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Die olympischen Winterspiele in Russland - Hat das noch mit Sport zutun?
#46
(11-02-2014, 21:38)Sinai schrieb: Dann nach Beendigung des Mittelalters begann eine finstere Zeit.

(11-02-2014, 22:03)Ulan schrieb: Die hiess "Renaissance", nicht wahr? Generell bekannt fuer ihre Finsternis.


Im Zeitalter der Renaissancepäpste begann eine schlimme Zeit.
Europa zerfiel in eine Menge von einander feindlich gesinnten Nationen und es gab auch keine Jugendtreffen mehr.
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#47
(11-02-2014, 19:07)Gundi schrieb: Wenns mal so wäre.
Ist es ja zumeist auch. Oder hast Du belastbare Zahlen, die etwas anderes nahelegen? Würde mich wirklich interessieren.

Zitat:Vom Kraftsport ohnehin mal abgesehen, ist es vor allem in den Ausdauersportarten gar nicht so selten, dass auch im Breitensport auf verbotene Mittelchen zurück gegriffen wird.
Jedes Jahr steigende Teilnehmerzahlen bei Marathons, Ultraläufen, Ironmans... zeigen auch wie intensiv Laien oftmals ihren Sport ausüben.
Das dürften zwei Paar Schuhe sein. Tatsache ist, daß Analgetika z.T. weit verbreitet sind. Z.B. hat 2010 eine Umfrage beim Bonn-Marathon ergeben, daß die Hälfte der Teilnehmer vorher was eingeworfen hatten. Aber diese Mittel sind ja nicht verboten, und die wenigsten dürften sie zur Leistungssteigerung eingenommen haben. Der Grund war wohl meistens eher, daß diese Teilnehmer ihren Sport gerade nicht intensiv ausgeübt hatten und nun folglich fürchteten, Schmerzen zu bekommen und das Ziel nicht zu erreichen. Das ist aber wahrscheinlich ein marathontypisches Phänomen, wegen des Mythos, der sich nach wie vor um diesen Lauf rankt. Da wimmelt es von Einmaltätern, und dann darf am großen Tag natürlich nichts dem Zufall überlassen werden. Bei kürzeren Distanzen kommen wahrscheinlich viel weniger Pillen und Pülverchen zum Einsatz.

Verbotene Substanzen werden sicher auch verwendet, aber das dürfte weitaus seltener der Fall sein. Ich denke also schon, daß es ihn noch gibt, den Breitensport, der einfach nur Spaß macht.

Zitat:Ansonsten bin ich der Meinung, dass man den Profisport nicht ausschließlich verteufeln sollte. Das Ausloten der Grenzen (wie schnell kann ein Mensch rennen, springen, schwimmen...) ist imho ein typisch menschliches Phänomen.
Und es ist ja auch so, dass der Breitensport von den Erkenntnissen des Profisports oftmals profitiert. Ohne den Profisport wären viele Sportarten längst nicht so ausgereift und technisch verfeinert wie das heute der Fall ist.
Das sehe ich allerdings auch so. Und ich denke, daß der Profisport auch vor allem von der heimischen Couch aus verteufelt wird, weniger vom Fußballfeld, der Loipe oder dem Fahrradsattel aus.
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#48
(11-02-2014, 21:38)Sinai schrieb: Vor 3500 Jahren ging es absolut fair zu.
Damals war ein Bursche stolz, wenn er schneller laufen konnte als die Mitläufer, und es gab noch nicht das verderbte Konsumdenken von heute,


Ja, ja... die gute alte Zeit Icon_cheesygrin
Mal ernsthaft. Sport wurde, dort wo er als größere Veranstaltung inszeniert wurde, immer schon auch missbraucht.
Das war natürlich bei den olympischen Spielen der Antike kaum anders als heute. Teilweise sogar schlimmer. So gab es auch die Todesstrafe.
Auch war der Sport nur für wohlhabende überhaupt auszuüben, Arme konnten es sich nicht leisten ihre Zeit mit Sport zu vertun.
Beim Wagenrennen galt der Rennstallbesitzer als Sieger, nicht der Wagenlenker.
Deine rosarote Welt der Antike existierte so keineswegs.

(11-02-2014, 21:38)Sinai schrieb: Vor 3500 Jahren wurden Speere aus Holz geworfen, natürlich von geschickten Handwerkern hergestellt, aber es waren Speere aus Holz. Und keiner wäre auf die Idee gekommen, Kunststoffe oder Leichtmetall einzusetzen.


Tja, woran das wohl liegen mag... Vor 3500 Jahren fehlte schlicht das Wissen.

