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Fragen an die Atheisten
(29-10-2015, 22:41)Ekkard schrieb: Der Denkfehler besteht in der Verallgemeinerung von: "Ich glaube an Gott", ist eine Irrlehre.
Falsch. Zu glauben ist keine Lehre. Dein Denkfehler nicht meiner!



(29-10-2015, 22:41)Ekkard schrieb: Der Denkfehler besteht in der Verallgemeinerung von: "Ich glaube an Gott", ist eine Irrlehre.

(29-10-2015, 13:15)FaithHealer schrieb: Wenn du Glaubensfreiheit willst, musst du aus der Kirche austreten. Die gibt es da nämlich nicht.
Das sehe ich und empfinde ich vollkommen anders.
Es ist aber so. Die Lehre ist kein Wunschkonzert. Ein Moslem ist kein Christ, nur, weil er an einen Gott glaubt.

(29-10-2015, 22:41)Ekkard schrieb: Oh, oh, da sind wir alle gelegentlich Betroffene. Es ist geradezu das Paradekriterium für den Verfall an eine Ideologie, wenn mein Verein, meine Kirche, meine gesellschaftliche Schicht "die Bessere" ist: "Wir Deutschen ..." - und schon sind wir mittendrin.

Ja genau. Die Parallelen sind unverkennbar. Die Kirchen/Sekten haben den Faschismus erfunden. Dieselbe Denke, dieselben Methoden, dieselben Folgen. Keine Gesellschaftsschcht steht den Faschisten näher als das gläubige Bürgertum. Adolf Hitler war Katholik.

(29-10-2015, 22:41)Ekkard schrieb: Von außen mag das so aussehen. Tatsächlich steckt darin viel mehr die oben beschriebene Selbstverpflichtung (gegenüber dem Kern der Bergpredigt).

Jetzt redest du für dich aber sicher nicht für alle Christen. Es ist die törichte Meinung eines Einzelnen. Bist du christlicher Theologe? Nein?! Dann hast du zuzuhören und nicht zu unterrichten!

(29-10-2015, 22:41)Ekkard schrieb: Als "anständiger" Mensch fällt man nie unter die "Ketzer" im Gegensatz zu früher. Wer etwas anderes behauptet, unterliegt dem Einfluss von bestimmten Ideologien, von denen wir wissen, dass sie schädlich sind. - Und das gilt auch für heutige Christen!
Da ist er wieder, der "wahre" Christ. Ein "wahrer" Christ tut stets das Gute! Es ist die Art von selektivem Denken, mit der ihr euch von den Verbrechen des Christentums distanziert. Ein "wahrer" Christ missbraucht keine Kinder, tötet keine Unschuldigen, foltert keine Kinder zu Tode, wie die Word ofLife Christian Church in New York letzte Woche. Die berufen sich aber bei ihrem Handlen genauso auf die christliche Lehre wie du, die Inquisition oder der Pfarrer, der die Hand nicht aus der Hose seines Messdieners halten kann. Die Mutter, die ihr Kind züchtigt, beruft sich auf die Lehre. Auch der Märtyrer beruft sich auf seine Lehre. Die Missionare und der Vatikan, der sich am Gold der Azteken bereicherten. Die alle berufen sich auf die Lehre und Gott bei ihren Taten. Willst du das bestreiten?

Was Lehre bzw. Ideologie ist, bestimmst nicht du. Das bestimmen andere. Ihr sagt dazu "Der Mensch denkt und Gott lenkt!". Trifft natürlich nicht auf "wahre" Christen zu, nicht wahr?!
If God needs your help, he's not God [Dusty Smith]
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(29-10-2015, 16:46)FaithHealer schrieb: Atheismus befasst sich mit der Aufklärung von Irrlehren.

Nein, eigentlich "befasst" sich Atheismus mit gar nichts. Es ist lediglich die persoenliche Erkenntnis, dass es keinen Gott irgendwelcher Couleur gibt oder zumindest keiner erkennbar ist, der einen Einfluss auf unser Leben haette (dieser zweite Aspekt haengt ein wenig davon ab, welche Atheismus-Definition man verwendet, die "starke" oder die "schwache"). In der Folge kommt es also im Normalfall zu keinerlei Handlungen; etwas, was nicht existiert, ist normalerweise kein Thema. Daneben gibt es durchaus auch atheistische Religionen, z.B. eine der aeltesten bekannten, den Jainismus. Atheismus hat also auch nichts mit der Abwesenheit von Religion zu tun.
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(30-10-2015, 19:27)Ulan schrieb:
(29-10-2015, 16:46)FaithHealer schrieb: Atheismus befasst sich mit der Aufklärung von Irrlehren.

