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Das leere Grab Jesu
#1
(25-03-2014, 20:56)Wilhelm schrieb: Ich denke, wenn er gewußt hätte was die nachfolgenden Generationen unter seinem Namen veranstallten, der würde sich im Grab umdrehen und könnte bei den vielen Umdrehungen als Ventilator dienen.

Ich habe noch nie gehört, daß Jesus in einem Grab liegt.
Wenn ja, wo ist es ?
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#2
(25-03-2014, 22:32)Sinai schrieb:
(25-03-2014, 20:56)Wilhelm schrieb: Ich denke, wenn er gewußt hätte was die nachfolgenden Generationen unter seinem Namen veranstallten, der würde sich im Grab umdrehen und könnte bei den vielen Umdrehungen als Ventilator dienen.

Ich habe noch nie gehört, daß Jesus in einem Grab liegt.
Wenn ja, wo ist es ?

Es steht, es hat gelegen und ist auferstanden. Dann hat er so rotiert, das er abgehoben hat.
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#3
(25-03-2014, 22:32)Sinai schrieb:
(25-03-2014, 20:56)Wilhelm schrieb: Ich denke, wenn er gewußt hätte was die nachfolgenden Generationen unter seinem Namen veranstallten, der würde sich im Grab umdrehen und könnte bei den vielen Umdrehungen als Ventilator dienen.

Ich habe noch nie gehört, daß Jesus in einem Grab liegt.
Wenn ja, wo ist es ?
Da ergibt sich noch einen Frage:
Warum existiert eine Grabeskirche in Jerusalem?

Könnte man dann nicht auch einen Ort verehren an dem Jesus gesessen, geschlafen, gespeist oder... hat?
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#4
Das ist hier eigentlich das falsche Forum fuer die Diskussion, aber mit der flapsigen Antwort hat Sinai hier seinen Punkt etwas verwaessert, der wohl aussagen sollte, dass Jesus nicht in einem Grab liegt, weil er ja schliesslich auferstanden sei. Ein Grab Jesu gibt es laut Bibel schon, allerdings soll dieses, ebenfalls laut Bibel, leer sein.

Das ist natuerlich nicht alles, was man dazu sagen kann. James D. Tabor, einer der Ausgraeber des sogenannten Jesus-Grabs in Ost-Jerusalem, weisst darauf hin, dass man das Problem auch anders loesen kann. Laut Johannes-Evangelium wurde Jesus in einem Grab abgelegt, das jemand anderem gehoerte, einfach als Notmassnahme, da es der Abend vor dem Sabbat war. Fuer die eigentliche Bestattung war Joseph von Arimethea zustaendig. Prof. Tabors Erklaerung wirkt nun auch etwas an den Haaren herbeigezogen, hat aber trotzdem ein paar Elemente, die erhellend wirken. Er weisst noch einmal darauf hin, dass die Auferstehung bei Paulus oder in einigen Strata der Evangelien, genau wie uebrigens in den juedischen Graebern, an deren Ausgrabung er beteiliigt war, als im Geiste gesehen wurde. D.h., was mit dem irdischen Koerper geschah, war unwichtig und interessierte damals niemanden. So weit, so gut. Das etwas Unwahrscheinliche an seiner Hypothese ist, dass er annimmt, dass Joeseph von Arimethea schlicht den Koerper aus dem Behelfsgrab entfernt und in das eigentliche Grab gelegt hatte, nur dass das halt niemanden interessierte, so dass es in Vergessenheit geraten ist (genau wie dieser Joseph selbst, der ja spaeter nirgendwo mehr in den Evangelien auftaucht, obwohl er ausdruecklich fuer das Begraebnis Jesu zustaendig ist).

Ich erwaehne das hier nur, um darauf hinzuweisen, wie manche Glaeubigen dieses Konundrum loesen.
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#5
@Ulan
Dies mit der angeführten "Zwischenlagerung" ist plausibel. Auch heute werden Verstorbene in einer Leichenhalle aufgebahrt bis das Grab fertig ist.

Somit bleibt weiterhin die Suche nach dem richtigen Grab.

Auch die Entfernung/Diebstahl von Leichen hat Tradition. Wer weiß schon, wo die wirklichen Gräber der heiligen 3 Könige waren? Heute sollen die Reste im Kölner Dom liegen???????
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#6
Und selbst wenn man ein Skelett finden würde, das passen könnte (sei es in Jerusalem oder in Indien) würde man niemals feststellen können, ob es wirklich Jesus ist, sondern allerhöchstens, dass es sich um einen Mann aus dem Nahen Osten handelte, der vor 2000 Jahren gestorben ist. Denn schließlich gibt es niemanden, der behaupten kann, ein Nachfahre zu sein, und also gibt es keine Vergleichs-DNA.
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#7
Ich hatte James D. Tabor hauptsaechlich deshalb erwaehnt, weil der ja genug Geld macht mit Buechern ueber das Familiengrab Jesu und aehnliches. Egal, was man davon haelt.

Der Herr ist Professor fuer den Ursprung des Christentums und alte Judaistik an einer staatlichen Uni in den USA, also zumindest nicht unbeleckt. Die Buecher und die Interpretation der Grabungen sind aber ziemlich umstritten. Da gibt's halt das Grab von "Jesus, Sohn des Joseph" und noch der dazugehoerigen Maria, sowie weiterer angeblicher Familienmitglieder. Als Tuepfelchen auf dem i wohnt dann immer noch jemand namens "Aramithea" (bzw. der modernen hebraeischen Form davon) im Wohnhaus, das darueber gebaut ist. Alles sehr... passend Icon_wink.

Um das deutlich zu machen: Man merkt an einer ganzen Reihe seiner Interpretationen, dass er sie passend machen will, wahrscheinlich aufgrund seines persoenlichen Glaubens. Deshalb mag ich ihm in vielen seiner Aussagen nicht folgen. Allerdings heisst das andererseits nicht, dass man bei ihm nicht einige wertvolle Gedanken finden wuerde, vor allem zur Entwicklung der Auferstehungs-Vorstellungen und was man dazu in der Archaeologie findet.
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