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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02-10-2025, 14:51 von Sinai.)
(01-10-2025, 23:54)Ekkard schrieb: ... bis das nächste Hochwasser kleine Bächlein in reißende Ströme verwandelt.
Leute erwerben Grundstücke und bauen Häuser in Lagen, die hochwasser- und lawinengefährdet sind
Sie missachten beim Kauf den HQ100 Wert der Lage oder werden nicht entsprechend aufgeklärt
HQ100 "100-jährigees Hochwasser" bezeichnet einen statistischen Pegelwert eines Flusses, der im Mittel einmal in 100 Jahren zu erwarten ist
Da sehen die Leute ein süßes Grundstück, gar nicht teuer, und keiner dort kann sich an ein Hochwasser erinnern . . .
Ist ja klar, wenn das nur alle biblischen Zeiten mal auftritt
Und dann die böse "Überraschung" - der ganze Keller überflutet !
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02-10-2025, 16:14 von petronius.)
(01-10-2025, 21:24)subdil schrieb: Die Mehrheit denkt einfach, dass es so schlimm schon nicht kommen wird, man wird es schon irgendwie hinkriegen
auch das ist nur menschlich - nennt sich verdrängung. und folgt oft aus der resignation, daß man eh nix machen könne
Zitat:sämtliche Initiativen und Gesetzesvorschläge werden routinemäßig rückabgewickelt, sobald sie auf der wirklichen Entscheidungs-Ebene angelangt sind
ja. die derzeitige politik ist weitestgehend kontraproduktiv
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02-10-2025, 16:19 von petronius.)
(01-10-2025, 22:15)Sinai schrieb: Da kommt einem doch glatt der Verdacht, dass den Demonstranten und dem Bundestag gedämmert hat, dass das alles nur falscher Alarm ist
ja, wenn man die augen nur fest genug vor der realität zukneift
(02-10-2025, 14:51)Sinai schrieb: (01-10-2025, 23:54)Ekkard schrieb: ... bis das nächste Hochwasser kleine Bächlein in reißende Ströme verwandelt.
Leute erwerben Grundstücke und bauen Häuser in Lagen, die hochwasser- und lawinengefährdet sind
Sie missachten beim Kauf den HQ100 Wert der Lage oder werden nicht entsprechend aufgeklärt
HQ100 "100-jährigees Hochwasser" bezeichnet einen statistischen Pegelwert eines Flusses, der im Mittel einmal in 100 Jahren zu erwarten ist
Da sehen die Leute ein süßes Grundstück, gar nicht teuer, und keiner dort kann sich an ein Hochwasser erinnern . . .
Ist ja klar, wenn das nur alle biblischen Zeiten mal auftritt
Und dann die böse "Überraschung" - der ganze Keller überflutet !
den HQ100 kannst du getrost vergessen - noch nicht mitgekriegt, daß, was früher ein hundertjährliches ereignis war, nun schon regelmäßig alle paar jahre auftritt?
ja, du bist sicher einer der meister-augenzukneifer
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(02-10-2025, 16:16)petronius schrieb: (02-10-2025, 14:51)Sinai schrieb: HQ100 "100-jährigees Hochwasser" bezeichnet einen statistischen Pegelwert eines Flusses, der im Mittel einmal in 100 Jahren zu erwarten ist
den HQ100 kannst du getrost vergessen - noch nicht mitgekriegt, daß, was früher ein hundertjährliches ereignis war, nun schon regelmäßig alle paar jahre auftritt?
ja, du bist sicher einer der meister-augenzukneifer
Ich sagte ja, Sinai repräsentiert hier im Forum ganz wunderbar die Einstellung der Mehrheitsbevölkerung: Augen zu und durch, wird schon gut gehen, das schaffen wir, bloß keine Panikmache.
Derweil ist mittlerweile absehbar, dass viele Immobilien schon in naher Zukunft nicht mehr versicherbar sein werden, was bedeutet, dass keine Versicherung mehr dazu bereit sein wird, eine entsprechende Deckung anzubieten, weil eben frühere hundertjährige Ausnahmeereignisse schon bald die Norm sein werden. Das ist auch so eine "Kleinigkeit", die gerne vergessen wird. Man nennt es die "nicht versicherbare Zukunft" - eine ziemlich passende Bezeichnung, im doppelten Sinne.
In einem Vortrag von Mark Benecke wurde mal erwähnt, dass die nördlichen und östlichen Bundesländer mittlerweile damit anfangen, Planspiele für die Abdichtung der gesamten Küstenlinien der Nordsee und der Ostsee mit Deichen und Sandsäcken (!!!) zu entwerfen. Das sind reale Behörden realer Länder, die mit so etwas jetzt anfangen zu planen. Sinai wird zusammen mit der Mehrheitsbevölkerung auch hier wieder sagen: Alles Panikmache, wird schon gutgehen...
