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Gibt es einen Gott?
(27-09-2022, 15:52)Ekkard schrieb: ... Dahinter steckt ein ökonomischer Grund: Man kann nicht mit jedem einzeln alles Erforderliche in mühsamen Verhandlungen festlegen. Nur hat sich das Konzept "Gott" zugunsten von Verantwortung und Fürsorge gewandelt (meine ich).

Hallo Reklov,
du zitierst zwar den verlinkten Absatz, aber ein wirkliches Eingehen darauf kann ich nicht erkennen.

(27-09-2022, 17:24)Reklov schrieb: ... das "Konzept "Gott" war von Anfang an vom menschlichen Makel überschattet. Platons "Höhlengleichnis" ist nur eine der vielen literarischen "Szenen", welche dies zumindest thematisieren.
Was hat Platons Höhlengleichnis mit dem "Konzept Gott" zu tun?
Absolut nichts!, um es vorweg zu nehmen.

(27-09-2022, 17:24)Reklov schrieb: Man kann, ob nun gläubig oder nicht, mit Bestimmtheit sagen: Wir haben weder uns noch das Universum "erschaffen"!
Was hat nun DAS mit dem Konzept "Gott" zu tun? Siehst du - auch nichts.
Warum also solche Sätze?

(27-09-2022, 17:24)Reklov schrieb: Auch Religionen konnten die Wortchiffer "Gott" lediglich mittels ihrer dogmatischen Zeilen interpretieren.
Wieso "auch"? Ich muss auch darauf hinweisen, dass es den Priestern früherer Zeiten sehr darum zu tun war, die Herrschaft (ihre eigene oder die ihrer Regierungen) zu festigen. Das Konzept eines allmächtigen Gottes, Schöpfer des Himmels und der Erde war nichts anderes als eine historische "Gleichschaltung" des Denkens darüber, was man zu tun und zu lassen hatte - mit ein paar ethischen Inselchen.

(27-09-2022, 17:24)Reklov schrieb: Relig. Schriften hatten über Jahrhunderte das Sagen, weil die Naturwissenschaften noch nicht so weit waren, wie sie es heute sind.
Falsch. Die Religionen waren allemale Bewahrer der staatlichen Ordnung, weil alle Ordnung von Gott kommt. Das kann ein Apostel zwar schreiben, stimmen tut es nicht - erkennbar auch ganz ohne jede Wissenschaft. Es braucht dazu nur die Freiheit des Denkens, also den Ungehorsam.

(27-09-2022, 17:24)Reklov schrieb: Leider aber können diese (Naturwissenschaften) uns auch nur Richtigkeiten bestätigen, wie sie über methodische Versuche unseren Gehirnen "einleuchten". Es entsteht auf diese Weise zwar ein richtiges Einzelwissen, - das GANZE bleibt jedoch ungelöst!
Das GANZE ist (d)eine überflüssige Fiktion, die nichts bewirkt, außer dass du ihr hinterher läufst.

(27-09-2022, 17:24)Reklov schrieb: Als "eigentliche" WAHRHEIT ist dem Menschen z.B. bewusst geworden, dass er endlich ist. Zugang zum SEIN hat er nicht und so muss er sich mit den untersuchenden Einteilungen des Gegenständlichen und der transzendierenden Unterscheidung des SEINS begnügen.
Ich habe nicht die leiseste Ahnung, was unsere Endlichkeit mit dem Konzept "Gott" zu tun hat.
Dann geht es um deinen ominösen "Zugang zum Sein". Das ist schon wieder etwas, hinter dem du her hechelst. Wozu?
Und die Einteilung in "Gegenständliches" und "Transzendentes" ist vollkommen an den Haaren herbei gezogen. Man muss zuerst einmal "Transzendenz" definieren. Tut man dies (uns ist es im Forum nicht gelungen!!!) so fällt man aus der Welt. Bekanntermaßen verliert damit alles Transzendente die Wirkung in dieser Welt. Und man kann die Transzendenz verlustfrei entsorgen.

(27-09-2022, 17:24)Reklov schrieb: Je nachdem, wie es die Kulturen innerhalb von Staaten erlauben, entstehen deswegen bei einzelnen Personen entweder Ruhe oder Empörung, Gehorsam gegen Autoritäten oder aufbegehrender Eigenwille, zwingende Gewissheit, Kommunikationswille, Prägnanz des Denkens, Widerspruch, Bewusstsein überhaupt...
Öhm ... warum?

(27-09-2022, 17:24)Reklov schrieb: Kontemplatives Denken ist z.B. in heutigen hektischen Geldjagd-Gesellschaften eine Seltenheit geworden. Dies steht nicht im Gegensatz zur Aktivität., sondern ist die Höhe inneren Handelns, das Seins-innewerden im Ganzen und im Grunde.
Was verstehst du unter "kontemplativem Denken"? Denkst du da an Eremiten oder so?

