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Wieder ein Fall von Kindesmissbrauch bei den Mormonen
#1
Als eifrige leserin der Online-Tageszeitung SALT LAKE TRIBUNE (kurz "Trib" genannt), der einzigen Zeitung die in Utah nicht in mormonischer Hand ist, und darum unabhängig berichtet, berichtet in einem Artikel über einen Bischof der Mormonen, der "vergessen" hat, einen Fall von Kindesmissbrauch den Behörden zu melden.
Näheres dazu bitte hier lesen.
In dem Artikel wird so getan, als ob die kirche keine Toleranz Kinderschändern gegenüber hat. Tatsache aber ist, dass sie in vieleln Fällen die Kinderschänder schützt, und die Opfer beschuldigt (to blame the victim, sagt man in den USA dazu). Hier ein weiterer Fall.
Ich zitiere:

Zitat:MARTINSBURG, W.Va. — The Church of Jesus Christ of Latter-day Saints in a statement released Wednesday adamantly denied claims made in a lawsuit that it covered up sexual abuse of 12 children in Berkeley County by a member who has since been excommunicated and imprisoned.
The lawsuit filed Sept. 16 names Mormon church officials and excommunicated member Christopher Michael Jensen and his parents as defendants. It was filed in Berkeley County Circuit Court on behalf of five families and 12 children among them.

Sie haben den Kindesmissbraucher geschützt, der 12 Kinder missbraucht haben, indem sie ihn nicht den Behörden meldeten.
Und das ist nur einer von vielen Fällen.
Ich werfe den Mormonen nicht vor, dass es Kinderschänder in ihren Reihen gibt, aber ich werfe ihnen vor, wie sie damit umgehen. Ist die Mormonenkirche, wie die katholische Kirche, oder die Sekte der Zeugen Jehovas, ein "Paradies für Kinderschänder"?
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#2
(08-06-2015, 09:11)Jutta schrieb: Ich werfe den Mormonen nicht vor, dass es Kinderschänder in ihren Reihen gibt, aber ich werfe ihnen vor, wie sie damit umgehen. Ist die Mormonenkirche, wie die katholische Kirche, oder die Sekte der Zeugen Jehovas, ein "Paradies für Kinderschänder"?
Warum dann im Titel die Erwähnung der Mormonen?

Wie mit den Problemen umgegangen wird finden wir nicht nur in den Glaubensgemeinschaften der Religionen sondern in allen Gruppen die sich eine Gemeinschaft nennen.
Schon in der Familie wird vieles unter den Tisch gekehrt weil nichts nach außen getragen werden soll und somit den Ruf schädigen könnte.
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#3
(08-06-2015, 12:19)Wilhelm schrieb:
(08-06-2015, 09:11)Jutta schrieb: Ich werfe den Mormonen nicht vor, dass es Kinderschänder in ihren Reihen gibt, aber ich werfe ihnen vor, wie sie damit umgehen. Ist die Mormonenkirche, wie die katholische Kirche, oder die Sekte der Zeugen Jehovas, ein "Paradies für Kinderschänder"?
Warum dann im Titel die Erwähnung der Mormonen?

Wie mit den Problemen umgegangen wird finden wir nicht nur in den Glaubensgemeinschaften der Religionen sondern in allen Gruppen die sich eine Gemeinschaft nennen.
Schon in der Familie wird vieles unter den Tisch gekehrt weil nichts nach außen getragen werden soll und somit den Ruf schädigen könnte.

Weil es bei den Mormonen passierte, und immer noch passiert, trotz der Millionen an Schweigegeld und Gerichtskosten, welche die Mormonen blechen müssen.
Ja, Kindesmissbrauch passiert überall. Und es geht vor allem darum, wie damit UMGEGANGEN wird. Eine religion, wie die der Mormonen, die von sich behauptet, die einzig wahre Religion zu sein, muss sich mit strengeren Maßstäben messen lassen, als beispielweise eine Familie.
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#4
Die Götter der Religionen sind ja verschieden.
Bei den Strafmaßnahmen der christlichen Götter gehen regelmäßig auch Kinder drauf.

