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Krieg ist Vater von allen,...
#16
(12-12-2021, 00:17)Apollonios schrieb: Wenn ich hier den Ausdruck Krieg verwendet habe, dann nur als verkürzende Wiedergabe von Heraklits sehr weitem Begriff Polemos, der insbesondere, aber keineswegs ausschließlich Krieg beinhaltet.

Polemos . . . polemisieren !
Das polemisieren ist der Vater aller Dinge, das polemisieren macht uns frei !
Klingt nicht einmal unplausibel: schonungslos alle Tabus angreifen und alle verlogenen Konventionen bekämpfen.
Reinen Tisch machen und dann ein besseres Haus (ein besseres Gedankengebäude) aufbauen


Ich glaube, der Wissenschaftsbetrieb braucht spätestens alle hundert Jahre ein reinigendes Gewitter !

„Unter den Talaren – Muff von 4000 Jahren“
Wenn man die abrahamitischen Religionen bedenkt, die doch das moralische Fundament des Kapitalismus von Adam Smith und David Ricardo und damit der Industriellen Ausbeutung ab 1800 bilden
Je mehr Bibel, desto mehr Ausbeutung. Gerade dort, wo die Bibel in Mode ist
Das ist erstmals Max Weber aufgefallen
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#17
(12-12-2021, 06:02)Sinai schrieb: Polemos . . . polemisieren !

Πόλεμος (polemos) = Krieg, Streit, Kampf. Wurde doch schon einmal erklärt!
MfG B.
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#18
(12-12-2021, 00:17)Apollonios schrieb: Wenn ich hier den Ausdruck Krieg verwendet habe, dann nur als verkürzende Wiedergabe von Heraklits sehr weitem Begriff Polemos, der insbesondere, aber keineswegs ausschließlich Krieg beinhaltet.

kannst du gerne machen - wenns denn so ist (ich kann kein altgriechisch)

was mich stört, ist die gleichsetzung von ungleichem
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#19
"Krieg ist Vater von allen, König von allen. Die einen macht er zu Göttern, die anderen zu Menschen, die einen zu Sklaven, die anderen zu Freien."

Sehr interessant, ich mag die Uebersetzung so wie es ist.

Wer hinterfragt die Macht der USA, die Softpower?
Mustang statt Trabbi.
Hollywood, Soziale Medien, Star Wars. Softpower.

Burkina Faso, Baumwollplantage - Kinderarbeit Kakaoplantagen. Sklaven fuer die Freien.

Party, Oktoberfest, die" Menschen" dort mit der "Kleidung" abgebaut von den "Sklaven" .

Es ist auch relativ

Kann man auch systemintern interpretieren Wahlsiege z.B. So im Kleinformat.

Russland, kolonialisierte Regionen, da wo die Ressourcen her kommen und von dort aus verkauft werden. Die "Sklaven" (Ureinwohner) die verdraengt werden, nach denen keiner fragt. Reiche Olligarchen, mit dem das Geld nach Westen, weiter investieren z.B Fußballclubs. Die Freien.

Aber auch relativ. Er ist nicht unbedingt frei gegenueber das System, von dem er kommt.

Was das Zitat mehrdeutig macht und viel drueber schreiben kann und in unterschiedliche "Szenarien" interpretieren kann.

Das macht diesen Zitat so schwierig weil die Begriffe im unterschiedlichem Kontext verwendet werden koennen.

Die Kultur die sich durch den Sieger ausbreitet. Alexander der Große. Der Feldzug als Vater, das Ultimative. Der Herrscher als "Gott" sein "Volk" als "Menschen" Das eigene Volk/System als die Freien, der Willen/Kultur das sich ausbreitet ueber die Verlierer als "Sklaven".

Vertrag von Versailles (die Sklaven).

Auch intern wenn z.B Le Pen gewinnt, kann man sowas sinnbildlich auch "intern" anwenden. Wobei ich behaupten wuerde das ein demokratisches System gute Abwehrfunktionen hat, siehe Trump, AfD etc. der Krieg wuerd erst anfangen, anzufangen sich gegen so ein System zu stellen.

Usw.
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#20
(10-04-2022, 13:15)Artist schrieb: "Krieg ist Vater von allen, König von allen. Die einen macht er zu Göttern, die anderen zu Menschen, die einen zu Sklaven, die anderen zu Freien."

Sehr interessant, ich mag die Uebersetzung so wie es ist.



Was das Zitat mehrdeutig macht und viel drueber schreiben kann und in unterschiedliche "Szenarien" interpretieren kann.

Das macht diesen Zitat so schwierig weil die Begriffe im unterschiedlichem Kontext verwendet werden koennen.

Hallo Artist,

der Spruch stammt aus der Antike - und wird Heraklit von Ephesos zugeschrieben.

Heute hat der Krieg jedoch ein Gesicht, das er damals auf diese Weise noch nicht haben konnte!

Interessant wäre zu sehen, wie die Welt sich ohne Krieg entwickelt hätte.

Gruß von Reklov
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#21
Das macht es ja gerade so interessant.
In diesem Zitat steckt viel mMm.

Interessante Frage. Denke da muesste das kollektive Bewusstsein der Menschen schon extrem hochwertig entwickelt sein.

Die Frage ist eher fuer mich, wie weit sind wir davon entfernt?
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#22
Es gab mal son Prof bei dctp.tv, der hatte durch ne gesamte Folge darueber gesprochen, das so ein "ökumenisches" System, also ein System, das auf eine Art Gleichberechtigung zielt, vor diesem "patriarchischem" System um Meopotamien herum (glaub Norden in Richtung des Gebietes wo diese "Kolchis" lebten, halt dieses Region in der Argonautensage) existiert haben soll, bevor es "zerstört" wurde, dann erst dieser "Patriarchimus" (kenn die spezifischen Begriffe nicht so) also dieser "Monarchische" sich von seinem System heraus sogar als Idee dann erst verbreitet haben soll.

