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Warum lässt Gott sowas zu?
(17-04-2024, 01:27)Ulan schrieb: wenn Menschen Gras essen wuerden, wuerden sie ganz fix ihre Zaehne verlieren, oder der Koprophagie von Hasen (alles muss zweimal durch den gesamten Verdauungstrakt). Hatte irgendein Tier dieses evolutionaere Puzzle endlich erfolgreich geknackt, war das der Schluessel zu endlosem Bevoelkerungswachstum. Beim Menschen war es halt das Feuer, das uns vorher unzugaengliche Nahrungsreserven erschloss.

Pflanzen sind aber natuerlich nicht wehrlos; auch die entwickelten Strategien, um sich zu schuetzen. 

Manchmal sind solche Wechselspiele recht komplex. Man denke an die scharfen Inhaltsstoffe von Chili-Pfeffern. 

Die biblische Vorstellung von Loewe und Lamm ist halt etwas naiv. Die Beziehungen der Lebewesen untereinander sind nicht so simpel sondern hochkomplex. Und "gut" und "boese" haben in diesem Zusammenhang keine Bedeutung.

Hallo Ulan,

meine gezielte Frage, warum es denn giftige und ungiftige Lebewesen und Pflanzen gibt, konnte sprachlich bisher nur "umkreist" werden und das Heranziehen der EVOLUTION kann auch nichts erklären, als eben auch nur ein "Lückenbüßer" zu sein!   Icon_rolleyes

Zu Deinen Zeilen merke ich an:

a) Wenn Menschen zu Urzeiten Gras als Nahrung regelmäßig bevorzugt hätten, wäre die Entwicklung ihrer Zähne und ihres Magens auch völlig anders "verlaufen".

b) Wenn Pflanzen (wie Du meinst) eine Strategie entwickeln können, um nicht "wehrlos" zu sein, müssten sie ja irgendeine Art Bewusstsein haben, um überhaupt wissen/erkennen zu können, welche Art von Gift sie denn produzieren müssen, um eben nicht verspeist zu werden!  Icon_rolleyes Dabei stellt sich auch gleich die Frage auf, warum denn manche Pflanzen kein Gift "entwickeln" - und somit dem Menschen und manchen anderen Lebewesen als überaus wertvolle und lebenswichtige Vitamin-Lieferanten zur Verfügung stehen?

Wieder mal bewahrheitet sich, dass Experten zwar im "Buch der Welt" gut lesen, aber dessen "Text" eigentlich nicht ergründen können! - Allein mit dem Wort Evolution ist zu meinen Fragen leider keine schlüssige Antwort formuliert worden und alle bemühten Erklärungsversuche scheitern, stehen also auch nicht viel besser da, als die uralten Sätze der Genesis, wie sie deren Autoren seinerzeit verfasst haben:

>> Und Gott schuf große Walfische uns allerlei Getier, dass da lebt und webt, davon das Wasser sich erregte, ein jegliches nach seiner Art, und allerlei gefiedertes Gevögel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war. <<  (Mose 1. 21.)

>> Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art. Und es geschah also.<< (Mose 1. 24.)

Es bleibt also lediglich stehen, wie Du es "auf Deine Art" vermerkt hast: >> Die Beziehungen der Lebewesen untereinander sind nicht so simpel sondern hochkomplex. Und "gut" und "böse" haben in diesem Zusammenhang keine Bedeutung. <<

Apropos "Bedeutung": Das Problem des Menschen war und ist eben, dass ihm lediglich Bedeutungen, Deutungen und Auslegungen möglich sind, welche er entweder in wissenschaftliche oder mythische Wort- und Zahlenkonstrukte einbinden kann.  -  ( >Ein jeglicher nach seiner Art<  Icon_razz )

Gruß von Reklov
(19-04-2024, 15:17)Reklov schrieb: meine gezielte Frage, warum es denn giftige und ungiftige Lebewesen und Pflanzen gibt, konnte sprachlich bisher nur "umkreist" werden und das Heranziehen der EVOLUTION kann auch nichts erklären, als eben auch nur ein "Lückenbüßer" zu sein!   Icon_rolleyes

Du erkennst nicht mal, wenn sie beantwortet ist, weil Dir das Grundwissen offensichtlich fehlt.

(19-04-2024, 15:17)Reklov schrieb: Zu Deinen Zeilen merke ich an:

a) Wenn Menschen zu Urzeiten Gras als Nahrung regelmäßig bevorzugt hätten, wäre die Entwicklung ihrer Zähne und ihres Magens auch völlig anders "verlaufen".

Da dahinter kein Plan ist, waeren halt nur die nicht verhungert, die diese Aufgabe wenigstens halbwegs haetten ueberleben koennen. Was Du ja wissen solltest, haettest Du Ahnung davon, wie Evolution funktioniert. Einen vegetarischen Zweig hatte unsere Verwandtschaft uebrigens auch. Die entwickelte riesige Kaumuskulaturen, um mit der schwierigen pflanzlichen Nahrung umzugehen. Nur ist der Zweig halt ausgestorben.

(19-04-2024, 15:17)Reklov schrieb: b) Wenn Pflanzen (wie Du meinst) eine Strategie entwickeln können, um nicht "wehrlos" zu sein, müssten sie ja irgendeine Art Bewusstsein haben, um überhaupt wissen/erkennen zu können, welche Art von Gift sie denn produzieren müssen, um eben nicht verspeist zu werden!

Nein, so funktioniert das nicht. Das muesstest Du auch von dem Evolutionsexperiment wissen, das ich Dir mal vorgestellt habe und das jetzt seit Jahrzehnten laeuft. Gene entstehen und gehen verloren. Die Pflanzen, die aufs "falsche Pferd" setzen, scheiden aus dem Rennen aus, weil sie keine Nachkommen produzieren. Die Giftstoffe sind auch oft Stoffklassen, deren andere Vertreter andere Funktionen im Organismus haben. Viele Giftproduzenten produzieren auch einen Cocktail, also mehr als Schrotschussexperiment, ob eventuell irgendetwas wirkt.