Der Gott jahwe wird ja auch mal durch Gott Satan ersetzt.

An den Sekten-Info Essen e.V. wenden sich regelmäßig Frauen, die berichten, in ihrer Kindheit von satanistischen Sekten rituell missbraucht worden zu sein. Nach Aussagen der Betroffenen besteht der rituelle Missbrauch zum Teil bis in die Gegenwart fort. Auch MitarbeiterInnen aus dem medizinischen oder psycho-sozialen Versorgungsbereich sowie von verschiedenen Behörden oder der Kriminalpolizei bitten uns um Einschätzungen zum rituellen Missbrauch.

Im Endbericht der Enquete-Kommission des 13. Deutschen Bundestages "Sogenannte Sekten und Psychogruppen" (1998, S. 184) heißt es zur Definition des rituellen Missbrauchs:

"Unter werden Formen sexueller, physischer und psychischer Übergriffe auf Kinder und jüngere Jugendliche - nach der Literaturlage überwiegend weiblichen Geschlechts - verstanden, die mit wiederkehrenden Symboliken, gleichförmigen Handlungen und kultisch-rituellen Vollzügen einhergehen."

Die in der Regel von Frauen geschilderten Erlebnisse, wie sie im Sekten-Info Essen e.V. berichtet werden und auch in der Literatur beschrieben sind (z.B. Huber, 2004), ähneln einander:
Die Opfer sind in einer satanistischen Sekte aufgewachsen, deren Mitglieder häufig aus der eigenen Familie und Freunden der Familie bestehen.

In Kirchen oder an besonderen magischen Plätzen werden z.B. an satanistischen Festtagen magische Rituale gefeiert.

Es treten Satanspriester auf, die häufig als "Kapuzenmänner" verkleidet sind.

Während der okkult-satanistischen Rituale werden die Opfer zu sexuellen Handlungen gezwungen.

Kinder werden gezwungen, bei der Verstümmelung von Tieren anwesend zu sein oder aktiv daran teilzunehmen, menschliches Fleisch zu essen oder Urin, Samen und Blut zu trinken.

Die Satanssekten sind hierarchisch organisiert. In den höheren Ebenen befinden sich häufig Staatsanwälte, Ärzte, Priester, Industrielle, hohe Polizeibeamte, die gut (auch international) vernetzt sind.
Es werden Babys, Kinder und Erwachsene geopfert.........."
*http://www.sekten-info-essen.de/texte/ritueller-missbrauch.htm

Kommt einem zwar nicht so zu Ohren, vielleicht gibts das ja doch.
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#5
(09-06-2015, 08:20)Jutta schrieb:
(08-06-2015, 12:19)Wilhelm schrieb:
(08-06-2015, 09:11)Jutta schrieb: Ich werfe den Mormonen nicht vor, dass es Kinderschänder in ihren Reihen gibt, aber ich werfe ihnen vor, wie sie damit umgehen. Ist die Mormonenkirche, wie die katholische Kirche, oder die Sekte der Zeugen Jehovas, ein "Paradies für Kinderschänder"?
Warum dann im Titel die Erwähnung der Mormonen?

Wie mit den Problemen umgegangen wird finden wir nicht nur in den Glaubensgemeinschaften der Religionen sondern in allen Gruppen die sich eine Gemeinschaft nennen.
Schon in der Familie wird vieles unter den Tisch gekehrt weil nichts nach außen getragen werden soll und somit den Ruf schädigen könnte.