(27-09-2022, 17:24)Reklov schrieb: Der Charakter allen Denkens zeigt sich in der Praxis als Bewusstsein eines methodischen Vorgehens. Es gibt Regeln für die möglichen Wege und ein Wissen von Richtungen und Zielen, die auf ihnen erreichbar sind. Aber es ist auch klar, was auf dem gewählten Weg fremd bleibt, weil nun mal jede Wegstrecke begrenzt ist.
Das Bewusstsein über die Methode ist das Kennzeichen denkender Praxis. - Methode aber wird erst verläßlich durch Bewusstsein.
Methode und Methodenbewusstsein fallen zusammen und gehen in der Praxis nicht ohne die menschliche Hand, welche ein Werkzeug des Denkens ist.

In der methodischen Praxis ist zweierlei nötig: sich von der Sache distanzieren und bei der Sache bleiben...
Du oder der unbekannte Verfasser schwurbelt hier ganz schön herum, wird nicht konkret und dreht sich im Kreis zwischen Praxis des Nachdenkens, Methode und Bewusstsein. Wichtig zu wissen wäre eine Strategie, ungünstige gesellschaftliche Entwicklungen zu bekämpfen. Dazu ist es erforderlich, Thesen auf ihren Sinn hin zu prüfen, Irrtumsmöglichkeiten zu benennen, Nachteile zu vermeiden.

Hier aber geht es um das "Konzept Gott" als Initiator des gesamten Weltgeschehens. Es gibt kein methodisches Vorgehen, dieses Konzept zu begründen. Es entspricht lediglich deinen Postulaten (Aufforderung zu einem Konsens).
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
(27-09-2022, 21:45)Ekkard schrieb:
(27-09-2022, 17:24)Reklov schrieb: Der Charakter allen Denkens zeigt sich in der Praxis als Bewusstsein eines methodischen Vorgehens. Es gibt Regeln für die möglichen Wege und ein Wissen von Richtungen und Zielen, die auf ihnen erreichbar sind. Aber es ist auch klar, was auf dem gewählten Weg fremd bleibt, weil nun mal jede Wegstrecke begrenzt ist.
Das Bewusstsein über die Methode ist das Kennzeichen denkender Praxis. - Methode aber wird erst verläßlich durch Bewusstsein.
Methode und Methodenbewusstsein fallen zusammen und gehen in der Praxis nicht ohne die menschliche Hand, welche ein Werkzeug des Denkens ist.

In der methodischen Praxis ist zweierlei nötig: sich von der Sache distanzieren und bei der Sache bleiben...

Du oder der unbekannte Verfasser schwurbelt hier ganz schön herum, wird nicht konkret und dreht sich im Kreis zwischen Praxis des Nachdenkens, Methode und Bewusstsein. Wichtig zu wissen wäre eine Strategie, ungünstige gesellschaftliche Entwicklungen zu bekämpfen. Dazu ist es erforderlich, Thesen auf ihren Sinn hin zu prüfen, Irrtumsmöglichkeiten zu benennen, Nachteile zu vermeiden.

Hier aber geht es um das "Konzept Gott" als Initiator des gesamten Weltgeschehens. Es gibt kein methodisches Vorgehen, dieses Konzept zu begründen. Es entspricht lediglich deinen Postulaten (Aufforderung zu einem Konsens).

Aufforderung zum Überkonsens. Weil es da ja um ein grandioses und erhabenen Gefühl geht, das nur den Siegern eines Wettkampfes oder Krieges zu Teil wird.  Der hier  aber selbstverständlich nach unsportlichen Regeln ausgetragen werden muss, die nur ein unsichtbarer Drache namens Chiffre Gottes zu verstehen vermag und von daher diese Spielregeln auch immer zum Nachteil der Gegner und zum eigen Vorteil beliebig drehen und wenden kann. Da ja seine Nichtexistenz nicht widerlegt werden kann und auch seine Absichten (Plan) von keinem Menschen begriffen und verstanden werden könne, vor allem auch keines Falles dürfe. ....... Schon gar nicht von solchen, die mit naturwissenschaftlichen Argumenten versuchen etwas mehr Übersicht in dieses blöde Spiel zu bringen.

Ein gewöhnlicher Konsens käme da niemals in Frage und wird auch nicht eingefordert, da die Schlacht ja weitergehen muss, um immer wieder an ein solch grandioses und erhabenes Gefühl ohne jegliche Nachhaltigkeit zu kommen.
Reklov wird also, sobald es ihm möglich ist, wiederkommen, und uns ein paar Breitseiten seines Gottes Chiffre servieren.. usw. usf.

Bis dahin eine schöne und erholsame Woche.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
Off topics von 'Sinai' entfernt.
Ich nehme die Abirrung vom Thema und das "erhabene Gefühl" zum Anlass, diesen Thread zu schließen.


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