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Der Zen-Weg Aspekt: Keine Belohnung im Zen
#1
Auch das basiert auf einem Beitrag von Anna4 in dem anderen Strang:

Anna schrieb dort:

Eine der Grundfesten von Zen-Praxis ist, sich um das Satori nicht weiter zu kümmern, sondern eben um die Praxis, denn die ist nämlich selbst "bodhi". Der Grund liegt darin, daß man auch Satori nicht im Kühlschrank aufbewahren kann.
Bekommt bei uns jeder gleich zu erfahren. Es gibt keine Belohnung


Was ist dann die Motivation dafür, Zen zu praktizieren?
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#2
(24-08-2010, 15:20)agnostik schrieb: Was ist dann die Motivation dafür, Zen zu praktizieren?

Hat ein Hund Buddha-Natur?

MU.
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#3
(24-08-2010, 15:47)Der-Einsiedler schrieb:
(24-08-2010, 15:20)agnostik schrieb: Was ist dann die Motivation dafür, Zen zu praktizieren?

Hat ein Hund Buddha-Natur?

MU.

Geht der Hund den Zen-Weg?
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#4
(24-08-2010, 15:20)agnostik schrieb: Was ist dann die Motivation dafür, Zen zu praktizieren?

Muß ja jeder selbst für sich rausbekommen.
In meinem Fall würde ich sagen: ich empfinde es jetzt als die mir angemessene "Bewegungsform". Andere Begründungen oder Motivation brauch ich da nicht.

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#5
So ähnlich denk ich mir das auch. So ähnlich wie ein Bewegungsdrang. Oder der Drang, Argumentationskurse zu besuchen. Oder einen Malkurs zu machen.
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#6
(24-08-2010, 20:25)Karla schrieb: So ähnlich denk ich mir das auch. So ähnlich wie ein Bewegungsdrang. Oder der Drang, Argumentationskurse zu besuchen. Oder einen Malkurs zu machen.
Wobei da dann was u.U "was rauskommt" (auskommen könnte), womit man anderswo punken könnte :).
Das ist mit Zazen schwer zu machen - es sei denn, man gibt genau das auf.

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#7
(24-08-2010, 20:55)anna4 schrieb:
(24-08-2010, 20:25)Karla schrieb: So ähnlich denk ich mir das auch. So ähnlich wie ein Bewegungsdrang. Oder der Drang, Argumentationskurse zu besuchen. Oder einen Malkurs zu machen.
Wobei da dann was u.U "was rauskommt" (auskommen könnte), womit man anderswo punken könnte :).
Das ist mit Zazen schwer zu machen - es sei denn, man gibt genau das auf.

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Punkten kann man mit allem. Aber ich sprach darum von dem Bewegungsdrang als Beispiel.
Klar, Zazen würde man dann weglassen. Aber meine Argumentation lief auf die Beantwortung der gestellten Frage hinaus.
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#8
Danke mal erst für die Antworten.

Ich akzeptiere sie für fortgeschrittene Praktiker des Zen.

Aber was ist die Motivation, damit anzufangen?
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#9
(24-08-2010, 20:55)anna4 schrieb: Wobei da dann was u.U "was rauskommt" (auskommen könnte), womit man anderswo punken könnte :).
Das ist mit Zazen schwer zu machen - es sei denn, man gibt genau das auf

oh, in bestimmten kreisen macht man mit zen bestimmt punkte

ob man will oder nicht. wär also unfair, wenn sich das auf das karma auswirkte

(just kidding)





aber warum zen?

ja, ich könnte mir die neugier vorstellen, sich auf eine völlig andere bewußtseinsweise oder gar bewußtseinsmethode einzulassen (vergebt mir die ausdrucksweise, aber ich hab keine ahnung von zen und versuche nur mein - wohl mediengeschuldetes - image von zen zu skizzieren)

die - vielleicht ursprünglich erhoffte, aber durch zunehmende verinnerlichung von zen irrelevant werdende - "belohnung" wäre somit ein bewußtseins- oder auch erkenntnis-"zustand" komplementär zu unserem alltagsdenken. klingt zumindest für mich schon verlockend, nur scheue ich die mühe


file under: ansichten von außen/kompetenzlevel: bescheiden
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#10
(24-08-2010, 21:52)petronius schrieb: ja, ich könnte mir die neugier vorstellen, sich auf eine völlig andere bewußtseinsweise oder gar bewußtseinsmethode einzulassen (vergebt mir die ausdrucksweise, aber ich hab keine ahnung von zen und versuche nur mein - wohl mediengeschuldetes - image von zen zu skizzieren)
Neugier ja. In meinem Fall dadurch, daß ich von dem der Typ, der mein späterer Lehrer wurde, den Eindruck hatte, daß er offensichtlich wußte, wovon er sprach. Was man ja nicht gerade häufig findet.