Weil es bei den Mormonen passierte, und immer noch passiert, trotz der Millionen an Schweigegeld und Gerichtskosten, welche die Mormonen blechen müssen.
Beispiele für die RKK
*http://www.welt.de/politik/ausland/article11982623/Bistum-wegen-Zahlung-an-Missbrauchsopfer-insolvent.html
*http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/jahrzehntelanger-kindesmissbrauch-us-bistum-ist-insolvent-1.907805
*http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-01/us-dioezese-missbrauch-pleite
So zieht sich auch die Kirche aus der Verantwortung.
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#6
Anstatt, dass Religionen ihre Fehler eingestehen, und etwas ändern, zahlen sie lieber. Und das nur aus Imagegründen!
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#7
Religionen machen keine Fehler, es ist immer der Mensch der fehlerhaft ist und sich vom Satan verführen läßt. Und wenn der Mensch Fehler begeht und sündigt so ist es doch aufgabe der Kirchen diese Sünder aufzufangen und wieder auf den rechten Weg zu bringen.
Satiere aus
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#8
Religionen BRAUCHEN den Nimbus der Unfehlbarkeit, um Menschen manipulieren, missbrauchen und terrorisieren zu können. es ist sozusagen ihr "Manna".
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#9
Ehe ihr euch in eine solche "Wahrheit" hinein steigert: Nein Religionsstrukturen machen, auch zugegebenermaßen, Fehler. Es gibt allerdings Einzelheiten, die nicht optimal behandelt werden. Die Psychologie dahinter gilt allerdings für jede Organisation (u. a. Kameradschaftsdenken, falsch verstandene Nächstenliebe, innere Loyalität).
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#10
Da wird mal wieder Schlagzeile geschrieben und den Mormonen etwas untergejubelt, was so nicht stimmt. Hier mal ein Artikel aus dem Jahr 2002 dazu. Wer will da noch von Vertuschung reden?

"Gordon B. Hinkley schrieb:Ich möchte gern noch etwas ansprechen, worüber ich in der Vergangenheit eingehend gesprochen habe. Ich spreche vom Übel und der verabscheuungswürdigen Sünde des Kindesmissbrauchs.

Wir können sie nicht dulden. Wir werden sie nicht dulden. Wer ein Kind missbraucht, muss sich auf Disziplinarmaßnahmen der Kirche und möglicherweise auf ein Strafverfahren gefasst machen.

Kindesmissbrauch ist eine Beleidigung Gottes. Jesus sprach von der Schönheit und Unschuld der Kinder. Dem, der eine Neigung hat, die zum Kindesmissbrauch führen könnte, sage ich so unmissverständlich, wie ich es nur kann: Beherrschen Sie sich. Bemühen Sie sich um Hilfe, ehe Sie einem Kind Schaden zufügen und sich selbst zerstören.

"https://www.lds.org/general-conference/2002/10/to-men-of-the-priesthood?lang=deu&country=de"

Wahrscheinlich gab oder gibt es solche Fälle. Geduldet werden sie in keiner Weise.

Und Hinkley spricht hier zu DEM, DER EINE NEIGUNG HAT, ...
Der Friede fängt in dir an
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#11
Fragt sich noch wo ein Kindesmissbrauch religös anfängt.
Bei den Juden denen die Christen ja entsproßen,
da wars schon so ab 9 mit der Geschlechtsreife.

In der Bibel steht das garnicht so genau.

Da steht auch nicht, das Sex vor der Ehe verboten ist.
Steht aber drin , das ein Mann solange bei Vatr und Mutter wohnt, bis er eine Frau findet.
Wobei da von heiraten auch nichts steht.

"Gen 2,24 Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau und sie werden ein Fleisch.

Warum die ein Fleisch werden ?
Gott hat Adam doch gerade erst zerteilt.
Jetzt werden sei wieder zusammengebacken ?
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#12
(13-06-2015, 14:18)Berliner schrieb: Da wird mal wieder Schlagzeile geschrieben und den Mormonen etwas untergejubelt, was so nicht stimmt. Hier mal ein Artikel aus dem Jahr 2002 dazu. Wer will da noch von Vertuschung reden?

Durch die vielen Missbrauchsfälle bei der katholischen Kirche, den Zeugen Jehovas und den Mormonen, habe ich eines gelernt: Gesagt wird das eine, gehandelt wird anders.

