenken wie am chinesischen Hof oder Haren.

Unter Brigham Young, und seiner Polizeidanitenbande, gab es öfters Verbrechen, die allen zeigten, wer die Täter waren, aber niemand wagte, öffentlich zu reden. Anne Eliza Young, die als "Frau Nummer 19" (so der Titel ihres Buches) bekannt wurde, schrieb in ihrem Buch über einen Mord, dessen sie Zeugin wurde, und wie andere, die ebenfalls Zeugen waren, schleunigst so taten, als hätten sie nichts gesehen. Übrigens, einer der Täter war der Polizeichef von SLC, der ehemalige Danite William A. Hickman, der später eine Autobiographie mit dem Titel "Brighams zerstörender Engel" veröffentlichte. Darin beschrieb er viele Morde, und, dass in vielen Fällen die Kirchenführer davon wussten. Das Buch von ihm, sowie das Buch von Ann Eliza Young, kann als PDF oder als Internetdext in Englisch, und die Biographie von Hickman, als Übersetzung einer Ausgabe aus der Mitte der 60er Jahre, ebenfalls in Deutsch. Gib nur den Buchtitel in Deutsch oder Englisch ein.
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