Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Bibel ist verfälscht worden
#46
Am plausibelsten erscheint mir die klassische Variante:

Das Apostelkonzil hat so stattgefunden, wie die Apostelgeschichte es berichtet, und Konzilssprache war Althebräisch (beim lesen der Thora) und Aramäisch (als Umgangssprache), dann wurde das Protokoll auf Althebräisch geschrieben (ging aber im Zuge der Christenverfolgung durch Rom verloren) und im Sinne der soeben beschlossenen Heidenmission auch auf Altgriechisch (diese Version überlebte die Wirren der Christenverfolgung). Altgriechisch, um die Verbreitung des Christentums auch außerhalb es Volkes Israel zu fördern.

Die althebräischen Originale gingen dann verloren.
Das ist leicht nachzuvollziehen. Während der römischen Christenverfolgung war der Besitz von Schriftrollen mit hebräischen Buchstaben sehr riskant. Solche Schriften fielen bei einer Hausdurchsuchung den römischen Soldaten sofort auf, griechische Texte waren jedoch unauffällig, so was lag bald in einem Haus eines gebildeten Römers. Die römischen Soldaten sahen nur, daß das griechische Buchstaben waren, konnten den Text aber nicht lesen (Griechisch konnten nur gebildete Römer) und bemerkten nicht, daß da christliche Texte lagen.

Wenn ein Text mit hebräischen Buchstaben im Haus lag, fiel das sofort auf.
Der Hausherr wurde sofort verhaftet und zur Einvernahme abgeführt.

Somit wäre es sehr naheliegend, daß mit Beginn der Christenverfolgung sich alle Christen der hebräischen Bibeln entledigten und aus Sicherheitsgründen nur die viel unauffälligeren griechischen Übersetzungen im Hause beließen.
#47
(20-05-2014, 12:43)Sinai schrieb: ... und Konzilssprache war Althebräisch (beim lesen der Thora)...

Eben nicht. Der einzige Tanach-Text, der hier zitiert wird, ist eindeutig aus dem griechischen "Tanach". Die ganze Szene funktioniert nur dann, wenn der griechische "Tanach" benutzt wurde. Die Szene ist logisch mit dem hebraeischen Text nicht moeglich. Ich habe alle moeglichen Alternativen gelistet.

Der Rest ist ahistorischer Unsinn. Christen benutzten durchweg die griechische Ausgabe des Tanach. Alle Texte des Neuen Testaments nutzten den griechischen Tanach, um daraus zu zitieren. Von hebraeischen Texten gibt es keine Spur. Es gibt Erwaehnungen von Evangelien der Ebioniten, etc., aber von denen ist nichts erhalten, und keiner der Kirchenvaeter scheint die je gesehen zu haben.
#48
(20-05-2014, 14:20)Ulan schrieb: Der Rest ist ahistorischer Unsinn. Christen benutzten durchweg die griechische Ausgabe des Tanach.


Das ist Unsinn. Jesus studierte den hebräischen Tanach, niemals den griechischen !!!
Jesus war ein gelehriger Tempelschüler und er diskutierte gerne mit den Schriftgelehrten.
#49
(20-05-2014, 14:56)Sinai schrieb:
(20-05-2014, 14:20)Ulan schrieb: Der Rest ist ahistorischer Unsinn. Christen benutzten durchweg die griechische Ausgabe des Tanach.

Das ist Unsinn. Jesus studierte den hebräischen Tanach, niemals den griechischen !!!
Jesus war ein gelehriger Tempelschüler und er diskutierte gerne mit den Schriftgelehrten.

Erstens, hat das mit meiner Aussage nichts zu tun, da Jesus kein Christ war.
Zweitens, macht die Bibel keinerlei Ausssage darueber, was Jesus wie studiert und welche Materialien er dafuer benutzt hat; aber wie gesagt, das ist hier eh egal. Hier wurde jedenfalls die Septuaginta benutzt.
#50
(20-05-2014, 14:56)Sinai schrieb:
(20-05-2014, 14:20)Ulan schrieb: Der Rest ist ahistorischer Unsinn. Christen benutzten durchweg die griechische Ausgabe des Tanach.


Das ist Unsinn. Jesus studierte den hebräischen Tanach, niemals den griechischen !!!
Jesus war ein gelehriger Tempelschüler und er diskutierte gerne mit den Schriftgelehrten.

Erstens, hat das mit meiner Aussage nichts zu tun, da Jesus kein Christ war.
Zweitens, macht die Bibel keinerlei Ausssage darueber, was Jesus wie studiert und welche Materialien er dafuer benutzt hat; ganz im Gegenteil, es soll erscheinen, als haette er gar nicht studiert.

