Umfrage: Das Kopftuchverbot für Lehrerinnen ist...
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Kopftuch & Beruf
@ Kopftuch und Beruf

Und was ist mit Burka und Nikab im Beruf?

Was für Berufe kann eine Frau in Burka oder Nikab denn überhaupt ausüben?
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(18-11-2017, 17:38)Rudi schrieb: Was um ein paar Fetzen Stoff doch ein Aufhebens gemacht wird.
Jede/r sollte sich so anziehen dürfen wie er /sie will.
Wenn man überlegt, dass bei uns Schwule heiraten dürfen (nix dagegen, macht was ihr wollt) und die freie Religionsausübung vom GG gewährleistet ist,
und dann verbietet man einer muslimischen Frau das Kopftuch, irgendwie geht das gar nicht. Dass aber auf fast jeder Illustrierten vorne eine Nackte drauf ist
das ist dann die Würde der Frau, Tard  hier läuft etwas grundfalsch.
edi meint:
eine naive sicht !
ich denke, das kopftuch sollte in einem grösserem zusammenhang  gesehen werden!
in einem religiös neutralen staat, sollte in staatlichen stellen, generell auf die verwendung  sakraler formen und symbole verzichtet werden, wie schulen, gerichten, universitäten. zu diesem komplex gehört nicht nur das kopftuch bei lehrerinnen und das  kreuz, sondern auch das schulgebet und die verwendung religiöser eide.
die vorgaben die das bundesverfassungsgericht gemacht hat, sind ohne wenn und aber einzuhalten, wie z.b. die kruzifixentscheidung 1995.
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Kopftücher werden demnächst wieder sehr in Mode kommen. "Coronaseidank" auch bei Männern als Atemschutz, bzw. Gesichtsmaske. Das staatliche Vermummungsgebot wird eingeführt.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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Kopftuch bei Lehrerinnen ist imho ein schwieriges Thema. Prinzipiell sollten religiöse Symbole aus nicht-privaten Institutionen fernbleiben. Allerdings macht es wohl einen Unterschied, ob ein Symbol von privatwegens getragen wird (wie das Kopftuch) oder nicht (wie das Kreuz an der Wand). Dementsprechend tendiere ich eher dazu, Lehrerinnen das Kopftuch im Unterricht zu erlauben.
Nun mag man aber einwenden, dass Lehrkräfte die eigene Weltanschauung zwar nicht verheimlichen, aber auch nicht offensichtlich damit werben sollen. Ich würde es z.B. auch nicht begrüßen, wenn Lehrkräfte Parteiabzeichen oder irgendwelche revolutionären Kampfsprüche am Revers tragen. Und ein Kopftuch ist natürlich schon ein sehr offensichtliches Symbol für eine gewisse Weltanschauung bzw. verknüpft man dies allgemein damit (ob es im Einzelfall dann auch stimmt, sei mal dahin gestellt). Würde ich etwa als Schüler von einer Muslima mit Kopftuch in Biologie unterrichtet werden, würde ich mich eventuell schon fragen, wie denn etwa die Evolutionstheorie vermittelt wird bzw. ob auch eventuell Glaubensansichten in den Unterricht mit einfließen. Auf der anderen Seite würde ein Kopftuchverbot derlei ja auch nicht verhindern. Und das Kreuz an der Kette ist auch absolut alltäglich und stört niemanden.
Schwierig... Eusa_think

Da gab es doch auch kürzlich ein Urteil vom Bundesverfassungsgericht, welches es als legitim ansah, Muslima das Tragen von Kopftüchern auf der Richterbank zu verbieten. Begründung: Verpflichtung des Staates zu religiöser Neutralität.

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(Gestern, 13:43)Gundi schrieb: Schwierig... Eusa_think

Da gab es doch auch kürzlich ein Urteil vom Bundesverfassungsgericht, welches es als legitim ansah, Muslima das Tragen von Kopftüchern auf der Richterbank zu verbieten. Begründung: Verpflichtung des Staates zu religiöser Neutralität.

