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7-Tage-Adventisten?
#1
Ich richte das Thema mal speziell an Angelika:
Ich habe noch nie etwas von den "7-Tage-Adventisten" gehört und Wikipedia erklärt das ganze jetzt nicht wirklich aufschlußreich.
Was versteht man darunter genau, um was für eine religiöse Gruppe handelt es sich?
Und ich lade auch mal alle anderen ein, Fragen zu stellen oder Meinungen zu schreiben, insofern friedlich darüber gesprochen und nicht ohne "Beweise" verurteilt wird.
Ich hoffe das klappt ;)
Gruß
Motte

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#2
Na ich weiß jetzt nicht mal richtig was ich dazu sagen soll. Ich finde den Wikipedia-Artikel gar nicht so schlecht.

Was fragst du dich denn genau? Empfehlen kann ich natürlich unsere Webseite:

.adventisten.de/ueber-uns/unser-glaube/

Wir sind eine protestantisch-adventistische Freikirche. Wir haben etwa 16 Millionen Mitglieder (es werden nur getaufte Kirchenmitglieder gezählt) und es gibt uns in über 200 Ländern. Entstanden sind wir im 19. Jahrhundert in den USA um Ellen G. White, James S. White und Joseph Bates. Gegenüber anderen Kirchen fallen wir wohl besonders durch das Halten des Sabbats und unserer adventistischen Erwartungen und Vorstellungen auf.
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#3
Wiki schrieb:Der Name „Siebenten-Tags-Adventisten“ nimmt darauf Bezug, dass die Kirchenmitglieder Adventisten sind, also an eine baldige Wiederkehr von Jesus Christus glauben und den siebten Wochentag nach der biblischen Zählung, den Samstag (Sabbat), heilig halten; anders als die meisten Christen, die den ersten Wochentag (nach der kirchlichen Zählung der Sonntag) als Tag der Auferstehung feiern.

Wobei sich durch die Wiederkehr von J.C.G. reichlich Diskrepanzen ergeben.
"What can be asserted without proof can be dismissed without proof." [Christopher Hitchens]
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#4
(01-09-2010, 20:08)humanist schrieb:
Wiki schrieb:Der Name „Siebenten-Tags-Adventisten“ nimmt darauf Bezug, dass die Kirchenmitglieder Adventisten sind, also an eine baldige Wiederkehr von Jesus Christus glauben und den siebten Wochentag nach der biblischen Zählung, den Samstag (Sabbat), heilig halten; anders als die meisten Christen, die den ersten Wochentag (nach der kirchlichen Zählung der Sonntag) als Tag der Auferstehung feiern.

Wobei sich durch die Wiederkehr von J.C.G. reichlich Diskrepanzen ergeben.

Wie meinen?
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#5
Ich gehe mal davon aus, daß es sicu um die damalige Einstellung handelte (woran viele glaubten und die Wiederkehr Christi falsch auslegten), daß Jesus v.N. alsbald wiederkehren würde. Diese Endzeithoffnung bzw -glaube war von vielen Menschen damals aus verschiedenen Wunschvorstellungen heraus entstanden und u.a. in der Offenbahrung von Johannes genährt worden. Daß diese Ansicht eine recht trügeriche war, wird auch heute noch von extremen Gruppierungen geleugnet, da sie bis zum heutigen Tag die Bibel als ein Werk ansehen, dessen Worte 1:1 zu übernehmen seien und den Aspekt einer Überlieferung verleugnen.

Gruß
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#6
(01-09-2010, 23:12)alwin schrieb: Ich gehe mal davon aus, daß es sicu um die damalige Einstellung handelte (woran viele glaubten und die Wiederkehr Christi falsch auslegten), daß Jesus v.N. alsbald wiederkehren würde. Diese Endzeithoffnung bzw -glaube war von vielen Menschen damals aus verschiedenen Wunschvorstellungen heraus entstanden und u.a. in der Offenbahrung von Johannes genährt worden. Daß diese Ansicht eine recht trügeriche war, wird auch heute noch von extremen Gruppierungen geleugnet, da sie bis zum heutigen Tag die Bibel als ein Werk ansehen, dessen Worte 1:1 zu übernehmen seien und den Aspekt einer Überlieferung verleugnen.

Gruß

Wir sind noch immer davon überzeugt, dass Jesus bald wiederkehren wird. Inwiefern sind wir "extrem"? Wen haben wir je etwas getan?
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#7
(01-09-2010, 18:21)Angelika schrieb: Na ich weiß jetzt nicht mal richtig was ich dazu sagen soll. Ich finde den Wikipedia-Artikel gar nicht so schlecht.

Was fragst du dich denn genau? Empfehlen kann ich natürlich unsere Webseite:

.adventisten.de/ueber-uns/unser-glaube/

Wir sind eine protestantisch-adventistische Freikirche. Wir haben etwa 16 Millionen Mitglieder (es werden nur getaufte Kirchenmitglieder gezählt) und es gibt uns in über 200 Ländern. Entstanden sind wir im 19. Jahrhundert in den USA um Ellen G. White, James S. White und Joseph Bates. Gegenüber anderen Kirchen fallen wir wohl besonders durch das Halten des Sabbats und unserer adventistischen Erwartungen und Vorstellungen auf.

