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Okkultismus, was ist das?
#1
carey_1349 (Thema: Über mich, Beitrag 32) schrieb:Ich kann nachvollziehen, dass manche angepisst sind, wenn einige die Lehren von Lavey, Crowley, Left/Right Hand Path, Okkultismus, Schwarze/Weiße Magie in ein und denselben Topf werfen und diesen dann als "Satanismus" oder "Okkultismus deklarieren und folglich einfach nicht unterscheiden.

Was möchtest Du unterschieden haben?

Okkultismus ist ein Überbegriff. Welche Abgrenzungen würdest Du gerne berücksichtigt sehen? Was genau ist für Dich Okkultismus?

Zwei Zitate aus der einschlägigen Literatur:

Zitat:Während sich okkulte Praktiken die gesamte Menschheitsgeschichte zurückverfolgen lassen, ist der Okkultismus als Gedankengebäude mit darauf aufbauenden Schulen (Spiritismus; Theosophie; Anthroposophie) erst ein Produkt gegenaufklärerischer Strömungen. […]

Der Okkultismus ist als gegenwärtig relevante Ideologie ein Produkt säkularer Gesinnung und eine neue Stufe in der Rezeption vormoderner Weisheitstradition und Praktiken (Magie; Astrologie; Hermetik; Alchemie). […]

Okkultorden: ... Trotz der Behauptung in der Tradition ägyptischer und indischer Priestergemeinschaften zu stehen, sind die heutigen Okkultorden (zB Ordo Saturni, Thelema, Illuminates of Thanateros, etc.) vor allem durch die sexualmagischen, orgastischen und okkulten Praktiken des 1901 von Carl Kellner gegründeten und später von Aleister Crowley geleiteten Ordo Templi Orientis beeinflusst.

LThK, Bd. 7, S. 1011f.

Zitat:Satanische Bewegungen, die sich auf Crowley beziehen, meinen zu wissen, dass in der pseudoreligiösen Thelema-Philosophie die prinzipielle Verneinung gesellschaftlicher Normen begründet würde, die dem Individuum jegliche Freiheit gewähre, auch die Freiheit, Böses zu tun. Diese Einschätzung bezieht sich zumeist auf sexuelle Ausschweifung, ritualmagische Praktiken zur Erlangung persönlicher Befriedigung und die radikale Entfaltung der Persönlichkeit um jeden Preis.
[…]
Der moderne Satanismus, also die Teufelsanbetung, das Feiern schwarzer Messen und eine Ritualisierung des Bösen, ist eine Kehrseite des Wertewandels der sechziger- und siebziger Jahre , der Versuch mit provozierend-negativen Wertalternativen zu spielen, was vor allem in der satanistischen Jugendszene ein wichtiges Motiv sein dürfte.

S. Doering-Manteuffel, Okkultismus, Verl. Beck 2011, S. 100f.

Vielleicht gibst Du uns einen kurzen Überblick Deiner Definition von Okkultismus?
MfG B.
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#2
Hallo und erstmal sorry für die verspätete Antwort, hatte gerade etwas viel um die Ohren.

Zu deinen Fragen:
„Was möchtest du unterschieden haben?“

Ich möchte eben die von dir genannten Untergruppen unterschieden haben.
Mir ist sehr wohl klar, dass Okkultismus ein Überbegriff all dieser Untergruppen ist.
Ich nehme an, du differenzierst im Christentum auch zwischen den Seiten?
Oder wirfst du Kreationisten und und liberal/aufgeklärte Katholiken in einen Topf? (Ich nehme mal an: nein).
Wenn (rein hypothetisch!) ein Kreationist einen Abtreibungsarzt tötet, wird man auch nicht sagen, „Pööööses Christentum ist Schuld!“, nein eher, dass diese Person krank ist, bzw. diese eine extreme religiöse Strömung schlecht ist.