Nein, eigentlich "befasst" sich Atheismus mit gar nichts.
Das sieht sogar Wikipedia anders. https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus#...iten_Sinne

(30-10-2015, 19:27)Ulan schrieb:
(29-10-2015, 16:46)FaithHealer schrieb: Atheismus...

... ist lediglich die persoenliche Erkenntnis, dass es keinen Gott irgendwelcher Couleur gibt oder zumindest keiner erkennbar ist, der einen Einfluss auf unser Leben haette ...
Das ist falsch. Atheist ist jeder, der kein Theist ist. Genauso teilt Paulus das den Ephesern in seinem Brief auch mit aus den der Begriff zurück geht. Wer sich also nicht zum Glauben an (den christlichen) Gott bekannt hat, der ist Atheist. Irgendeine Erkenntnis ist dafür nicht nötig.

Wir werden schon als Atheist geboren. Andernfalls wäre die Missionsarbeit der Kirchen wohl auch sinnlos. Die unternehmen viel, um Atheisten zu Theisten zu machen. ;)

(30-10-2015, 19:27)Ulan schrieb: Daneben gibt es durchaus auch atheistische Religionen, z.B. eine der aeltesten bekannten, den Jainismus. Atheismus hat also auch nichts mit der Abwesenheit von Religion zu tun.
Der Begriff ist weit gefasst. Er schließt diverse Weltbilder ohne Götter ein. Aber eben auch die Aufklärung von Irrlehren durch Theisten. In Foren wie diesen, meint der Begriff "Atheismus" ganz genau das. Er befasst sich mit biblischen Irrlehren, religiöser Ethik und mehr. Er hat aufklärerischen Charakter.
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(30-10-2015, 19:58)FaithHealer schrieb: Das sieht sogar Wikipedia anders. https://de.wikipedia.org/wiki/Atheismus#...iten_Sinne
Nee, Wikipedia wiederholt ziemlich genau das, was ich da oben gesagt habe. Insofern ist auch diese Aussage...
(30-10-2015, 19:58)FaithHealer schrieb: Das ist falsch. Atheist ist jeder, der kein Theist ist.
... nicht falsch, sondern entspricht dem, was ich gesagt habe.

(30-10-2015, 19:58)FaithHealer schrieb: Der Begriff ist weit gefasst. Er schließt diverse Weltbilder ohne Götter ein. Aber eben auch die Aufklärung von Irrlehren durch Theisten. In Foren wie diesen, meint der Begriff "Atheismus" ganz genau das. Er befasst sich mit biblischen Irrlehren, religiöser Ethik und mehr. Er hat aufklärerischen Charakter.
Das ist jetzt lediglich Deine persoenliche Stossrichtung, aber als allgemeine Definition von Atheismus nicht brauchbar. Du folgst dem, was der Wikipedia-Artikel als "Neue Atheisten" bezeichnet. Eine solche Definition hat, wie gesagt, lediglich persoenliche Implikationen, keine allgemeingueltigen.

Da ich auch Atheist bin, masse ich mir hier im uebrigen auch das Recht an, Deine Engfuehrung der Definition als falsch zu bezeichnen (die Engfuehrung, nicht dass es das auch gibt). Meine aufklaererischen Tendenzen beziehen sich nicht darauf, irgendjemanden vom Atheismus zu ueberzeugen; das ist letztlich ein persoenlicher Prozess. Und das beherzige ich auch auf einem Forum wie diesem. Mir geht es hier um andere Dinge.
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(30-10-2015, 19:58)FaithHealer schrieb: Atheismus befasst sich mit der Aufklärung von Irrlehren.
Für mich ist Atheismus eine Irrlehre. Was nun?
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(06-12-2015, 21:59)indymaya schrieb: Für mich ist Atheismus eine Irrlehre. Was nun?
was ist denn die Lehre des Atheismus?
Atheismus bedeutet doch nur "ohne Gott"
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(06-12-2015, 21:59)indymaya schrieb:
(30-10-2015, 19:58)FaithHealer schrieb: Atheismus befasst sich mit der Aufklärung von Irrlehren.
Für mich ist Atheismus eine Irrlehre. Was nun?