Aber wie gesagt, das ist hier eh egal. Hier wurde jedenfalls die Septuaginta benutzt.
#51
(20-05-2014, 14:56)Sinai schrieb:
(20-05-2014, 14:20)Ulan schrieb: Der Rest ist ahistorischer Unsinn. Christen benutzten durchweg die griechische Ausgabe des Tanach.

Das ist Unsinn. Jesus studierte den hebräischen Tanach, niemals den griechischen !!!
Jesus war ein gelehriger Tempelschüler und er diskutierte gerne mit den Schriftgelehrten.



(20-05-2014, 15:53)Ulan schrieb: Erstens, hat das mit meiner Aussage nichts zu tun, da Jesus kein Christ war.

Hört Hört


(20-05-2014, 15:53)Ulan schrieb: Zweitens, macht die Bibel keinerlei Ausssage darueber, was Jesus wie studiert und welche Materialien er dafuer benutzt hat

Wenn der junge Jesus mit den Schriftgelehrten diskutierte, hat er wohl die Thora in der Tempelschule studiert – in hebräisch
#52
(20-05-2014, 16:04)Sinai schrieb: Wenn der junge Jesus mit den Schriftgelehrten diskutierte, hat er wohl die Thora in der Tempelschule studiert – in hebräisch

Ich bitte fuer beide diese Aussagen, die ich fett markiert habe, um ein Zitat.

Ausserdem, fuer jemand Glaeubigen scheint Dein Glaube ziemlich begrenzt zu sein; wenn Jesus Gott ist, muss er die Tora studieren gehen?
#53
(20-05-2014, 15:55)Ulan schrieb: Erstens, hat das mit meiner Aussage nichts zu tun, da Jesus kein Christ war.

Du verkündest also, daß Jesus Christus kein Christ war

Und was fragst Du mich jetzt? Ich soll belegen, daß Jesus im Tempel von Jerusalem die Thora gehört hat und daß dort die Thora auf hebräisch gelesen wurde.

Das nennt man 'Umkehr der Beweislast'
Würde Dir so passen. Kannst Du aber nicht durchsetzen.

Morgen sagt einer, daß Jesus Benzin trank und kein Wasser. Und wenn das bestritten wird, fragt er "wo steht das geschrieben, daß Jesus Wasser trank?"


Womöglich forderst Du gar eine Videoaufzeichnung wo man deutlich erkennbar Jesus im Tempel sitzen sieht, und am anderen Ende des Bildschirms einen Vorleser mit der Thorarolle in der Hand, deutlich seine Stimme vernehmbar wie er hebräisch redet und am Bildschirm deutlich die hebräischen Schriftzeichen auf der Thorarolle ersichtlich . . .
#54
(20-05-2014, 16:31)Sinai schrieb: Und was fragst Du mich jetzt? Ich soll belegen, daß Jesus im Tempel von Jerusalem die Thora gehört hat und daß dort die Thora auf hebräisch gelesen wurde.

Das nennt man 'Umkehr der Beweislast'
Würde Dir so passen. Kannst Du aber nicht durchsetzen.

Rede doch nicht immer solch einen Unsinn. Niemand verlangt von Dir, dass Du etwas beweisen sollst, was Jesus nicht getan hat. Du hast eine spezifische Aussage gemacht, die Du irgendwo herhaben musst, also nur Du beweisen kannst. Wo ist da die Umkehr?

Du hast behauptet, Jesus haette die Tora in der Tempelschule studiert, auf hebraeisch, und ich nehme doch mal an, Du kannst das irgendwie beweisen. Ansonsten ist das schlicht Deine Erfindung.

(20-05-2014, 16:31)Sinai schrieb: Du verkündest also, daß Jesus Christus kein Christ war

Was ist daran irgendeine grossartige "Verkuendigung"? Bestreitet das jemand? Hat Jesus etwa Jesus Christus angebetet?
#55
(20-05-2014, 16:31)Sinai schrieb:
(20-05-2014, 15:55)Ulan schrieb: Erstens, hat das mit meiner Aussage nichts zu tun, da Jesus kein Christ war.

Du verkündest also, daß Jesus Christus kein Christ war

Ulan hat doch recht, Jesus war Jude und kein Christ.
#56
Spam von Sinai entfernt!
MfG B.
#57
(20-05-2014, 16:31)Sinai schrieb: Ich soll belegen, daß Jesus im Tempel von Jerusalem die Thora gehört hat ...

Was Du behauptest, solltest Du belegen können. Mutmaßungen sind im Bereich Religionsgeschichte entbehrlich.

Zitat:Das nennt man 'Umkehr der Beweislast'

Nein! Das nennt man: den Beleg zu einem behaupteten Sachverhalt einfordern.
Nochmals: Du sollst im Bereich "Studium" nichts einbringen, was nicht belegbar ist.

Zitat:Morgen sagt einer, daß Jesus Benzin trank und kein Wasser. Und wenn das bestritten wird, fragt er "wo steht das geschrieben, daß Jesus Wasser trank?"