Deshalb kann ich nicht sagen (übertrieben!), jeder Okkultist opfert Tiere, trinkt Blut oder feiert Orgien im großen Stile. NEIN! Genauso wie in all den Glaubensrichtungen gilt auch hier die Regel der Extreme.


Womit ich zu deiner 2. Frage komme:
„Vielleicht gibst Du uns einen kurzen Überblick Deiner Definition von Okkultismus?“

Ich kann und will Okkultismus nicht klar definieren!
Okkultismus ist für mich individuell. Für mich z.B. bedeutet er, mich zu entfalten, Dinge aus anderen Perspektiven zu sehen, andere Wege zu gehen, Magie, alle Ängste zu überwinden, Antworten auf Fragen zu finden, etc.
Okkultismus ist sehr persönlich, gar intim. Aus diesem Grund wissen die wenigsten über die Praxis der verschiedenen okkulten Schulen/Strömungen Bescheid und verbinden deshalb den Begriff Okkultismus mit Böse.

Meiner Meinung nach gibt es keine eindeutige Definition.
Fragen beantwortet?

Grüße
Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen. - Richard Dawkins
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#3
carey_1349 schrieb:Fragen beantwortet?

Ja!

Zitat:Mir ist sehr wohl klar, dass Okkultismus ein Überbegriff all dieser Untergruppen ist.
Ich nehme an, du differenzierst im Christentum auch zwischen den Seiten?
Oder wirfst du Kreationisten und und liberal/aufgeklärte Katholiken in einen Topf? (Ich nehme mal an: nein).

Wenn (rein hypothetisch!) ein Kreationist einen Abtreibungsarzt tötet, wird man auch nicht sagen, „Pööööses Christentum ist Schuld!“, nein eher, dass diese Person krank ist, bzw. diese eine extreme religiöse Strömung schlecht ist.

Natürlich!

Mir sind Vertreter der christlichen Friedentheologie sympathisch, hingegen ich Kreationisten in ihren Pseudowissenschaftlichen Aussagen nicht für voll nehme und gegen Fundamentalisten, wenn sie gewalttätig werden, nach Möglichkeiten auftrete.

Ebenso halte ich es mit Okkultisten:

Grundsätzlich deckt sich meine Meinung über den Okkultismus mit der Adornos (in: Minima Moralia 151, Frankfurt 1951).

Solange niemand dabei zu Schaden kommt und unter allen Beteiligten einvernehmen herrscht, sind mir okkulte Praktiken (auch rituell-sexuelle Handlungen) gleichgültig und gegebenen falls von soziologischem (und historischem) Interesse.

Zitat:Meiner Meinung nach gibt es keine eindeutige Definition.

Wie schon gesagt: Okkultismus ist ein Überbegriff, unter dem sich einiges versammelt.

Vom Tischleinrücken bis zu Schwarzen Messen, manchmal mit recht ekelhaftem Beiwerk.
MfG B.
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#4
Gut, dann ist die Sache ja abgeschlossen! :)
Wenn es keine Fragen mehr zu dem Thema gibt, kann der Thread ja geschlossen werden.

Grüße
Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen. - Richard Dawkins
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#5
(15-03-2012, 15:41)carey_1349 schrieb: Meiner Meinung nach gibt es keine eindeutige Definition

dann kannst du aber auch nichts unterscheiden

es ist schon seltsam mit den satanisten usw.: sie sind immer gleich furchtbar beleidigt, weil man ihnen angeblich alles mögliche fälschlicherweise unterstellt - aber wenn man mal einfach nachfragt, um erklärungen bittet (damit man eben keine vorstellungen mehr haben muß) - dann kommt nix mehr
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#6
WARUM soll man die verschiedenen Untergruppen nicht unterscheiden können?

Was war meine Aussage?
a.) Es gibt keine Definition von Okkultismus!
b.) Es gibt FÜR MICH keine Definition von Okkultismus!

Ich habe auf die Fragen, die mir gestellt worden sind, geantwortet. Es wurde nicht gefragt, was die allgemeingültige Definition ist, sondern wie ICH Okkultismus definiere! Also was ist dein Problem?

