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Köstliche Geschichte :)
#1
:D Geschrieben von -> Hermann van Veen (1974)

Als Gott nach langem Zögern wieder mal nach Hause ging, war es sagenhaftes Wetter und das erste, was Gott tat, war die Fenster sperrangelweit zu öffnen, um sein Häuschen gut zu lüften.

Und Gott dachte, vor dem Essen werd ich mir noch kurz die Beine vertreten und er lief den Hügel hinab zu jenem Dorf von dem er genau wußte, daß es da lag.

Und das erste, was Gott auffiel, war daß mitten im Dorf während seiner Abwesenheit etwas geschehen war, was er nicht kannte.

Mitten auf dem Platz stand eine Masse mit einer Kuppel und einem Pfeil der pedantisch nach oben wies. Und Gott rannte mit Riesenschritten den Hügel hinab, stürmte die monumentale Treppe hinauf und befand sich in einem unheimlichen, naßkalten, halbdunklen, muffigen Raum.

Und dieser Raum hing voll mit allerlei merkwürdigen Bildern: viele Mütter mit Kindern mit Reifen überm Kopf und ein fast sadistisches Standbild von einem Mann an einem Lattengerüst.

Und der Raum wurde erleuchtet von einer Anzahl fettiger, gelblich-weißer triefender Substanzen, aus denen Licht leckte. Er sah auch eine höchst unwahrscheinliche Menge kleiner Kerle herumlaufen mit dunkelbraunen und schwarzen Kleidern und dicken Büchern unter müden Achseln die selbst aus einiger Entfernung leicht modrig rochen.

,,Komm mal her... was ist das hier?" ,,Was das ist? Das ist eine Kirche mein Freund, das ist das Haus Gottes, Freund." ,,Aha... wenn das hier das Haus Gottes ist, Junge, warum blühen hier dann keine Blumen, warum strömt dann hier kein Wasser und warum scheint dann hier die Sonne nicht, Bürschchen?" ,,Das weiß ich nicht." ,,Kommen hier viele Menschen her, Knabe?" ,,Es geht in letzter Zeit ein bißchen zurück, mein Freund." ,,Und woher kommt das deiner Meinung nach, oder hast du keine?" ,,Der Teufel... ,es ist der Teufel, der Teufel ist in die Menschen gefahren, die Menschen denken heutzutage, daß sie selbst Gott sind und sitzen lieber auf ihrem Hintern in der Sonne."

Und Gott lief fröhlich pfeifend aus der Kirche auf den Platz, da sah er auf einer Bank einen kleinen Kerl in der Sonne sitzen und Gott schob sich neben das Männlein, schlug die Beine übereinander und sagte: ...“Kollege!“ :lol:
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#2
Hallo Sita!

Vielen Dank für Deine Geschichte; wirft sie doch gerade für uns Christen die Frage auf, ob es so richtig ist, wie wir unser Christentum heute leben.

ChristIn zu sein hört eben an der Kirchentür nicht auf.

Gruß
Gerhard
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#3
Gerade letzten Sabbat habe ich darüber eine ganz tolle Prdigt gehört...die Botschaft war, daß wir Siebenten Tags-Adventisten auch Sieben Tage-Adventisten sein sollen, sprich sieben Tage die Woche lang, nicht nur am Sabbat.
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#4
Gott spricht zum Menschen

Ich spreche zu dir. Sei still, wisse - ich bin Gott

Ich sprach zu dir, als du geboren wurdest. Sei still, wisse- ich bin Gott

Ich sprach zu dir bei deinem ersten Blick. Sei still, wisse - ich bin Gott

Ich sprach zu dir bei deinem ersten Wort. Sei still, wisse - ich bin Gott

Ich sprach zu dir bei deinem ersten Gedanken. Sei still, wisse - ich bin Gott.

Ich sprach zu dir bei deiner ersten Liebe. Sei still, wisse - ich bin Gott.

Ich spreche zu dir durch das Gras der Wiese. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich spreche zu dir durch die Bäume der Wälder. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich spreche zu dir durch die Täler und Hügel. Sei still, wisse - ich bin Gott.

Ich spreche zu dir durch die heiligen Berge. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich spreche zu dir durch Regen und Schnee. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich spreche zu dir durch die Wogen des Meeres. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich spreche zu dir durch den Tau des Morgens. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich spreche zu dir durch den Abendfrieden. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich spreche zu dir durch das Leuchten der Sonne. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich spreche zu dir durch Donner und Blitz. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich spreche zu dir durch den geheimnisvollen Regenbogen. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich werde zu dir sprechen, wenn du alleine bist. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich werde zu dir sprechen durch die Weisheit der Alten. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich werde zu dir sprechen am Ende der Zeit. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich werde zu dir sprechen, wenn du meine Engel gesehen hast. Sei still - wisse, ich bin Gott.

Ich werde zu dir sprechen in Ewigkeit. Sei still, wisse - ich bin Gott.

Ich spreche zu dir. Sei still - wisse, ich bin Gott.
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#5
Ich spreche zu Dir durch ander Menschen. Sei still, wisse- ich bin Gott.

Ich spreche direkt zu Dir. Sei still, wisse- ich bin Gott.

Ja bei all der Hektik und Lautstärke ist es schwer, die Stille aufzubringen um zu hören und auch sich darauf einzulassen.

Danke Dieter :)
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#6
Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde,
da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen.
Zuletzt wurde ich ganz still.
Ich wurde, was womöglich ein noch größerer Gegensatz zum Reden ist,
ich wurde ein Hörer. Ich meinte erst, Beten sei Reden.
Ich lernte aber, daß Beten nicht bloß Schweigen ist, sondern Hören.
So ist es: Beten heißt nicht sich selbst reden hören,
Beten heißt still werden und still sein und warten,
bis der Betende Gott hört. - (Kierkegaard)

Aber Leben ist nicht nur Beten -
sonst müßten alle Frommen schweigen.
Darum halte ich mich im Leben nach dem chinesischen Weisen Shao Yung:

Wenn du redest, wo du schweigen solltest,
ist deine Rede Schmutz.
Wenn du schweigst, wo du reden solltest,
ist dein Schweigen Staub.
Wenn du redest und schweigst nach Bedarf,
ohne dich an eines zu binden,
wird weder Schmutz noch Staub dich beflecken.

() qilin
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