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Christliche Unterschiede?
#16
Gerhard schrieb:Könnten wir Christen uns da nicht für
Einheit in Vielfalt einsetzen
oder welche Aspekte sprechen konkret dagegen?


Hallo Gerhard,
vielen Dank für Deine Antwort Icon_lol

Ja, da gebe ich Dir recht: Einheit in Vielfalt , das wäre schon etwas -doch wie weit soll die Vielfalt gehen? Wann wird die ursprüngliche Botschaft unkenntlich? Ein aktuelles Beispiel: Der methodistische Präsident George Bush ist der Meinung: "Wir haben die christliche Pflicht, die uns von Gott geschenkte Freiheit zu verteidigen"
Dient solch eine christliche Argumetation und die damit verbundenen Agression noch der Wahrung christlicher Vielfalt ?

Gerhard schrieb:Wäre das nicht ein Weg für die Christlichen Kirchen, zusammen zu finden?

Durchaus denkbar. EINE Botschaft Ein Geist, sollte man ja meinen. Ich kann mich allerdings manchmal des Eindrucks nicht erwehren, daß gerade die großen Konfessionen von ihrer gegenseitigen Abgrenzung leben. Hierzu fällt mir spontan das Gleichnis von den untreuen Weingärtnern ein, die den Anteil Gottes lieber für sich selbst behalten wollen....Es geht halt - wie so oft - nicht um die Sache selbst, sondern um die Wahrung kleinkarierter menschlicher Interessen. Davon will ich mich selbst garnicht ausnehmen....Icon_sad

herzliche Grüße
Uruk
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#17
Hallo Uruk!

Den ersten Teil habe ich mit PN beantwortet, da es in den Bereich der Politik geht, eben nicht in den Bereich Glauben bzw Christentum.
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#18
Uruk schrieb:
Gerhard schrieb:Wäre das nicht ein Weg für die Christlichen Kirchen, zusammen zu finden?

Durchaus denkbar. EINE Botschaft Ein Geist, sollte man ja meinen. Ich kann mich allerdings manchmal des Eindrucks nicht erwehren, daß gerade die großen Konfessionen von ihrer gegenseitigen Abgrenzung leben. Hierzu fällt mir spontan das Gleichnis von den untreuen Weingärtnern ein, die den Anteil Gottes lieber für sich selbst behalten wollen....Es geht halt - wie so oft - nicht um die Sache selbst, sondern um die Wahrung kleinkarierter menschlicher Interessen. Davon will ich mich selbst garnicht ausnehmen....Icon_sad

herzliche Grüße
Uruk

Hoffen wir, daß sie über ihre Schatten springen. Wir können ja schon ein mal damit anfangen.

LG Gerhard
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#19
Hallo

Zum "aktuelles Beispiel":
Zitat:Der methodistische Präsident George Bush ist der Meinung: "Wir haben die christliche Pflicht, die uns von Gott geschenkte Freiheit zu verteidigen"
Einheit im Grundsatz und Vielfalt im Detail gehören zusammen. So sehr, dass im Detail auch heftiger Widerspruch zulässig ist.

"Detail" meint Prinzipien - direkt aus dem Glauben heraus und aus diesem abgeleitet, also nur bedingt (und auch nicht immer) noch mit eigentlich reliiösen Wurzeln verbunden. Demokratie und der mit ihr verbundene Freiheitsbegriff ist eher säkular - weltlich. Idealtypische "demokratische Grundsätze" z.B. 'Passen' noch ganz gut mit'Christentum' (als eine Religion) zusammen; die ge- und erlebte Praxis schon weniger; es gibt etwa Ungerechtigkeiten. - Vielfalt heißt denn auch, was einer meint, gilt nicht verbindlich für alle.

Und tatsächlich ist auch die Gefahr groß, "Gottes Wille" und eigene Vorstellungen so untrennbar zu vermischen, dass schließlich ureigene Ziele die (des von mir gedachten) Gottes scheinen. Dazu gibt es eine schon sehr alte Warnung: "Trage nicht Deinen Wahn auf Seinen deines Gottes Namen ..." (nach Buber-Rosenzweig; in gängigen Bibelübersetzungen steht "du sollst den Namen des Herrn deines Gottes nicht mißbrauchen. Damit nun keiner nach heutigem Sprachgebrauch "Wahn" mit "Irrsinn" verwechselt: es gibt das kaum noch gebräuchliche Verb "wähnen", das wir meist nur noch in "erwähnen" kennen.) - Konkret: "Freiheit" (an sich) mag noch ein mit Glaubensgrundsätzen sehr weit vereinbarer "Wert" sein - Vorstellungen aber, wie diese denn auszusehen habe, sind zunehmend mit menschlichem "wähnen" verknüpft. Dabei ist "wähnen" durchaus OK - nur muss ich wissen, dass ich hier meine Vorstellungen und nicht "Gottes Willen" folge.

Mit Konsequenzen.

Menschen neigen dazu, einen Wert absolut zu setzen - und dabei dann andere Werte zu verletzen.

Dann meint Verfolgen von Werten - wie "Freiheit verteidigen" - auch Handeln. Damit können - aus religiöser Sicht - die eingesetzten Mittel nicht mehr beliebig sein.

Übrigens folgt auch die "Einheit in der Vielfalt" dem Gebot, nicht den eigenen Wahn auf Seinen Namen zu übertragen. Diese Versuchung ist in den einzelnen Religionen und Denominationen gross: deren (menschliches) Verständnis für die "einzig wahre" zu halten ...
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