(11-02-2014, 21:38)Sinai schrieb: Im Mittelalter gab es keine Olympischen Spiele, da hieß das Turnier.
Auch da ging es abolut fair zu, da achtete schon der König darauf.


Das ist natürlich ein überzeugendes Argument Icon_rolleyes

(11-02-2014, 21:38)Sinai schrieb: Wenn ihm ein Regelverstoß zu Ohren kam, gab es strenge Strafen.
Das wurde nämlich als Angriff auf die Ehre des Königs gewertet.

Ach, und das würdest du gerne wieder haben?


(11-02-2014, 21:38)Sinai schrieb: Dann nach Beendigung des Mittelalters begann eine finstere Zeit. Europa zerfiel in eine Menge von einander findlich gesinnten Nationen und es gab keine Jugendtreffen mehr.


"...keine Jugendtreffen mehr". Ich wusste gar nicht, dass die olympischen Spiele der Antike und die Ritterturniere Jugendtreffen waren.

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#49
(11-02-2014, 22:23)Sinai schrieb:
(11-02-2014, 22:03)Ulan schrieb: Ich bin ja so neidisch. Ich waere auch gerne dabei gewesen.

Ich auch
Und alles nackt.
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#50
(11-02-2014, 22:16)Sinai schrieb: Ich hätte da eine Idee. Das Material soll normiert werden.

Speerwerfen:
Ein Speer hat exakt diese Länge, dieses Gewicht und ist aus diesem Material zu fertigen. Gleiches Recht für alle !

Für Größe, Gewicht, Material von offiziellen Wettkampfspeeren gibt es sehr wohl Regularien.
Und in anderen Sportarten gibt es das auch.
Zugegeben, nicht alles ist normiert. Vieles aber schon, gerade die eigentlichen Sportgeräte.


(11-02-2014, 22:16)Sinai schrieb: Denn es ist ja verdammt noch mal nicht interessant, wer die "bessere" Ausrüstung hat, so etwas verstößt dem Geist der Olympischen Spiele. Der Mensch ist wichtig, nicht das Material.

Der eine Mensch kommt aber mit dem einen Material besser zurecht. Der andere mit dem anderen. Eine totale Regulierung von allem, könnte daher ebenso den einen bevorzugen, den anderen benachteiligen.

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#51
(11-02-2014, 22:43)indymaya schrieb: Und alles nackt.

Woran Du wieder denkst...
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#52
(11-02-2014, 22:48)Ulan schrieb: Woran Du wieder denkst...
Andererseits kein Unterschied ob sie sich nackt oder mit Boxershorts gegenseitig in die Fresse hauen.
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#53
(11-02-2014, 22:34)Scheingreis schrieb:
(11-02-2014, 19:07)Gundi schrieb: Wenns mal so wäre.
Ist es ja zumeist auch. Oder hast Du belastbare Zahlen, die etwas anderes nahelegen? Würde mich wirklich interessieren.

Studien zum Doping im Breitensport sind wohl recht unsicher, da die Zusammenstellung von Daten schwierig sein soll (so habe ich es gelesen). Man findet einiges zu dem Thema, eine konkrete Statistik habe ich aber leider nicht zur Hand.

(11-02-2014, 22:34)Scheingreis schrieb:
Zitat:Vom Kraftsport ohnehin mal abgesehen, ist es vor allem in den Ausdauersportarten gar nicht so selten, dass auch im Breitensport auf verbotene Mittelchen zurück gegriffen wird.
Jedes Jahr steigende Teilnehmerzahlen bei Marathons, Ultraläufen, Ironmans... zeigen auch wie intensiv Laien oftmals ihren Sport ausüben.
Das dürften zwei Paar Schuhe sein. Tatsache ist, daß Analgetika z.T. weit verbreitet sind. Z.B. hat 2010 eine Umfrage beim Bonn-Marathon ergeben, daß die Hälfte der Teilnehmer vorher was eingeworfen hatten. Aber diese Mittel sind ja nicht verboten, und die wenigsten dürften sie zur Leistungssteigerung eingenommen haben.

Ich rede ja nicht von Schmerzmitteln. Habe früher intensiv Ausdauerlauf gemacht, heute Triathlon. Man bekommt zumindest viel Gerede mit, das der oder die eine was genommen haben soll. Von einigen weiß ich es auch konkret, dass sie es zumindest mal taten.
Und mal abgesehen vom Doping, steht der zeitliche Aufwand und die Intensität mit der einige Amateure ihren Sport ausüben, wirklich kaum der von Spitzensportlern hinten an. Kenne Trias, die jeden Tag drei Einheiten absolvieren, um beim nächsten Ironman irgendwelche Bestzeiten zu erreichen.
Möglich dass derartiges Verhalten gehäuft im Ausdauersport auftritt, da hier ohnehin recht lange Trainingszeiten absolviert werden müssen.
Und ich sage auch nicht, dass die Mehrheit ihren Sport so betreibt. Aber es gibt sie halt.