Aber wenn wiedermal der Papst auf Besuch ist und allen seine Segen gibt (Urbi et Orbi) ... gilt bezüglich staatlichen Neutralität selbstverständlich der absolute Ausnahmezustand. Nun ja..

Die Kleiderordnung gehörte ehemals zum "guten Ton" und wenn Europäerinnen Länder besuchen, in denen das Tragen von Kopftüchern für Frauen zum guten Ton gehört, passen sich die allermeisten ja eh an. Muslime die anderes herum erwarten, dass man ihnen gegenüber aus Respekt überall die kulturellen Symbole entfernt wo sie auftreten, haben halt keine Bildung. Ich, als ein sich bekennender fundamentalistischer Atheist, hab mich... ganz ehrlich... noch nie daran gestört, wenn Menschen andere Kulturkreise über ihre Tracht ihre eigene kulturelle Identität demonstrieren wollen. Aber ich habe schon einige male herzhaft darüber gelacht... ich Unmensch.
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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gundi schreib:
Die Kleiderordnung gehörte ehemals zum "guten Ton" und wenn Europäerinnen Länder besuchen, in denen das Tragen von Kopftüchern für Frauen zum guten Ton gehört,
edi meint:
das ist eine verharmlosungung der tatsachen!
in einigen islamischen ländern wurden und werden frauen ausgepeitscht, wenn sie sich nicht an die  islamische kleidervorschriften halten. auch bei uns stehen viele  islamische frauen unter dem druck ihrer lebenspartner, väter, oder brüder, islamische kleidervorschriften  zu beachten. deshalb ist die behauptung mancher muslime, ein kopftuch gehört zur religionsfreiheit falsch, denn davon steht nichts im koran.
die frage die sich aufdrängt: wie säkular muss der staaat sein?
wie viele religiöse symbole  verträgt eine multireligiöse gesellschaft?
das bundesverfassungsgericht hat im zusammenhang  mit dem urteil  im kopftuchverbot für lehrerinnen  2003 angemahnt, die  "pflicht des staates zu weltanschaulich religiöser neutralität" strenger zu handhaben, um konflikte zwischen den religionen zu vermeiden.
für richterinnen und staatsanwälte ist die rechtslage eindeutig. landesgesetze  wie das berliner "weltanschauungssymbolgesetz" schreiben vor, keine sichtbaren religiösen symbole zu tragen. zum vergleich: im laizistischen frankreich ist das verbot  religiöser symbole im gerichtssaal, natürlich auch das kreuz, verboten.
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(Vor 10 Stunden)edi schrieb: gundi schreib:
Die Kleiderordnung gehörte ehemals zum "guten Ton" und wenn Europäerinnen Länder besuchen, in denen das Tragen von Kopftüchern für Frauen zum guten Ton gehört,
edi meint:
das ist eine verharmlosungung der tatsachen!

Das hat aber der gundi doch gar nicht "verharmlost". Icon_smile

(Vor 10 Stunden)edi schrieb: in einigen islamischen ländern wurden und werden frauen ausgepeitscht, wenn sie sich nicht an die  islamische kleidervorschriften halten.


Du weist doch sicher, dass solche unsinnigen Pauschalisierungen wie, "In einigen islamischen Ländern" werden Frauen ausgepeitscht" für einen gebildeten Menschen irgendwie unpassend sind.

Auch deswegen, weil das einzige (islamische) Land von dem laut Medien gelegentlich Auspeitschungen wegen Missachtung öffentlicher religiöser Gefühle bekannt sind.. einzig und allein Saudi-Arabien ist. Bezüglich tatsächlich stattfindender Auspeitschung von Frauen, die sich nicht ganz an die Kleiderordnung halten, hab ich bis dato überhaupt noch nie etwas gehört. Ich kann zwar von mir nicht auch auf alle anderen schließen.. aber schon allein nur mein Hausverstand sagt mir, dass die heute in Saudi Arabien lebenden Frauen in dieser streng sittlichen Kultur und Tradition aufgewachsen sind und deswegen auch sehr Stolz auf ihre saudiarabische Kleiderordnung sein müssten.