Spaeter kam noch die Verknuepfung mit diesem "Geistlichem" in einer Position. Was halt so typisch in Aegypten war. Jedoch ohne Gewehr, ich kanns nicht pruefen, bzw nichtmals zeitlich verifizieren. Da z.B koennte man diesen Zitat auch mit einbeziehen.

Der Krieg um etwas von Grundauf so zu zerstoeren das diese Idee wieder erst tausende Jahre wieder spaeter auftaucht.. aber gerade das ist das Interessante, es waere in diesem Falle nicht neu, sondern wieder durch die Erfahrung tausende Jahre spaeter wieder entwickelt und das die Meschen frueher in der Lage waren, schon so zu denken, aber es sich nicht etablieren konnte.

Somit ist Krieg nicht unbedingt ein Muster zum "wirklichem" Fortschritt.
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#23
(11-04-2022, 02:40)Artist schrieb: Das macht es ja gerade so interessant.
In diesem Zitat steckt viel mMm.

Interessante Frage. Denke da muesste das kollektive Bewusstsein der Menschen schon extrem hochwertig entwickelt sein.

Die Frage ist eher fuer mich, wie weit sind wir davon entfernt?

Hallo Artist,

... mehr als erstaunlich für die heutige Zeit, mit ihrem weltweiten Informationsfluss, ist, dass sich immer noch Massen von Soldaten von wenigen ergrauten Befehlshabern dazu (an)treiben lassen, auf unschuldige Zivilpersonen zu feuern, und dabei auch noch das eigene Leben zu gefährden. Icon_rolleyes 

Gruß von Reklov
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#24
Unschuldige Zivilpersonen...? Guck mal da: *https://www.youtube.com/watch?v=LMkhTSuyeek
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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#25
(11-04-2022, 17:02)Reklov schrieb:
(11-04-2022, 02:40)Artist schrieb: Das macht es ja gerade so interessant.
In diesem Zitat steckt viel mMm.

Interessante Frage. Denke da muesste das kollektive Bewusstsein der Menschen schon extrem hochwertig entwickelt sein.

Die Frage ist eher fuer mich, wie weit sind wir davon entfernt?

Hallo Artist,

... mehr als erstaunlich für die heutige Zeit, mit ihrem weltweiten Informationsfluss, ist, dass sich immer noch Massen von Soldaten von wenigen ergrauten Befehlshabern dazu (an)treiben lassen, auf unschuldige Zivilpersonen zu feuern, und dabei auch noch das eigene Leben zu gefährden. Icon_rolleyes 

Gruß von Reklov

Hallo Reklov,

anbei ein Zitat von Bernhard Shaw dazu

"Krieg ist ein Zustand, bei dem Menschen aufeinander schießen, die sich nicht kennen, auf Befehl von Menschen, die sich wohl kennen, aber nicht aufeinander schießen."

MfG
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#26
(12-04-2022, 03:16)Artist schrieb: anbei ein Zitat von Bernhard Shaw dazu

"Krieg ist ein Zustand, bei dem Menschen aufeinander schießen, die sich nicht kennen, auf Befehl von Menschen, die sich wohl kennen, aber nicht aufeinander schießen."

...die Mutter aller Kriege ist dann also wohl die Eitelkeit, auch falscher, gekränkter Stolz/Narzissmus genannt.
Gottes beleidigtes Testosteron und andere Hormone, welche für den berühmten "Minderwertigkeitskomplex" verantwortlich sind.
Die russische Mentalität ist seit jeher zutiefst im "magischen Denken" verwurzelt. Bei Menschen die dem magischen Denken zugeneigt sind, regieren die Gefühle/Emotionen über den Verstand.
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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#27
....die Ukrainer haben letzthin immer öfter mitleidig über die Russen gelacht und damit Gott beleidigt.

Und dann haben sich diese frechen die  Urkrainer sich auch noch einen Komiker/Kabarettisten als Regierungschef gewählt, der geübt darin ist... Witze über die Russen zu erzählen................
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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#28
die mutter aller kriege würde ich wohl in dem kontext den trieb von status, macht und reichtum nennen, hat wohl was mit eitelkeit zu tun, somit nicht weit weg vom narzissmus.

meine so ne kleopatra wird man als hausmeister/gärtner jetzt nicht unbedingt in den bann ziehen oder so ne helena von troja.
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#29
daher möglicherweise mitunter mit diese rhetorische "stilisierung" eines "gottes", da fällt einem viel vor die füße, kriegt viel, beeinflusst viel - gerade dann auch im kontext des polytheismus und der gleichzeitigen verknüfung zum herrscher hin.

find ich aber interessant das die griechen diesen trieb dieser "verknüpfung" bei den königen nicht hatten, bei den ägyptern wars ja gang und gäbe (denke ich).

da versteht man schon eher warum man bereit war, nen feldzug für ne frau zu führen.
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#30
jeder der glaubt er hätte den größeren und wichtigeren Pimmel, baut Pyramiden bis in den Himmel...
..kauft sich  güldene, glänzende Jachten und lässt  Untertanen nahe am Hungertod schmachten...

Alles Gottes Wille... (das egoistische Gen)
Und damit die Armen im Geiste sich auch im klaren darüber sind, wer schuld an ihrem Unglück ist, züchten wir ihnen Feindbilder, gegen die sie dann Krieg führen, um sich als großartige Helden fühlen zu können, die nichts lieber wollen, als im Kampf gegen die Bösen den Märtyrertod zu sterben. Auch wieder nur Gottes Wille..
Also sprach der Herr: "Seid furchtbar und vermehret euch".........
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