Hier nur einige Beispiele:

Kirche zahlt 3 Millionen Dollar

Geschichte eines Kindsmissbrauchs bei Mormonen

Macht das Opfer verantwortlich in der Mormonenkirche

Mormonen verschleiern Tat einer der ihren

Und das sind nur einige von vielen Fällen aus den USA. Selbst in Deutschland handeln Mormonen so. Mir ist der Fall eines Mormonen bekannt, Ratgeber eines Bischofs, der im Pfahl Hannover mehrere Jungen sexuell berührt hatte. Den Jungen wurde die Schuld gegeben (macht das Opfer verantwortlich), ihnen wurde unterstellt, homosexuell zu sein. Der Bischof wollte die Taten nicht anzeigen. Erst auf Druck eines Mitglieds, der Vater einer der Opfer, wurde der Fall angezeigt. Übrigens, der Täter wurde verurteilt, aber nie ausgeschlossen, im Gegensatz zu dem Vater.

Fazit: Worte mussen mit Taten übereinstimmen, um glaubhaft zu sein.
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#13
Noch ein Nachtrag:

In dem Artikel  (Link im vorherigem Artikel)"Blame the Victim" (Das Opfer beschuldigen) fand ich diesen interessanten Abschnitt:


Zitat:Nurturing Naivete

Three women from different regions of the country havereported to me that in their LDS stakes, seminars for priesthood leaders actually discussed ways toavoid rather than comply with child abuse reporting laws. "I think that most Mormons are incredibly naive about thechurch's position on this issue—which is to protect the church and its interests, even at theexpense of the victims," Kristy Sumner told me.
"My father is a bishop and when mandatory [child abuse] reporting laws were passed in the state in which he resides, the church held seminars for alllocal leaders. The purpose of these seminars was to instruct bishops, stake presidents and other leaders on ways to get around the new reporting laws. There were no seminars instructing these same leaders on what to dofor the victims of abuse."
Pierce says that often bishops assume the responsibility to "fix" behavior problems themselves instead of referring members to appropriate professionals. "Abuse cannot be solved in a simple interview—it needs a multi-disciplinary approach."

Hier meine Übersetzung mit der Hilfe von Google:


Zitat:Pflegende Naiviät


Drei Frauen, die aus verschiedenen Regionen des Landes kommen, berichteten mir, dass ihre örtlichen Pfähle (entspricht der katholischen Diäzöse) Seminare für Priestertumsführer abhielten, um die Möglichkeiten zu erörtern, Fälle von Kindesmissbrauch nicht anzeigen zu müssen.
"Ich denke, dass die meisten Mormonen unglaublich naiv über die Kirchenposition bezügich der Frage sind, um die Kirche selbst auf Kosten der Opfer zu schützen" sagte mir Kristy Sumner., wurden in dem Ort, in dem er wohnt, von der Kirche seminare für alle örtlichen Kirchenführer abgehalten. Der Zweck dieserSeminare war es, Bischöfe, Pfahlpräsidenten und andere Kirchenführer zu lehren, wie sie diese Meldepflicht umgehen können. Es gab keine Seminare dafür, was sie für die Opfer von Kindesmissbrauch tun sollen."

Pierce sagt, dass oft Bischöfe die Verantwortung für etwas übernehmen, für das sie nicht ausgebildet sind, sie übernehmen den Fall lieber selbst, als sich professionelle Hilfe zu holen."Missbrauch kann nicht in durch eine einfache Befragung gelöst werden,-es braucht einen multidisziplinären Ansatz."

Anders ausgedrückt, lieber Berliner: Deine Kirche will nicht, das Fälle von Kindesmissbrauch an die Öffentlichkeit gelangen. Lieber bringt sie ihren Mitgliedern bei, Gesetze zu umgehen, um den "guten Ruf" der Kirche nicht zu schädigen. dabei war schon Joseph Smith Junior ein Päderast, denn er heiratete als einer seiner vielen Frauen die Minderjährige Helen Mar Kimball.  Wer mehr dazu erfahren will, hier ist der Link dazu.
Ich zitiere daraus nur einen kleinen Abschnitt:


Zitat:In the early summer of 1843, when she was 14 years old, Kimball’s father described the doctrine of plural marriage to her. He then asked if she would consent to be “sealed to Joseph” (Compton 1997, p. 498). Helen describes her reaction to this proposition,

Zitat:“My father was the first to introduce it to me, which had a similar effect to a sudden shock of a small earthquake. When he found (after the first outburst of displeasure for supposed injury) that I received it meekly, he took the first opportunity to introduce Sarah Ann [Whitney] to me as Joseph's wife" (Whitney 1880-1883).[2]
Kimball took 24 hours to respond to this request, and consented after Smith explained to her that it would ensure her eternal salvation along with that of her family.