Atheismus befasst sich mit nichts, und ist auch keine Lehre. Es ist einfach nur das fehlen von Theismus.

Dass es Menschen gibt, die sich als Atheisten bezeichnen und sich mit der Aufklährung von Irrlehren befassen, ist unbestritten. Das hat aber nichts mit dem Begriff Atheismus zu tun. Was nun? Finde die korrekte Bezeichnung dafür.
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Es gibt eine unglückliche Verquickung von Mythen (bilblische oder koranische Erzählungen, Gleichnisse, Gottes- und Heiligengeschichten) mit ihren völlig irrelevanten Sachaussagen (aus längst vergangenen Zeiten) und jenen Vorstellungen, die ein gutes, menschliches Miteinander fordern z. B. Nächstenliebe, Bescheidenheit, Gerechtigkeit. Atheismus wendet sich gegen in den Gottesgeschichten enthaltene Vorstellungen von einem Gott, der die Geschicke seines Volkes lenkt.

Im Grunde gibt es keine Irrlehren, sondern nur solche, deren Maximen die Individuen entweder versklaven oder gegeneinander aufhetzen. Der gesellschaftliche Konsens definiert, welche Lehren Wahrheit sein sollen und welche nicht (was man tut oder lassen soll). Der Mythos ist nur das Transportgefäß. Seine Sachaussagen sind Nebensache, nicht wert, diskutiert zu werden: Man sollte immer danach fahnden, was eine Gesellschaft erhält und lebenswert macht.

Die korrekte Bezeichnung für einen Irrlehren bekämpfenden Atheisten wäre: Atheistischer Ideologe.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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(07-12-2015, 18:04)Ekkard schrieb: Man sollte immer danach fahnden, was eine Gesellschaft erhält und lebenswert macht.
Und genau hier sind die unterschiedlichen Religonen mit ihren Ideologen kontraproduktiv.
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Das ist mir durchaus bewusst! Aber das liegt weitgehend an der "Anbetung der Asche" (Sachgehalt uralter Texte), anstatt sich mit den Bedürfnissen und Notwendigkeiten von Gesellschaften zu befassen z. B. auch mal die religiösen Drohszenarien ad acta zu legen und auch seelich gewaltfreie Erziehung zu üben.

Schon, wenn ich im Eingangspost von "Respekt" den Religionen (oder sonstigen Weltanschauungen) gegenüber lese, kräuseln sich meine Haare! Für mich ist beispielsweise "Friedensforschung" mehr Religion und verdient mehr Respekt als die traditionellen Lehren. Denn in einer global vernetzten Welt (nicht erst seit Internet) ist Schollendenken, Bestandswahrung etc. ein sicheres Mittel der Ausgrenzung und ökonomischen Unterdrückung - mithin ein Vehikel zu Konflikten.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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F: Was hat Euch zu der atheistischen Denkweise gebracht?
A: Es bedarf zu dieser Frage, wie auch zur nächsten eigentlich eines Aufsatzes, aber im Folgenden möchte ich mich relativ kurz halten. Zu meiner atheistischen Denkweise haben mich in erster Linie die Naturwissenschaften und die Philosophie gebracht. Sie, also die Naturwissenschaften, liefern Erklärungen für viele Frage ohne eine ominöse Entität namens Gott und zeigen, dass es auch ohne ihn "gut" funktioniert bzw. funktionieren kann. Das Gott oft als Lückenfüller für tiefe Fragen genutzt wird gab mir mehr oder weniger den ersten Impuls zu meiner atheistischen Sicht der Dinge. Man muss dazu sagen, dass ich nicht nur Atheist, sondern auch ein Aspiritualist bin. Für mich sind daher transzendente Entitäten aller Art Hirngespinste.
F: Wie müsste Eurer Meinung nach eine Religion sein, damit man ihr mit Respekt begegnen könnte?
A: Wie vor mir schon geschrieben wurde, sollte diese Religionen die Menschenrechte achten sowohl von Gläubigen als auch nicht Nicht-Gläubigen. Außerdem sollte sie mehr naturrechtlich als rechtspositivistisch aufgebaut sein. Und die Religion sollte kein Denkverbot setzen. Irrationalität ist übrigens ein K.O.-Kriterium für mich.
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