(19-04-2024, 15:17)Reklov schrieb: Icon_rolleyes Dabei stellt sich auch gleich die Frage auf, warum denn manche Pflanzen kein Gift "entwickeln" - und somit dem Menschen und manchen anderen Lebewesen als überaus wertvolle und lebenswichtige Vitamin-Lieferanten zur Verfügung stehen?

Die Frage habe ich beantwortet; wobei uebrigens viele unserer Nutzpflanzen durchaus Gifte oder Bitterstoffe produziert haben; wir haben das nur rausgezuechtet. Oder, wie bei der Kartoffel: wir kochen sie. Die Produktion von Giftstoffen ist fuer die Pflanze physiologisch teuer. Sind Fressfeinde haeufig, lohnt sich die Produktion von Giftstoffen, sind Fressfeinde selten, dann haben die Pflanzen, die keine Giftstoffe produzieren, den evolutionaeren Vorteil. Es ist ein staendiges auf und ab. Manche Pflanzen tun auch nur so, als wuerden sie Giftstoffe produzieren (auch rein zufaellig, weil dafuer positiv durch die Fressfeinde selektiert wird). Und natuerlich gibt's auch noch die Methode, so viele Nachkommen zu produzieren, dass schon irgendetwas durchkommen wird. Was im Einzelfall die beste "Strategie" ist - also mit geringstem Einsatz den groessten Fortpflanzungserfolg produziert - aendert sich dauernd, weil sich die Bedingungen staendig aendern, und deshalb gibt es auch alle Moeglichekeiten, weil jede von ihnen zu bestimmten Zeiten von den Bedingungen bevorzugt wird.

Ich weiss nicht, warum ich Dir das jetzt zum gefuehlt hundertsten Mal erklaere, weil Du das morgen bestimmt wieder vergessen hast.

(19-04-2024, 15:17)Reklov schrieb: Wieder mal bewahrheitet sich, dass Experten zwar im "Buch der Welt" gut lesen, aber dessen "Text" eigentlich nicht ergründen können!

Vor allen Dingen kannst Du das nicht, weil Du nichts verstehst. Du erzaehlst uns immer so schoen, dass doch so viel Information fuer Dich vorhanden sei, aber, wie jeder hier sieht, kommt davon bei Dir leider so rein gar nichts an.

(19-04-2024, 15:17)Reklov schrieb: Allein mit dem Wort Evolution ist zu meinen Fragen leider keine schlüssige Antwort formuliert worden und alle bemühten Erklärungsversuche scheitern, stehen also auch nicht viel besser da, als die uralten Sätze der Genesis, wie sie deren Autoren seinerzeit verfasst haben:

Weisst Du, dass Du geistig nicht in der Lage bist, dieses Thema zu erfassen, ist eine Sache. Deine unwahrscheinliche Arroganz, mit der Du Dich hinter Deiner ebenso grossen Ignoranz verschanzt, ist da nur noch das Tuepfelchen auf dem i.

Die biologische Forschung zur Evolution hat all die Fragen, die Du hier stellst, minutioes ergruendet und beantwortet. Du musst nur schauen. Aber, wie's so schoen heisst: Man kann das Pferd zum Wasser fuehren, aber trinken muss es letztlich selbst.
Was mir nach all diesen Jahren der immer gleichen Fragen von Reklov unbegreiflich ist, ist, wie man sich so vehement dagegen sperren kann, sich einfach mal zu informieren. Es ist ja nicht so, als waere das, was ich hier gesagt habe, irgendwelches esoterisches Wissen, das nur einem eingeweihten Zirkel zugaenglich waere. All das findet man in schoener Ausfuehrlichkeit auch vollkommen umsonst im Internet, meist schon bei Wikipedia. Und wen solche Fragen dann wirklich interessieren, der kann dann die Links und Referenzen anschauen.

Ist es, dass der Vorgang mit dem Gottesbild von jemand wie Reklov kollidiert? Wobei wir zur Threadfrage kommen: Evolution ist zu einem grossen Teil mit reichlich vielem, fruehzeitigem Tod und Leid verbunden. So ist die Welt halt gestrickt, aber das darf sie anscheinend nicht sein, weil dann der weise, guetige Uebervater im Himmel ploetzlich nicht mehr funktioniert. Und doch kann man genau das beobachten: Leben geschieht fast immer auf Kosten der Anderen, weil alle Ressourcen irgendwie genutzt werden. Und ja, selbst bei Pflanzen ist das zu einem grossen Teil noch so. So weit zum "Plan".
Nun, der Mensch neigt eher dazu, seine Narrative zu verteidigen anstatt Kenntnis zu gewinnen.
Kann man wohl nichts dran machen!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
(19-04-2024, 15:17)Reklov schrieb: meine gezielte Frage, warum es denn giftige und ungiftige Lebewesen und Pflanzen gibt, konnte sprachlich bisher nur "umkreist" werden

Das stimmt leider
(19-04-2024, 22:49)Sinai schrieb:
(19-04-2024, 15:17)Reklov schrieb: meine gezielte Frage, warum es denn giftige und ungiftige Lebewesen und Pflanzen gibt, konnte sprachlich bisher nur "umkreist" werden

Das stimmt leider

Noch jemand, der nicht zuhoert, weil er nicht zuhoeren will.
Da es hier um die klassische Theodizee geht und nicht um irgendwelche obskuren Ansichten über Gifte mache ich den Thread zu.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard


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