Weiters finde ICH auch, dass die Untergruppen unterschieden werden sollen, weil sonst ein Vergleich von Äpfel und Birnen erfolgt.

Grüße

Was ist denn DEINE exakt beschriebene Definition?
Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns, damit zufrieden zu sein, dass wir die Welt nicht verstehen. - Richard Dawkins
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#7
(20-03-2012, 09:26)carey_1349 schrieb: WARUM soll man die verschiedenen Untergruppen nicht unterscheiden können?

woran soll man sie unterscheiden können, wenn sie nichts über sich sagen, sondern auf nachfrage beleidigt schweigen?

(20-03-2012, 09:26)carey_1349 schrieb: Weiters finde ICH auch, dass die Untergruppen unterschieden werden sollen, weil sonst ein Vergleich von Äpfel und Birnen erfolgt.

aber was sind denn nun die unterschiede?

sag doch mal

(20-03-2012, 09:26)carey_1349 schrieb: Was ist denn DEINE exakt beschriebene Definition?

wofür?

was wörter bedeuten, kann man im wörterbuch nachlesen (duden: "Lehre von vermuteten übersinnlichen, nach Naturgesetzen nicht erklärbaren Kräften und Dingen"). daß jeder seine privatdefinition macht und für die diskussion als gültig voraussetzt, ist nicht zielführend


was ich an dir nicht verstehe: du weigerst dich, eine diffrenzierte definition der verschiedenen strömungen vorzunehmen, wirfst aber deinen gesprächspartnern vor, nicht zu differenzieren. deshalb noch mal meine frage:

wonach soll den überhaupt differenziert werden, wenn keine diffrenzierte selbstbeschreibung der verschiedenen gruppen vorliegt?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#8
Zitat:woran soll man sie unterscheiden können, wenn sie nichts über sich sagen, sondern auf nachfrage beleidigt schweigen?

WANN habe ich bitte auf eine Nachfrage beleidigt geschwiegen?!

Gut, dann werde ich in den nächsten Tagen eine kleine Zusammenfassung schreiben, damit es möglich ist zu unterscheiden.

Nochmal: Ich antworte nur auf Fragen, die mir gestellt werden!
Und wenn es heißt "Bringe deine Ansicht zum Ausdruck" (Bion: Vielleicht gibst Du uns einen kurzen Überblick Deiner Definition von Okkultismus?),
schreibe ich nicht eine allgemeingültige Definition!

Zitat:was wörter bedeuten, kann man im wörterbuch nachlesen (duden: "Lehre von vermuteten übersinnlichen, nach Naturgesetzen nicht erklärbaren Kräften und Dingen"). daß jeder seine privatdefinition macht und für die diskussion als gültig voraussetzt, ist nicht zielführend

Genau das war aber die Fragestellung!


Grüße
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#9
(20-03-2012, 13:14)carey_1349 schrieb: WANN habe ich bitte auf eine Nachfrage beleidigt geschwiegen?!

das war nicht unbedingt persönlich und auf dich gemünzt

aber hier z.b. http://religionsforum.de/showthread.php?...#pid111419

(20-03-2012, 13:14)carey_1349 schrieb: Nochmal: Ich antworte nur auf Fragen, die mir gestellt werden!

fein

zur erinnerung: die frage war, was denn nun der unterschied zwischen dem sein soll, von dem du so eindrücklich beklagst, daß es angeblich in einen topf geworfen wird

(20-03-2012, 13:14)carey_1349 schrieb:
Zitat:was wörter bedeuten, kann man im wörterbuch nachlesen (duden: "Lehre von vermuteten übersinnlichen, nach Naturgesetzen nicht erklärbaren Kräften und Dingen"). daß jeder seine privatdefinition macht und für die diskussion als gültig voraussetzt, ist nicht zielführend

Genau das war aber die Fragestellung!

eine definition ist keine fragestellung
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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