Umfrage: Wird sich in den nächsten 50 Jahren was ändern?
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Misstände in der kath. Kirche
#16
Ich verstehe nicht, wieso sich in der rkk alles ändern müsste?
Ist es nicht eher so, dass wir hier in Europa uns mit den genannten Dingen schwer tun, die in anderen Teilen der Welt aber als völlig in Ordnung empfunden werden, zumindest von den Gläubigen Katholiken?
Gerade der neue Papst zeigt doch, dass ein Nicht-Europäer hier die Gläubigen in der Welt wieder erreichen kann. Wir in Europa sind nicht das Maß aller Dinge, es gibt auch Gläubige im Rest der Welt, die keine Veränderungen haben wollen. Uns erscheinen diese Dinge eher problematisch, weil wir diese Dinge auch immer wieder kritisert bekommen und glauben, dass eine Religion mit dem Zeitgeist mitgehen müsste. Aber viele Gläubige sehen das nicht so.
with great power comes great responsibility

Entscheidungen machen uns zu denen, die wir sind. Und wir haben immer die Wahl, das Richtige zu tun.
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#17
(11-04-2013, 00:39)paradox schrieb: Ich verstehe nicht wieso sich in der rkk alles ändern müsste?

Weil die RKK frauenfeindlich und homophob ist sowie grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien ablehnt. In anderen Teilen der Welt mag das als anständig empfunden werden, weil Homophobie und Frauenfeindlichkeit ohnehin noch an der Tagesordnung sind und man von einem Rechtsstaat weit entfernt ist. Das ändert nichts an der Notwendigkeit, solch krasse Missstände schnellstmöglich zu verändern.
Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Friedrich Nietzsche)
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#18
(11-04-2013, 00:39)paradox schrieb: Ich verstehe nicht, wieso sich in der rkk alles ändern müsste?
Ist es nicht eher so, dass wir hier in Europa uns mit den genannten Dingen schwer tun, die in anderen Teilen der Welt aber als völlig in Ordnung empfunden werden, zumindest von den Gläubigen Katholiken?

das kann man so pauschal nicht sagen

und die frage ist halt schon, ob man nun demokratische strukturen, gleichberechtigung, partizipation und eigenverantwortung generell für erstrebenswert hält oder einfach sagt, wenns um die religion geht, soll das alles nicht mehr gelten

(11-04-2013, 00:39)paradox schrieb: Gerade der neue Papst zeigt doch, dass ein Nicht-Europäer hier die Gläubigen in der Welt wieder erreichen kann

tut er das?

er hat sich doch noch gar nicht wirklich programmatisch geäußert

(11-04-2013, 00:39)paradox schrieb: Wir in Europa sind nicht das Maß aller Dinge, es gibt auch Gläubige im Rest der Welt, die keine Veränderungen haben wollen. Uns erscheinen diese Dinge eher problematisch, weil wir diese Dinge auch immer wieder kritisert bekommen und glauben, dass eine Religion mit dem Zeitgeist mitgehen müsste. Aber viele Gläubige sehen das nicht so.

das eben ist die frage, welche die rkk sich selbst beantworten muß: wollen wir zur sekte verkommen oder an der welt teilnehmen?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#19
(11-04-2013, 00:39)paradox schrieb: Ich verstehe nicht, wieso sich in der rkk alles ändern müsste?
Ist es nicht eher so, dass wir hier in Europa uns mit den genannten Dingen schwer tun, die in anderen Teilen der Welt aber als völlig in Ordnung empfunden werden, zumindest von den Gläubigen Katholiken?

Eine berechtigte Frage. Und zu einem Teil wird es wohl auch so sein.
Auch verstehe ich oftmals nicht, wenn sich Leute, die nicht mal Anhänger der Kirche sind sich über deren Ansichten und Vorstellungen echauffieren. Wer meint die Rolle der Frau ist nicht zeitgemäß muss ja nicht eintreten. Die Kirche ist kein Staat, sondern eine Institution, die sich ihre Regeln selbst aufstellen kann.
Aber: Beeinflusst das Verhalten der Kirche auch das Leben von Leuten die mit ihr nix zu tun haben, so kann man sich darüber selbstverständlich aufregen (zb. im Bezug auf die Glaubensangehörigkeit bei der Jobsuche oder dem erschreckenden Vorfall im Kölner Krankenhaus vor nicht langer Zeit.)
Auch kann ich es verstehen, wenn Katholiken keinen Austritt aus der Kirche möchten, sondern lieber Veränderungen innerhalb der selbigen.
Weiterhin glaube ich aber auch, dass viele Anhänger der Kirche genau dieses Unverrückbare möchten, einen Fixpunkt der eben nicht dem Zeitgeist unterworfen ist.

