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Was macht einen Guten Menschen aus?
#31
(13-04-2015, 12:53)Ekkard schrieb: Die Begriffe sind bestenfalls (menschliche) Hilfskonstruktionen zur Abwehr von Schaden und Bewahrung jener Lebensverhältnisse, die wir gerne hätten.
Das Dumme ist nur das man nicht hellsehen kann ob seine Vorstellungen dann später tatsächlich eintreten,
oder eine andere Taktik nicht sinnvoller gewesen wäre.
Sowas wie Stammzellenforschung, bringts was oder führt zu nichts gutem.
Ist das eigene Familienbild zeitgemäss oder nicht
Sollte man wirklich an uralten Lehren weiter ruminterpretieren oder mal rundumerneuern
nach neueren Erkenntnissen.
Brauchen wir Lehren die auf Zuckerbrot und Peitsche beruhen und sowas von intolerant sind.
Ist es sinnvoll eine absolute Harrmonie anzustreben oder ist das einfach stinklangweilig und hoffnungslos usw.
Soll man Frauen wieder das Wahlrecht entziehen, dem Manne wieder Verfügungsgewalt über sie geben.
Hat doch Jahrhunderte gut funktioniert.
War Aufklärung und Demokratie wirklich notwendig, war Kommunismus wirklich so schlecht.
Sollte man Individualität beibehalten oder müsste sich jeder besser der Ideologie an sich verpflichten (islamische umma, Kirche) usw.

3. Die menschliche Vernunft ist, ohne dass wir sie irgendwie auf Gott beziehen müssten, der einzige Richter über Wahrheit und Falsches, über Gut und Böse. Sie ist sich selbst Gesetz und mit ihrer natürlichen Kraft ausreichend, um das Wohl der Menschen und Völker zu sichern.

18. Der Protestantismus ist nichts anderes, als eine verschiedene Form derselben christlichen Religion, in welcher es ebenso gut möglich ist, Gott zu gefallen, wie in der katholischen Kirche.

20. Die kirchliche Gewalt darf ihre Autorität ohne Erlaubnis und Zustimmung der staatlichen Gewalt nicht ausüben (Verweis auf die Allokution Meminit unusquisque).

(Liste der Irrtumer-syllabus errorum ,Papst Pius IX)
Ist das wirklich falsch ?
Viele meinen das, nehme ich an, als Vorraussetzung für eine gute Welt mit guten Menschen.
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#32
(13-04-2015, 12:53)Ekkard schrieb: Die Begriffe sind bestenfalls (menschliche) Hilfskonstruktionen zur Abwehr von Schaden und Bewahrung jener Lebensverhältnisse, die wir gerne hätten.

Mit Sicherheit trifft das nicht zu. Bewerten und Beurteilen sind zwei grundverschiedene Kategorien, die zu unterscheiden uns Menschen oft ziemlich schwer fällt. Tiere können deswegen Gut und Böse viel besser unterscheiden als wir Menschen, was eigentlich auch ganz logisch ist. Und ganz ohne die "Begriffe" dafür  benutzen zu müssen.

"Gut" kann nämlich eine rein subjektive Bewertung sein mit der Bedeutung einer ausgewählten Bevorzugung.
"Gut" kann aber auch eine objektive Beurteilung sein. Immer dann, wenn keine alternative Wahlmöglichkeit für noch-besser  zur Verfügung steht, sondern nur für weniger-gut und damit für ein nicht abschätzbares Risiko.

Auf uns Menschen übertragen bedeutet das, dass wir auf Grund unserer komplexen Kommunikationsfähigkeiten es einfach nur gewohnt sind, ohne nennenswertes Eigenrisiko, nicht nur immer die bessere Futter-Qualität wählen zu können, sondern auch die geschmacklich bevorzugtere.

 "Böse" ist ein Begriff, mit dem wir Menschen unangenehme Überraschungen, mögliche Risiken und Gefahren assoziieren. Aber auch Tiere haben dafür einen Schrei, Ruf, oder Pfiff..
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" der ihn dafür zu einem Auserwählten machte.
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#33
Allensbach hat mal 2013 eine Umfrage unter Jugendlichen/jungen Erwachsenen gestellt.
Thema "Gutes Leben"

Top, gute Freunde 69%,
Gesundheit 64%
Beruf mit Spaß 62%
Familie 60%
Glückliche Partnerschaft 56%
....
Sich viel leisten können 19%
Sozialer Aufstieg 17%
Individueller Stil gegenüber Anderen 16%
Soziales Engagement 14%
*http://de.statista.com/statistik/daten/studie/321901/umfrage/umfrage-unter-jungen-erwachsenen-zu-den-wichtigsten-dingen-im-leben/

Alles in allem keine Unternehmertypen.
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#34
(13-04-2015, 12:53)Ekkard schrieb: Die Begriffe sind bestenfalls (menschliche) Hilfskonstruktionen zur Abwehr von Schaden und Bewahrung jener Lebensverhältnisse, die wir gerne hätten.