(24-08-2010, 21:52)petronius schrieb: klingt zumindest für mich schon verlockend, nur scheue ich die mühe
Hm, aber das ist doch irgendwie mit jeder Sache so, die ein Mensch unternimmt: erst macht es immer Mühe.

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#11
(24-08-2010, 22:13)anna4 schrieb: Neugier ja. In meinem Fall dadurch, daß ich von dem der Typ, der mein späterer Lehrer wurde, den Eindruck hatte, daß er offensichtlich wußte, wovon er sprach. Was man ja nicht gerade häufig findet

das hilft natürlich. image allein kans ja für den ernsthaft interessierten nicht sein

(24-08-2010, 22:13)anna4 schrieb: Hm, aber das ist doch irgendwie mit jeder Sache so, die ein Mensch unternimmt: erst macht es immer Mühe

o ja...

man setzt halt prioritäten, wofür man seine kraft einsetzt. was an sich ja vielleicht schon heißt, für zen einfach noch nicht reif zu sein
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#12
Wenn ich das alles lese, so scheint mir, dass es beim Zen doch "Belohnung" gibt, wenn nicht nach dem Tod so doch vorher.

Zen wird also nicht nur praktiziert, damit keine nachteiligen Handlungen für die Anderen entstehen.

Oder sehe ich das mal wieder falsch?
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#13
nun, bei Zen ist es so, das Zen dir nichts geben kann, weil Zen nichts hat,..d.h. Zen bringt dir nur eine Klarheit über dein Handeln, über deine Beweggründe, über deine Position,..und das eben dies alles nicht vom Zen kommt, sondern in dir selbst ruht,..ist jetzt etwas kompliziert ausgedrückt,...Ziel ist es ja, eigentlich kein Ziel mehr zu haben, den ein Ziel bedeutet Verlangen,..im Zen steht aber der Augenblick, die Tätigkeit im vordergrund,..füllst du Zen mit einem Ziel, so füllst du Zen mit Verlangen, was wiederum nicht mehr Zen ist,..wenn ich mir also vom Praktizieren des Zazen eine Belohnung erwarte, so kanns eigentlich nicht funktionieren, weil ich mir da ja ein Ziel stecke,..
Die gefährlichste Meinung ist die Meinung der Leute, die gar keine eigene Meinung haben
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#14
anna hat recht. zen ist praxis, reine praxis. daher gibt es verschiedene praxiswege des zen. anhand der wege, kann der praktizierende üben. trotzdem ist das alltägliche genug des weges.
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#15
(24-08-2010, 22:28)petronius schrieb: man setzt halt prioritäten, wofür man seine kraft einsetzt. was an sich ja vielleicht schon heißt, für zen einfach noch nicht reif zu sein
Es gibt eigentlich keinen "Reifegrad" der Bedingung für Zen darstellt - Zen ist gerade das Gegenmodell zu den sog. "Stufenwegen" im Buddhismus - also: mach erst mal das und das und dann bist Du reif für was "Höheres".
Aber sicherlich richtig ist, daß es igendeinen Anlaß geben muß, sich da reinzubewegen. Ob nun bewußt oder unbewußt ist dieser dann der, daß die bisherigen Prioritäten allesamt doch nicht zu den jeweils gewünschten Ergebníssen geführt haben - und man beginnt, sich mit der Frage "Warum" auseinanderzusetzten - auch das kann ein noch unbewußter Prozess sein.
Und bestimmt gibt es noch andere Erscheinungsformen des Weges, der bei uns Zen heißt, diesem "Warum" auf die Spur zu kommen, ich kann nur nichts darüber sagen.

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