(11-02-2014, 22:34)Scheingreis schrieb: Der Grund war wohl meistens eher, daß diese Teilnehmer ihren Sport gerade nicht intensiv ausgeübt hatten und nun folglich fürchteten, Schmerzen zu bekommen und das Ziel nicht zu erreichen. Das ist aber wahrscheinlich ein marathontypisches Phänomen, wegen des Mythos, der sich nach wie vor um diesen Lauf rankt. Da wimmelt es von Einmaltätern, und dann darf am großen Tag natürlich nichts dem Zufall überlassen werden.

Leider hast du Recht. Marathon ist mittlerweile ein must-have für viele. Da geht es oft um den Lauf selber, weniger ums Training. Dabei ist ja afaik gerade das Training auf einen Wettkampf die Schwierigkeit, da man sich hierzu immer wieder motivieren muss. Beim Marathon selber, schüttet der Körper ohnehin genug Glückshormone aus.

(11-02-2014, 22:34)Scheingreis schrieb: Verbotene Substanzen werden sicher auch verwendet, aber das dürfte weitaus seltener der Fall sein. Ich denke also schon, daß es ihn noch gibt, den Breitensport, der einfach nur Spaß macht.

Ja sicher. Es gibt sie natürlich noch, die Jogger, Walker, Fitnessstudiogänger etc. Und sie werden auch noch die Mehrheit sein.
Aber es gibt eben auch diesen "semiprofessionellen" Amateur, und meiner Erfahrung nach nicht so wenige.

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#54
(11-02-2014, 22:42)Gundi schrieb: Auch war der Sport nur für wohlhabende überhaupt auszuüben, Arme konnten es sich nicht leisten ihre Zeit mit Sport zu vertun.

Ist heute noch viel schlimmer geworden.
Ein armer Bursche kann sich ein Segelboot, ein Reitpferd nicht leisten



(11-02-2014, 22:42)Gundi schrieb: Beim Wagenrennen galt der Rennstallbesitzer als Sieger, nicht der Wagenlenker.
Deine rosarote Welt der Antike existierte so keineswegs.

Zur Beachtung:
Das Wagenrennen war nicht olympische Disziplin !

Das Wagenrennen war keine edle griechische Veranstaltung, sondern ein Vergnügen für den Mob von Rom !
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#55
(11-02-2014, 22:47)Gundi schrieb: Zugegeben, nicht alles ist normiert. Vieles aber schon, gerade die eigentlichen Sportgeräte.

Es muß ALLES normiert sein, sonst läßt man ein Hintertürchen für unfaire Gesellen offen.
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#56
(11-02-2014, 22:47)Gundi schrieb: Der eine Mensch kommt aber mit dem einen Material besser zurecht. Der andere mit dem anderen. Eine totale Regulierung von allem, könnte daher ebenso den einen bevorzugen, den anderen benachteiligen.

Da darf man nicht handeln anfangen.
Luft hat 21 % Sauerstoff. Das ist für alle Menschen gleich.

Kann ja sein, daß ein Asthmakranker mit sauerstoffangereicherter Luft besser zurechtkommt (mit 50 % Sauerstoff) – aber im sportlichen Wettbewerb müssen halt gleiche Bedingungen gelten. Sonst hängt sich einer bei der Segelolympiade oder beim Tontaubenschießen oder beim Skifahren eine Sauerstofflasche auf den Rücken.

Mit Geld kommt er bald zu einem fachärztlichen Gutachten, daß er "gelegentlich Asthma" hat. Legt er noch ein paar tausend Euro dazu, dann bekommt er sogar ein Schreiben von einem Professor. Besonders in Übersee soll es käufliche Gutachten geben.

Muß ja gar kein Asthmakranker sein. Herr Karl kommt halt mit sauerstoffangereicherter Luft (26 %) besser zurecht als mit Normalluft . . .
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#57
(11-02-2014, 23:47)Sinai schrieb:
(11-02-2014, 22:47)Gundi schrieb: Der eine Mensch kommt aber mit dem einen Material besser zurecht. Der andere mit dem anderen. Eine totale Regulierung von allem, könnte daher ebenso den einen bevorzugen, den anderen benachteiligen.