Ich kenne die STA vor allem in ihrem Zusammenhang mit den Zeugen Jehovas. Ein Prediger (Miller) der STA prophezeite für 1848 das 2. Kommen Christi. Das kam nicht, und so wurde DEN MITGLIEDERN die Schuld gegeben, da sie ZUVIEL HINEININTERPRETIERT HÄTTEN (eine Taktik, die ZJ oft angewendet hatten).
Dann gibt es bei Alex (vormals Offener Kanal Berlin) eine Sendung aus den USA, die eingedeutscht ist, und in der andere Kirchen (vor allem katholiken) schlechtgemacht werden.
Und zu guter letzt dadurch, dass ich eine Versammlung der STA besuchte, wo Frauen als untergeordnete Wesen dem mann gegenüber gesehen wird, obwohl die Bibel vom Apostelamt der Frau redet.
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#8
Also muß ich das als eine Abart des Christentums halten? Du glaubst also an den christlichen Gott und hälst dich an das AT? Was unterscheidet die 7TA zB von den Evangelikalen? Oder anderen christlichen Abarten?
Gruß
Motte

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#9
(02-09-2010, 02:30)Witch of Hope schrieb:
(01-09-2010, 18:21)Angelika schrieb: Na ich weiß jetzt nicht mal richtig was ich dazu sagen soll. Ich finde den Wikipedia-Artikel gar nicht so schlecht.

Was fragst du dich denn genau? Empfehlen kann ich natürlich unsere Webseite:

.adventisten.de/ueber-uns/unser-glaube/

Wir sind eine protestantisch-adventistische Freikirche. Wir haben etwa 16 Millionen Mitglieder (es werden nur getaufte Kirchenmitglieder gezählt) und es gibt uns in über 200 Ländern. Entstanden sind wir im 19. Jahrhundert in den USA um Ellen G. White, James S. White und Joseph Bates. Gegenüber anderen Kirchen fallen wir wohl besonders durch das Halten des Sabbats und unserer adventistischen Erwartungen und Vorstellungen auf.

Ich kenne die STA vor allem in ihrem Zusammenhang mit den Zeugen Jehovas. Ein Prediger (Miller) der STA prophezeite für 1848 das 2. Kommen Christi. Das kam nicht, und so wurde DEN MITGLIEDERN die Schuld gegeben, da sie ZUVIEL HINEININTERPRETIERT HÄTTEN (eine Taktik, die ZJ oft angewendet hatten).
Dann gibt es bei Alex (vormals Offener Kanal Berlin) eine Sendung aus den USA, die eingedeutscht ist, und in der andere Kirchen (vor allem katholiken) schlechtgemacht werden.
Und zu guter letzt dadurch, dass ich eine Versammlung der STA besuchte, wo Frauen als untergeordnete Wesen dem mann gegenüber gesehen wird, obwohl die Bibel vom Apostelamt der Frau redet.

Also ich wurde nach über sechs Jahren noch nicht als "untergeordnetes Wesen" bezeichnet. Eine der Gründerinnen der Kirche und Botin Gottes Ellen G. White ist eine Frau. Frauen können nicht ordiniert werden, aber von einer Konferenz ebenso wie Männer beauftragt werden einen bestimmten Dienst zu erfüllen. Ich kenne auch persönlich Frauen die dies seit Jahren tuen. Du kannst ja mal nach dem Projekt "enditnow" bei Google suchen. Setz man sich so für "untergeordnete Wesen" ein?

Zum biblischen Männer- und Frauenbild können wir gern diskutieren. Vielleicht aber in einem anderen Thema.

Was irgendwo irgendwelche einzelnen Adventisten sagen, dazu kann ich nicht umfassend Stellung nehmen. Durchaus möglich das ein Adventist quatsch erzählt. Sogar ein bekannter Adventist Walter J. Veith erzählt manchmal ziemlich viel Unsinn. Offizielle Stellungnahmen der STA sind von Konferenzen bestätigte Dokumente.

Mit den Zeugen Jehovas haben wir nichts zu tun. William Miller sagte die Wiederkunft Christi für Daten von 1843 bis 1844 voraus. Das waren aber in dem Sinne noch keine STA, sondern sozusagen eine Vorläufergruppe. William Miller gilt für uns nicht irgendwie als unfehlbar oder sonst etwas ebenso wie seine Anhänger. Entsprechend mögen sie Fehler gemacht haben, also auch Miller selbst. Wie dem auch sei. 1844 begann Christi Dienst im Himmlischen Heiligtum. Insofern lag Miller mit dem Datum schon nicht so falsch, er hat nur fehlinterpretiert was da passieren würde.
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#10
(02-09-2010, 06:56)Schmettermotte schrieb: Also muß ich das als eine Abart des Christentums halten? Du glaubst also an den christlichen Gott und hälst dich an das AT? Was unterscheidet die 7TA zB von den Evangelikalen? Oder anderen christlichen Abarten?