Womöglich forderst Du gar eine Videoaufzeichnung wo man deutlich erkennbar Jesus im Tempel sitzen sieht, und am anderen Ende des Bildschirms einen Vorleser mit der Thorarolle in der Hand, deutlich seine Stimme vernehmbar wie er hebräisch redet und am Bildschirm deutlich die hebräischen Schriftzeichen auf der Thorarolle ersichtlich . . .

Wortmeldungen dieser Art sind entbehrlich. Bitte unterlasse es in Zukunft, solchen Unsinn anstelle einer nachvollziehbaren Begründung anzubieten.
MfG B.
#58
(20-05-2014, 01:41)Sinai schrieb:
(19-05-2014, 19:18)Ulan schrieb: Nebenbei zeigt es zwanglos, dass, wenn man daran glaubt, dass das Apostelkonzil so wie in der Apostelgeschichte geschildert passiert ist, dort Griechisch gesprochen wurde.

Aber überhaupt nicht.
Ich war Teilnehmer bei einem Verfahren des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Strasbourg, es waren endlose Zeugeneinvernahmen, die Zeugen redeten italienisch.

Als ich heimfuhr, hatte ich ein deutsches Gerichtsprotokoll in der Tasche

daß wir nicht gleich drauf gekommen sind...

beim apostelkonzil gab es einen übersetzungsdienst wie heute in der eu - klar Icon_rolleyes
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
#59
(20-05-2014, 12:43)Sinai schrieb: Am plausibelsten erscheint mir die klassische Variante:

Das Apostelkonzil hat so stattgefunden, wie die Apostelgeschichte es berichtet, und Konzilssprache war Althebräisch (beim lesen der Thora) und Aramäisch (als Umgangssprache), dann wurde das Protokoll auf Althebräisch geschrieben (ging aber im Zuge der Christenverfolgung durch Rom verloren) und im Sinne der soeben beschlossenen Heidenmission auch auf Altgriechisch (diese Version überlebte die Wirren der Christenverfolgung)
...
Die althebräischen Originale gingen dann verloren

was genau soll jetzt warum daran plausibel sein?

das folgende geschichtlein ist ausgesprochen wenig plausibel

(20-05-2014, 12:43)Sinai schrieb: Das ist leicht nachzuvollziehen. Während der römischen Christenverfolgung war der Besitz von Schriftrollen mit hebräischen Buchstaben sehr riskant. Solche Schriften fielen bei einer Hausdurchsuchung den römischen Soldaten sofort auf, griechische Texte waren jedoch unauffällig, so was lag bald in einem Haus eines gebildeten Römers

was soll jetzt warum riskant daran gewsen sein, daß jemand hebräische texte besaß?

(20-05-2014, 12:43)Sinai schrieb: Wenn ein Text mit hebräischen Buchstaben im Haus lag, fiel das sofort auf.
Der Hausherr wurde sofort verhaftet und zur Einvernahme abgeführt

das hast du woher?

(20-05-2014, 12:43)Sinai schrieb: Somit wäre es sehr naheliegend, daß mit Beginn der Christenverfolgung sich alle Christen der hebräischen Bibeln entledigten und aus Sicherheitsgründen nur die viel unauffälligeren griechischen Übersetzungen im Hause beließen.

aber auch nur, wenn man deine aus der luft gegriffene räuberpistole voraussetzt
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
#60
(20-05-2014, 16:31)Sinai schrieb: Du verkündest also, daß Jesus Christus kein Christ war

Und was fragst Du mich jetzt? Ich soll belegen, daß Jesus im Tempel von Jerusalem die Thora gehört hat und daß dort die Thora auf hebräisch gelesen wurde.

Das nennt man 'Umkehr der Beweislast'
Würde Dir so passen. Kannst Du aber nicht durchsetzen.

Morgen sagt einer, daß Jesus Benzin trank und kein Wasser. Und wenn das bestritten wird, fragt er "wo steht das geschrieben, daß Jesus Wasser trank?"

Jesus müsste eigentlich fast ganz sicher Jude gewesen sein.
Auch weil der Begriff "Christ" sich erst vom "griechischen Christos" ableitet und die Einzahl von "Christen" ausdrückt. Jesus kann wohl schwer sein eigener Anhänger gewesen sein.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 


Möglicherweise verwandte Themen…
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Die Bibel - wissenschaftlich genau? Silas 75 49049 22-04-2014, 23:43
Letzter Beitrag: Ekkard
  Hypertextualität in der Bibel Sinai 0 2416 10-04-2014, 17:20
Letzter Beitrag: Sinai
  Stellenwert von Übersetzungsfehlern bei der BIBEL Kreutzberg 3 4872 19-04-2013, 15:16
Letzter Beitrag: Bion

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 2 Gast/Gäste