Wenn der Koran und somit Allah sagt, die Frau sei dem Manne untertan, dann empfindet das jede gläubige Muslima als eine große Ehre. Ich denke dass können wir alle, die da nicht so eingeweiht sind, durchaus mal respektieren.

Bezüglich Gewalt gegenüber Frauen.. Ich kann nicht beurteilen, in wie weit Muslime diesbezüglich schlimmer sind.. Auch Nichtmuslime und sogar manch deutscher russischer italienischer Ungläubige verprügelt sein Frau regelmäßig. (Wie man so aus den Medien und öffter auch mal Nachbars Wohnungen nebenan hört)
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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(Vor 10 Stunden)edi schrieb: gundi schreib:
Die Kleiderordnung gehörte ehemals zum "guten Ton" und wenn Europäerinnen Länder besuchen, in denen das Tragen von Kopftüchern für Frauen zum guten Ton gehört,
edi meint:

edi, du schiebst hier Gundi ein Zitat unter. Der zitierte Satz stammt von Geobacter.
Bitte mach dich mit der Zitierfunktion vertraut.
Auch wären deine Beiträge lesbarer, wenn du Groß-und Kleinschreibung besser berücksichtigen würdest.
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Ich habe jahrelang beruflich in einem muslimisch geprägten aber saekular aufgestellten Land gelebt. Im Alltag trugen die Frauen in einer Kleinstadt fast alle und überall Kopftuch. Sobald sie aber in Schule, Post, Behoerde hinter dem Schalter saßen, mussten sie  es ablegen. Und das klappte. Wer es nicht wollte, musste halt den Beruf wechseln und im Kraemerladen arbeiten.

Und in Deutschland wird ein Riesenbohei um die Kooftuchlehrer geführt.

Ich meine, im laizistisch organisierten Frankreich dürfen in Behörden, Schulen pp. auch keine Tücher getragen werden.
Und was ist mit den Nonnen?
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(Vor 7 Stunden)Davut schrieb: Und was ist mit den Nonnen?


Ein gefährliches zündeln.
Denn wir sind hier in Deutschland und nicht in Arabien
Deutschland ist berühmt dafür, dass es für objektiv gesehen wohl eher "nebensächliche" religiöse Fragen einen blutigen Ausrottungskrieg führen kann - siehe den Dreißigjährigen Krieg . . .
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(Vor 7 Stunden)Davut schrieb: Und was ist mit den Nonnen?

Ich hatte in der 6. 7. 8. Klasse eine Nonne als Lehrerin. Die hat sich auch nicht ans Kopftuchverbot gehalten..
Der Mensch erschuf sich Gott nach seinem "Bilde" und hat noch immer schwer daran zu schaffen. 
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Kopftuecher waren noch in der Nachkriegsgeneration in Deutschland ein gebraeuchliches Kleidungsstueck. Gerade fuer Garten- und Feldarbeit war das als Schutz der Frisur vor Wind und Wetter ganz normal.
Also auch bei uns war das Kopftuch noch zu meinen Lebzeiten ein ganz normales Kleidungsstueck fuer Frauen. Auf dem Land habe ich das auch noch in den Achtzigern oefter gesehen.
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(Vor 5 Stunden)Ulan schrieb: Kopftuecher waren noch in der Nachkriegsgeneration in Deutschland ein gebraeuchliches Kleidungsstueck. Gerade fuer Garten- und Feldarbeit


Kopftuch ist nicht gleich Kopftuch. Kleidungsstück ist nicht gleich Kleidungsstück
Es gibt auch politische Kleidungsstücke

Beispiel:
Ein Stallbursche trägt kein weißes Hemd, dies verschmutzt sofort, sondern ein braunes.
Ein Student mit braunem Hemd fällt aber auf!
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Ja sicher gibt's die. Dennoch gibt es immer noch Laender, in denen ein Kopftuch auch sonst nach Regeln des Anstands Pflicht ist, was der Ausgangspunkt der Bemerkung war. Z.B., in Griechenland darf eine Frau ohne Kopftuch auch heute noch keine Kirche betreten; wobei auch andere Kopfbedeckungen erlaubt sind, aber Kopfbedeckung muss sein. Weil's halt so in der Bibel steht.
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