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#20
(11-04-2013, 09:46)petronius schrieb:
(11-04-2013, 00:39)paradox schrieb: Ich verstehe nicht, wieso sich in der rkk alles ändern müsste?
Ist es nicht eher so, dass wir hier in Europa uns mit den genannten Dingen schwer tun, die in anderen Teilen der Welt aber als völlig in Ordnung empfunden werden, zumindest von den Gläubigen Katholiken?

das kann man so pauschal nicht sagen

und die frage ist halt schon, ob man nun demokratische strukturen, gleichberechtigung, partizipation und eigenverantwortung generell für erstrebenswert hält oder einfach sagt, wenns um die religion geht, soll das alles nicht mehr gelten

So wie ich paradox verstehe, stellt er vor allem die Frage ob es in Ordnung ist, quasi unsere Vorstellung auch für andere verbindlich machen zu wollen, obwohl diese mit den alten Vorstellungen eventuell gar kein Problem haben.
Wie ich finde, eine sehr interessante Frage, auch außerhalb des Religionsbezugs.

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#21
Hallo Meryem,

ich würde diese Fragen nicht unbedingt als Missstände bezeichen.

(30-03-2013, 10:58)Meryem schrieb: Ich weiß, dass ist ein Thema, das vielen zum Hals raushängt. Icon_razz

Langezeit war ich selber Katholikin und ich habe mich auch mal mit diesen Problemen beschäftigt.

Ich benenne mal einige:
1. Zölibat
Ich denke, dass könnte sehr leicht geändert werden würde m. E. aber sicherlich nicht alle Probleme lösen.
Zitat:2. Reichtum der kath. Kirche
Ich denke es immer auch die Frage, was mit dem Reichtum angefangen wird. Da kann man auch durchaus unterschiedlicher Meinung sein.
Zitat:3. Verbot der Verhütung
Ich denke, die Frage wird in der Öffentlichkeit überbewertet.
Gott hat den Menschen einen Kopf gegeben zum Denken.
Zitat:4. Unanfechtbarkeit des Papstes?
Ich denke, das ist kaum von Bedeutung. Paul VI., Johannes Paulus I. + II., Benedikt und bis heute auch Papst Franziskus haben davon keinen Gebrauch gemacht.

Zitat:Um die Diskussion etwas weiterzufassen will ich noch eine Frage in den Raum stellen:

Wie meint ihr wird die kath. Kirch sich diesbezüglich weiterentwickeln?
Hat der Papst einen Einfluss darauf?

Sicherlich hat der Papst eine gewisse Bedeutung. Aber auch anderen Sachen wie zum Beispiel das II. Vatikanische Konzil und die Menschen in und außerhalb der Kirche haben eine größere Bedeutung, denke ich.

Gruß
Gerhard

P.S.: Ich habe bei der Umfrage mit "Ja" gestimmt.
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#22
(11-04-2013, 18:29)Gundi schrieb: Auch verstehe ich oftmals nicht, wenn sich Leute, die nicht mal Anhänger der Kirche sind sich über deren Ansichten und Vorstellungen echauffieren. Wer meint die Rolle der Frau ist nicht zeitgemäß muss ja nicht eintreten. Die Kirche ist kein Staat, sondern eine Institution, die sich ihre Regeln selbst aufstellen kann

einen staat nennt sie ja sogar noch ihr eigen

und gerade für die rkk ist religion natürlich nicht privatsache, sondern sie fühlt sich im gegenteil aufgerufen zur gesellschaftlichen einflußnahme
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#23
(11-04-2013, 18:36)Gundi schrieb: So wie ich paradox verstehe, stellt er vor allem die Frage ob es in Ordnung ist, quasi unsere Vorstellung auch für andere verbindlich machen zu wollen, obwohl diese mit den alten Vorstellungen eventuell gar kein Problem haben

guter punkt

sieh das ganze einfach mal aus der sicht derjenigen, die sich fragen, ob denn diejenigen die macht haben sollen, welche "alten Vorstellungen" anhängen, diese auch für jene verbindlich zu erklären, die "mit neuen Vorstellungen eventuell gar kein Problem haben"
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#24
(12-04-2013, 22:52)petronius schrieb:
(11-04-2013, 18:29)Gundi schrieb: Auch verstehe ich oftmals nicht, wenn sich Leute, die nicht mal Anhänger der Kirche sind sich über deren Ansichten und Vorstellungen echauffieren. Wer meint die Rolle der Frau ist nicht zeitgemäß muss ja nicht eintreten. Die Kirche ist kein Staat, sondern eine Institution, die sich ihre Regeln selbst aufstellen kann

einen staat nennt sie ja sogar noch ihr eigen

und gerade für die rkk ist religion natürlich nicht privatsache, sondern sie fühlt sich im gegenteil aufgerufen zur gesellschaftlichen einflußnahme
Wie ist denn die zu befolgend Orientierung, wenn man über die rkk spricht.

Der christliche Glaube mit den entsprechenden christlichen
Glaubensinhalten oder die dogmatische rkk-Theologie ?
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#25
(12-04-2013, 23:02)Harpya schrieb: Wie ist denn die zu befolgend Orientierung, wenn man über die rkk spricht

gen himmel
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#26
(12-04-2013, 23:17)petronius schrieb:
(12-04-2013, 23:02)Harpya schrieb: Wie ist denn die zu befolgend Orientierung, wenn man über die rkk spricht

gen himmel
Der Himmel ist doch allgemein "oben".
Tja wo ist denn oben, jenachdem wo man steht
liegt man immer richtig was man unter oben versteht.

