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universen
#1
Stellt euch mal folgende Frage:


Gott "stoppt" den Lauf der Zeit und "kopiert" das Universum

Dann laesst er die beiden (voellig identischen) Universen wieder laufen.

Laufen beide Universen gleich ab ?


Moegliche Antworten:

a) ja - Determinismus, kein freier Wille
b) nein - Indeterminus (es gibt Zufaelle, wie Quantenmechanik), auch kein freier Wille
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#2
Hallo Moewe,

warum ist eine Antwort, die freier Wille enthält, nicht 'möglich'?

() qilin
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#3
Antwort

c) Beide Universen laufen genau so ab, wie Gott es will. Das kann gleich sein, muss aber nicht. :)
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#4
d) Kausalität, aber kein Determinismus (wg. extremer Komplexität) und daher Illusion des freien Willens

@ qilin:
"Wille" ist immer eine Folgeerscheinung von Umständen. Er kann nicht frei sein - im freiesten Fall ist er immer noch in sich selbst gefangen.
Ein wirklich freier Wille würde sich mE selbst negieren bzw. müsste so schnell entstehen und wieder vergehen (nämlich bevor er in sich selbst kausal wird) dass er gar keinen "Willen" entfalten kann.
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#5
Die einfachste Antwort ist hier die Frage nach dem warum.

Schalom,
jakow
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#6
@ Shadaik:

die Frage der Willensfreiheit oder -unfreiheit ist m.E. nicht so eindeutig gelöst, daß die Frage, warum sie unter den 'möglichen Antworten' ausscheidet, unberechtigt wäre - auch wenn Du sie für gelöst hältst.

() qilin
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#7
:!:

Das war gut Jakow
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#8
Anonymous schrieb:@ Shadaik:

die Frage der Willensfreiheit oder -unfreiheit ist m.E. nicht so eindeutig gelöst, daß die Frage, warum sie unter den 'möglichen Antworten' ausscheidet, unberechtigt wäre - auch wenn Du sie für gelöst hältst.

() qilin
Fragen werden immer nur für gelöst gehalten. Icon_wink
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#9
Mmh.. wenn sich jeder in jedem Universum gleich verhält, dann laufen auch beide gleich ab....
....oder auch nicht....
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#10
Nun, die Frage kommt so aus der Annahme, dass es sich mit dem Willen so verhält wie mit allen Dingen in der physichen Welt:
* Entweder etwas ist determiniert durch vorherige Ursachen,
* oder es ist nicht determiniert, nicht verursacht und somit zufällig.
Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht.

Als ich noch studiert habe, habe ich mal in ein Philosophie-Seminar reingeschaut zum Thema "Willensfreiheit", und die Dozentin hat in einer Übersicht die wichtigsten heutigen philospohischen Ansätze zum Thema vorgestellt. Leider gab es da nur diese beiden Möglichkeiten zur Auswahl. Ich war sehr enttäuscht, konnte aber bis heute keinen guten EInwand dagegen finden.

Wie kann man es denn anders lösen? Wenn Entscheidungen des freien Willens weder durch Ursachen determiniert sind, noch zufällig, woher sollen sie dann kommen? Ich wüsste nicht, woher. Hat jemand eine gute Idee?
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#11
Zitat:* Entweder etwas ist determiniert durch vorherige Ursachen,
* oder es ist nicht determiniert, nicht verursacht und somit zufällig.
Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht.
Also da sehe ich ein Enthymem - die stillschweigende Voraussetzung
dessen, was eigentlich bewiesen werden soll:

Wenn ich als 'zufällig' definiere, was nicht determiniert ist,
dann ist selbstverständlich alles Undeterminierte zufällig... :lol:

() qilin
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