Laß dir den letzten Satz, den ich in FETT kopiert habe, noch einmal auf der Zunge zergehen:


Zitat:Kimball hatte 24 Stunden, um auf dieses Angebot zu reagieren und zugestimmt, nachdem Smith ihr erklärte, dass es ihr ewiges Heil zusammen mit der von ihrer Familie zu sichern würde.
Schon der Gründer ein Polygamist und Päderast!
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#14
(14-06-2015, 12:42)Jutta schrieb: Schon der Gründer ein Polygamist und Päderast!
Ich glaube, Du hast was gegen Mormonen und unterstellst ihnen Unsittlichkeit. Das sind meist solche Leute, die etwas gegen die strenge Sittenlehre dieser Kirche haben. Da wird ihnen unterstellt, sie hielten sich selber nicht dran.

Joseph Smith war nie ein Päderast. Und mit einer Frau eine Ehe einzugehen, bedeutet nicht, mit ihr sexuell zu verkehren. Schon gar nicht mit einem Mädchen. Eine Ehe ist mehr als Sex. In unserer sexbesessenen Gesellschaft scheint man das vergessen zu haben. Es gibt auch heute noch Ehen, da leben die Paare wie Brüderchen und Schwesterchen zusammen.

Und was die Polygamie betrifft. Es gab sie noch in Deutschland in Form der morganistischen Ehe, als sie in Utah längst abgeschafft war.

Was nun Deine Quellen betrifft. Wer selber Opfer sexueller Gewalt durch irgendeine Organisation war, der mag einen Grund dafür haben, jeden noch so kleinen Verdacht nachzugehen. Auch dann wenn wenig bis nichts daran ist.

Im übrigen hatte ich bereits festgestellt, dass es solche Fälle auch in meiner Kirche gegeben haben könnte oder noch gibt. Daran gibt es nichts schönzureden oder etwas unte den Teppich kehren zu wollen. Trotz allem sind das einzelne Mitglieder, die möglicherweise so handeln oder gehandelt haben und nicht die Kirche als Ganzes.

Es gab ja auch mal einen Butch Cassidy. Trotzdem besteht die Kirche nicht aus Revolverhelden.
Der Friede fängt in dir an
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#15
Ich denke mal, man sollte bei dieser Diskussion strikt zwischen zwei Ebenen unterscheiden. Was Kindesmissbrauch angeht, sind Kirchenangehoerige und -angestellte letztlich auch nur Menschen. Folgerichtig gibt es dort aehnliche Vergehen wie ueberall sonst in der Gesellschaft. Am Beispiel der katholischen Kirche hat das mal irgendjemand nachgerechnet: wenn man alle behaupteten Faelle so als wahr akzeptiert, kommt man auf eine aehnliche Quote wie in der Gesamtgesellschaft. Das ist zwar alles andere als schoen, dass das nicht besser aussieht; es ist aber trotzdem innerhalb der "Norm" (was Verbrechensraten angeht) und jetzt nichts Aussergewoehnliches.

Worum es Gerlinde hier ging war aber der Umgang mit solchen Dingen. Die Vertuschung war das, was bei der Katholischen Kirche unangenehm auffiel, und dasselbe ist es hier. Da sind wohl aehnliche Mechanismen am Werk wie in vielen "Schicksalsgemeinschaften". "Nestbeschmutzung" wird oft als schlimmer eingestuft als die Vergehen selbst. Das ist in einer offenen Gesellschaft natuerlich inakzeptabel.

Es waere aber schoen, wenn die Diskussion auf dieser Ebene verbleiben wuerde.
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