Da darf man nicht handeln anfangen.
Luft hat 21 % Sauerstoff. Das ist für alle Menschen gleich.

Luft ist naturgegeben. Das Material eines Sportgeräts oder Trainingsanzugs aber nicht.

Und bei der Luft wird natürlich auch "getrickst". Stichwort: Höhentraining.

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#58
(11-02-2014, 23:33)Sinai schrieb:
(11-02-2014, 22:42)Gundi schrieb: Auch war der Sport nur für wohlhabende überhaupt auszuüben, Arme konnten es sich nicht leisten ihre Zeit mit Sport zu vertun.

Ist heute noch viel schlimmer geworden.
Ein armer Bursche kann sich ein Segelboot, ein Reitpferd nicht leisten

Aber heute gibt es Sportförderung. Zudem ist der Zugang heute wesentlich einfacher.

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#59
(11-02-2014, 23:52)Gundi schrieb:
(11-02-2014, 23:33)Sinai schrieb:
(11-02-2014, 22:42)Gundi schrieb: Auch war der Sport nur für wohlhabende überhaupt auszuüben, Arme konnten es sich nicht leisten ihre Zeit mit Sport zu vertun.

Ist heute noch viel schlimmer geworden.
Ein armer Bursche kann sich ein Segelboot, ein Reitpferd nicht leisten

Aber heute gibt es Sportförderung. Zudem ist der Zugang heute wesentlich einfacher.

Sportförderung ist ein schönes Schlagwort der Politik.
Kommt halt auf den Betrag an, den der Sportler bekommt . . .
Derzeit wird sie bei uns nur in homöopathischer Größenordnung gewährt.
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#60
(11-02-2014, 19:07)Gundi schrieb:
(11-02-2014, 17:18)petronius schrieb: breitensport, also sport, um spaß dran zu haben,ist sowieso was anderes und hat mit olympia, bundesliga usw. nichts zu tun

Wenns mal so wäre. Vom Kraftsport ohnehin mal abgesehen, ist es vor allem in den Ausdauersportarten gar nicht so selten, dass auch im Breitensport auf verbotene Mittelchen zurück gegriffen wird

stimmt schon

ist aber auch die sache jedes einzelnen

(11-02-2014, 19:07)Gundi schrieb: Jedes Jahr steigende Teilnehmerzahlen bei Marathons, Ultraläufen, Ironmans... zeigen auch wie intensiv Laien oftmals ihren Sport ausüben

wobei ich mich da schon frage, wie weit das aus spaß an der freud geschieht oder nicht eher aus angeberei bzw. um anderen zu beweisen, was man nicht für ein toller hecht ist - und eben genausokrank wie der sogenannte leistungssport

mein verständnis von sport zum vergnügen ist jedenfalls ein anderes

(11-02-2014, 19:07)Gundi schrieb: Da wird der Altersklassensieg einer olympischen Goldmedailie gleichgesetzt und sonst was auf sich genommen um noch zwei Sekunden mehr rauszuholen

sag ich ja

(11-02-2014, 19:07)Gundi schrieb: In Sachen Intensität, Zeitaufwand und leider auch Doping kann man kaum noch eine klare Grenze zwischen Profi- und Breitensport ziehen

doch. die grenze zwischen sport zum vergnügen und weil man sich oder anderen beweisen will, daß man besser ist als andere, ist recht einfach und klar zu ziehen

kommts mir darauf an, meinen körper zu bewegen, oder in irgendeiner rangliste aufzuscheinen?

(11-02-2014, 19:07)Gundi schrieb: Ansonsten bin ich der Meinung, dass man den Profisport nicht ausschließlich verteufeln sollte

ich verteufle nichts, es ist halt nicht meins

und entsprechend hab ich auch kein mitleid mit jedem, der sich bewußt darauf einläßt und sich und/oder seine gesundheit dabei ruiniert

(11-02-2014, 19:07)Gundi schrieb: Und es ist ja auch so, dass der Breitensport von den Erkenntnissen des Profisports oftmals profitiert. Ohne den Profisport wären viele Sportarten längst nicht so ausgereift und technisch verfeinert wie das heute der Fall ist

will ich das? brauch ich das?

eine radtour mit meinem hollandrad ist für ich mindestens so entspannend wie das downhill-race auf dem mtb für 3000 euro in der ausrüstung für weitere 1500 für so manchen enthusiasten

ich hab in meiner arbeit genug leistungsdruck, den muß ich mir nicht auch noch in der freizeit geben
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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