(13-04-2015, 19:41)Geobacter schrieb: Mit Sicherheit trifft das nicht zu. Bewerten und Beurteilen sind zwei grundverschiedene Kategorien, die zu unterscheiden uns Menschen oft ziemlich schwer fällt. Tiere können deswegen Gut und Böse viel besser unterscheiden als wir Menschen, was eigentlich auch ganz logisch ist. Und ganz ohne die "Begriffe" dafür  benutzen zu müssen.
Nun, Tiere haben eine Reihe bemerkenswerter Fähigkeiten. Das ist wohl inzwischen unbestritten. Gleichwohl gehört dazu nicht, sich mit uns Menschen über "gut und böse" auf der Metaebene der Sprache auszutauschen - von Schmerzens- oder Wohlfühllauten einmal abgesehen. Aber das ist eine reine Situationsbewertung.
Im Gegensatz dazu, diskutieren wir hier projektive, also vorläufig nur vorgestellte Handlungsweisen oder Zustände.

(13-04-2015, 19:41)Geobacter schrieb: "Gut" kann nämlich eine rein subjektive Bewertung sein mit der Bedeutung einer ausgewählten Bevorzugung.
"Gut" kann aber auch eine objektive Beurteilung sein. Immer dann, wenn keine alternative Wahlmöglichkeit für noch-besser  zur Verfügung steht, sondern nur für weniger-gut und damit für ein nicht abschätzbares Risiko.
Dem stimme ich zu, zumal ich selbst schon mit etwas anderer Wortwahl auf diese Umstände hinzuweisen versucht hatte. Allerdings beschränke ich mich bei "gut" auf menschliches Urteil und nicht auf angeborene oder angelernte Bewertungsfilter, die bei Mensch und Tier quasi sofort die Wohltat oder die Qual konstatieren (Bleiben oder Fliehen?).

(13-04-2015, 19:41)Geobacter schrieb: Auf uns Menschen übertragen bedeutet das, dass wir auf Grund unserer komplexen Kommunikationsfähigkeiten es einfach nur gewohnt sind, ohne nennenswertes Eigenrisiko, nicht nur immer die bessere Futter-Qualität wählen zu können, sondern auch die geschmacklich bevorzugtere.
Eben, weil wir projektiv denken und sogar ganze Zustände zu unseren Gunsten verändern können!
Nicht, dass Tiere dies nicht auch könnten, aber doch nicht derart ausgeprägt. Außerdem geht es um die Frage, was einen "guten Menschen" ausmacht. M. E. kann es dabei nicht darum gehen, was die unmittelbaren Empfindungen oder Wahlmöglichkeiten gebieten, nämlich in dem Sinn, dass eine Situation gut (angenehm) empfunden wird, aber schädliche Spätfolgen zeitigt (z. B. Alkoholkonsum).
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#35
(13-04-2015, 21:46)Ekkard schrieb: Eben, weil wir projektiv denken und sogar ganze Zustände zu unseren Gunsten verändern können!
Nicht, dass Tiere dies nicht auch könnten, aber doch nicht derart ausgeprägt. Außerdem geht es um die Frage, was einen "guten Menschen" ausmacht. M. E. kann es dabei nicht darum gehen, was die unmittelbaren Empfindungen oder Wahlmöglichkeiten gebieten, nämlich in dem Sinn, dass eine Situation gut (angenehm) empfunden wird, aber schädliche Spätfolgen zeitigt (z. B. Alkoholkonsum).

Beobachtungen sind kein Projektionen.. Hoffe ich zumindest..

Es gibt gutmütige Tiere und es gibt gutmütige Menschen. Ängstliche Tiere sind anders herum auch selten Gut-mütig. Das gilt ebenso für Menschen.
Angst spielt dabei eine gewichtige Rolle. Angst-Verdrängungen.. Traumata verarbeiten.. Unsichere Menschen reagieren anders als verunsicherte Menschen.. Menschen mit einem natürlichen Selbstbewusstsein, welche auch unabhängig eines angelernten äußeren Erscheinungs- und Täuschungssymbolismus Sicherheit, Freundlichkeit und offenes Situations-bewusstsein ausstrahlen.. die enttäuschen einen in  der Regel auch seltener..

Und das ist es ja dann auch wohl, was einen guten Menschen ausmacht. Jemand der andere möglichst wenig enttäuscht..
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" der ihn dafür zu einem Auserwählten machte.
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