Wir sind eine christliche Freikirche. Inwiefern sollten wir denn eine "Abart" des Christentums sein? Ich versuche mich an die gesamte Heilige Schrift zu halten. An das Alte Testament so wie es Jesus erfüllt und nicht aufgehoben hat (Mt 5,17ff).

Andere Freikirchen haben ja auch ihre Besonderheiten. Das müsste man dann von Fall zu Fall schauen. Ich kann dir sagen warum ich STA geworden bin: Weil ich denke, dass dies eine Gemeinschaft ist in der das Evangelium rein verkündigt und versucht wird zu leben. Und das ist schließlich wozu eine Kirche ist.

Ich zitiere aus dem Artikel der Wikipedia "Evangelikalismus":

Zitat:Der Evangelikalismus (vom englischen evangelicalism) ist eine theologische Richtung innerhalb des Protestantismus, die sich auf die hohe Autorität oder Irrtumsfreiheit der Bibel als zentrale Grundlage christlichen Glaubens beruft. Evangelikale Christen können verschiedenen protestantischen Konfessionen angehören, sie können beispielsweise reformiert, lutherisch, baptistisch, methodistisch oder anglikanisch sein, aber auch in konfessionsübergreifenden oder nicht-konfessionellen Gruppierungen ihre geistliche Heimat haben. In Deutschland gehören evangelikale Christen sowohl den evangelischen Landeskirchen als auch den Freikirchen an. Evangelikale sind der Überzeugung, dass zum Christentum eine klare persönliche Willensentscheidung (Bekehrung) und eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus gehören.

- Protestanten sind wir im weitesten Sinne
- die Bibel ist die zentrale Grundlage des christlichen Glaubens
- wir sind eine Freikirche
- man entscheidet sich persönlich zu Jesus Christus, Gott gab uns den freien Willen

- aber als Adventist ist man aber nun einmal Adventist und nicht Lutheraner, Baptist, etc. (Die können natürlich adventistische Gemeinden besuchen und ist nicht vom Heil ausgeschlossen.)
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#11
(02-09-2010, 11:47)Angelika schrieb: Wir sind eine christliche Freikirche. Inwiefern sollten wir denn eine "Abart" des Christentums sein?

indem ihr bestimmte positionen vertretet, die andere christen so nicht vertreten
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#12
(02-09-2010, 12:30)petronius schrieb:
(02-09-2010, 11:47)Angelika schrieb: Wir sind eine christliche Freikirche. Inwiefern sollten wir denn eine "Abart" des Christentums sein?

indem ihr bestimmte positionen vertretet, die andere christen so nicht vertreten

In der Regel vertreten alle Kirchen (leicht) abweichende Positionen. Deswegen gibt es ja verschiedene Kirchen. Welche Kirche ist denn die "Normalkirche" hier? Sind alles "abarten" der römisch-katholischen Kirche?
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#13
Als Abarten bezeichne ich ganz frei die Gruppierungen, die an den christlichen Gott glauben, die Bibel als Grundlage betrachten usw, also die Grundpfeiler mit dem Christentum teilen. Ich zB gehöre einer ganz anderen Glaubensrichtung an und habe nichts mit dem Christentum gemein, egal in welcher Abart. Das war nicht negativ gemeint ;) Will einfach verstehen was gemeint ist.
Gruß
Motte

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#14
(02-09-2010, 14:01)Schmettermotte schrieb: Als Abarten bezeichne ich ganz frei die Gruppierungen, die an den christlichen Gott glauben, die Bibel als Grundlage betrachten usw, also die Grundpfeiler mit dem Christentum teilen. Ich zB gehöre einer ganz anderen Glaubensrichtung an und habe nichts mit dem Christentum gemein, egal in welcher Abart. Das war nicht negativ gemeint ;) Will einfach verstehen was gemeint ist.

Eine Abart ist immer eine Abweichung. Eine Abart würde meinen eine Abweichung vom Christentum. Aber inwiefern weichen wir vom Christentum ab?

Wie "was gemeint ist"? Ich versteh leider noch immer nicht so genau was exakt du wissen magst. :(

Ich denke aber unsere formulierten Glaubenspunkte werden dir sicher einige Fragen beantworten:

adventisten.de/ueber-uns/unser-glaube/unsere-glaubenspunkte/
advent-verlag.de/cms/cms/upload/pdf/sta_glaubenspunkte_2006.pdf


Und hier so ein Infofaltblatt was ich ganz nett finde:

advent-verlag.de/cms/cms/upload/download/STA-aufeinenBlick-2009.pdf


(Ich wer das nicht lesen will, soll bitte nicht draufklicken. Keine Lesepflicht.)
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#15
(02-09-2010, 13:04)Angelika schrieb: In der Regel vertreten alle Kirchen (leicht) abweichende Positionen

und manche abweichendere

(02-09-2010, 13:04)Angelika schrieb: Welche Kirche ist denn die "Normalkirche" hier?

es gibt imho nicht so etwas wie eine "Normalkirche"

(02-09-2010, 13:04)Angelika schrieb: Sind alles "abarten" der römisch-katholischen Kirche?

nach sicht der rkk vermutlich ja. aber schon die orthodoxen sehen das wohl anders
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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