Wenn einer auf der anderen Seite der Welt steht ist mein "oben" bei ihm "unten".
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#27
(12-04-2013, 22:52)petronius schrieb: und gerade für die rkk ist religion natürlich nicht privatsache, sondern sie fühlt sich im gegenteil aufgerufen zur gesellschaftlichen einflußnahme

Sicher. Der Versuch der Einflussnahme der RKK ist ja auch wieder etwas, dass (zumindest theoretisch) jeden betrifft, auch die Nicht-Katholiken. Zb. wenn es um Arbeitsplätze in Krankenhäusern und Kitas unter kirlicher Leitung geht.
Hingegen kann es mir persönlich als Nicht-Katholik ziemlich egal sein ob die Kirche weiterhin am Zölibat festhällt oder nicht. Das ist schlicht eine Sache der Mitglieder bzw. der Betroffenen. Ebenso die Rolle der Frau in der Kirche. Wer mit derlei Regeln nicht konform geht, muss ja nicht Mitglied im Verein bleiben.
Sicherlich habe auch ich eine Meinung dazu, dennoch liegt es mir fern hier Forderungen an die Kirche zu stellen.

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#28
(12-04-2013, 22:56)petronius schrieb:
(11-04-2013, 18:36)Gundi schrieb: So wie ich paradox verstehe, stellt er vor allem die Frage ob es in Ordnung ist, quasi unsere Vorstellung auch für andere verbindlich machen zu wollen, obwohl diese mit den alten Vorstellungen eventuell gar kein Problem haben

guter punkt

sieh das ganze einfach mal aus der sicht derjenigen, die sich fragen, ob denn diejenigen die macht haben sollen, welche "alten Vorstellungen" anhängen, diese auch für jene verbindlich zu erklären, die "mit neuen Vorstellungen eventuell gar kein Problem haben"

Womit wir bei der Frage wären, wonach sich die Kirche richtet? Und solange "die neuen Vorstellungen" nur von einer Minderheit (weltweit) getragen werden, gibt es für sie wohl eher keinen Grund darauf einzugehen und die große Mehrheit ihrer Mitglieder zu verprellen, die eben auch trotz oder sogar wegen der konservativen Vorstellungen Anhänger sind.

Was ich halt oftmals nicht verstehe ist die Forderung zu Veränderungen an die Kirche auch von Seiten Nicht-Betroffener. Wenn einem Katholiken die Kirche wichtig ist, er aber Probleme mit gewissen Regeln hat, so ist die Kritik natürlich legitim.
Für mich als Unbetroffenen muss sich die Kirche jedoch keineswegs ändern. Ihren Einfluss in der Welt (und hier besonders in den dritte-Welt-Staaten) sollte man imho eher mit Bildung und Entwicklung entgegen treten. Dann kann die Kirche bleiben wie sie ist und würde vermutlich nach und nach immer mehr Mitglieder verlieren. Und wer die alten Vorstellungen teilt, bleibt halt Mitglied.

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#29
Heutige vieldiskutierte Themen sind evtl. noch nicht mal
wegen des Themas an sich interessant, sonder weil es an
den Grundfesten rüttelt. Die für ewig festzunageln ist ein Missstand.

"Wenn man beispielsweise im Nanen der Nichtdikriminierung
die katholische Kirche zwingen will, ihre Position
zur Homosexualität oder zur Frauenordination zu ändern,
dann heißt das, das sie nicht mehr ihre eigene Identität leben darf....."
Benedict XVI, 2010

Da wollen die ewig Gestrigen die Probleme von Heute lösen ?
das Thema ist dabei egal.
Da müssen gerade die moralisieren, wo die Führungskräfte ausschlieslich männlich sind und
die weit überwiegende Mehrzahl der tatsächlichen Arbeit von mager bis garnicht
(Hand für Koje und Verpflegung) bezahlten weiblichen Arbeitsbienen geleistet wird.
Und das auch noch vom Staat, dessen Recht man ständig aushebeln will und oft auch kann.
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#30
(12-04-2013, 23:47)Harpya schrieb: Heutige vieldiskutierte Themen sind evtl. noch nicht mal
wegen des Themas an sich interessant, sonder weil es an
den Grundfesten rüttelt. Die für ewig festzunageln ist ein Missstand.

"Wenn man beispielsweise im Nanen der Nichtdikriminierung
die katholische Kirche zwingen will, ihre Position
zur Homosexualität oder zur Frauenordination zu ändern,
dann heißt das, das sie nicht mehr ihre eigene Identität leben darf....."
Benedict XVI, 2010

Aber da hat der Benedikt doch gar nicht so unrecht. Auch wenn ich die Meinung der RKK zu diesen Themen nicht teile (ja sogar ablehne), ist sie als solche doch nun mal ihre Meinung.
Problematisch ist imho halt der Einfluss den die Kirche weltweit noch hat. Aber wie bereits geschrieben, finde ich es besser den Einfluss als solchen zu reduzieren, anstatt nur die Vorgabe zu ändern, welche durch die RKK gemacht wird.

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