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Ich fand soeben einen heutigen Artikel in der anerkannten österreichischen Qualitätszeitung "Die Presse"
Hier schreibt ein emeritierter Universitätsprofessor im Artikel: Mehr Gelassenheit und raus aus dem Green Deal!
"Ich meine, je schneller wir uns zur Realität bekennen, umso eher können wir den Green Deal verlassen und uns den wirklichen Problemen zuwenden als da sind: Wie schützen wir unsere Wirtschaft vor unsinniger Klima-Bürokratie, wie vermeiden wir die Strafzahlungen in unbekannte Fässer ohne Boden, wie beschränken wir Schäden durch Wetterkapriolen?"
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Tja, die Erzkonservativen trauen sich wieder an die Öffentlichkeit.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 03-10-2025, 10:11 von Sinai.)
(03-10-2025, 00:17)Ekkard schrieb: Tja, die Erzkonservativen trauen sich wieder an die Öffentlichkeit.
Tja, der Autor Gero Vogl ist aber Naturwissenschaftler eines anderen Kalibers:
"Ab 1970 leitete er am Forschungsreaktor München eine Arbeitsgruppe in der Tieftemperaturphysik. 1974 habilitierte er sich für Experimentalphysik (Dr. rer. nat. habil.)" Gero Vogl - Wikipedia
"Die Presse ist eine in Wien erscheinende überregionale österreichische Tageszeitung, die zur Styria Media Group gehört und gemäß ihrer Blattlinie eine „bürgerlich-liberale Auffassung“ vertritt." Die Presse - Wikipedia
Die Presse wurde im Revolutionsjahr 1848 von Revolutionären gegründet !
Beitrag #244
(02-10-2025, 21:31)subdil schrieb: Ich sagte ja, Sinai repräsentiert hier im Forum ganz wunderbar die Einstellung der Mehrheitsbevölkerung: Augen zu und durch, wird schon gut gehen, das schaffen wir, bloß keine Panikmache.
Sinai wird zusammen mit der Mehrheitsbevölkerung auch hier wieder sagen: Alles Panikmache, wird schon gutgehen...
Mehrheitsbevölkerung? Ach, da fällt mir das Fremdwort "Demokratie" ein
Und zu Subdil fällt mir wieder der alte Witz mit dem Geisterfahrer ein:
Ein Autofahrer ruft die Polizei an "Hilfe, ich bin auf der Autobahn ... Es kommen mir Geisterfahrer entgegen ... Es sind Hunderte"
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(02-10-2025, 21:52)Sinai schrieb: Ich fand soeben einen heutigen Artikel in der anerkannten österreichischen Qualitätszeitung "Die Presse"
Hier schreibt ein emeritierter Universitätsprofessor im Artikel: Mehr Gelassenheit und raus aus dem Green Deal!
"Ich meine, je schneller wir uns zur Realität bekennen, umso eher können wir den Green Deal verlassen und uns den wirklichen Problemen zuwenden als da sind: Wie schützen wir unsere Wirtschaft vor unsinniger Klima-Bürokratie, wie vermeiden wir die Strafzahlungen in unbekannte Fässer ohne Boden, wie beschränken wir Schäden durch Wetterkapriolen?"
zu welcher " Realität" sollen wir uns denn "bekennen"?
daß wir die klimakatastrophe weiter befeuern und verschärfen müssen?
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(03-10-2025, 09:50)Sinai schrieb: zu Subdil fällt mir wieder der alte Witz mit dem Geisterfahrer ein:
Ein Autofahrer ruft die Polizei an "Hilfe, ich bin auf der Autobahn ... Es kommen mir Geisterfahrer entgegen ... Es sind Hunderte"
ich glaube nicht, daß der klima-geisterfahrer hier "subdil" heißt
sinai, du sollst nicht beim fahren die augen zukneifen
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(03-10-2025, 09:50)Sinai schrieb: (03-10-2025, 00:17)Ekkard schrieb: Tja, die Erzkonservativen trauen sich wieder an die Öffentlichkeit.
Tja, der Autor Gero Vogl ist aber Naturwissenschaftler eines anderen Kalibers:
"Ab 1970 leitete er am Forschungsreaktor München eine Arbeitsgruppe in der Tieftemperaturphysik. 1974 habilitierte er sich für Experimentalphysik (Dr. rer. nat. habil.)" Gero Vogl - Wikipedia Argumentum ad verecundiam oder: Mir sind Autoritäten schnurz.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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04-10-2025, 16:03
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 04-10-2025, 16:24 von Sinai.)
Aber DU legst doch immer Wert darauf, Naturwissenschaftler zu sein
Und nun hat halt ein anderer Naturwissenschaftler nicht dieselbe Meinung wie Du - und Du tust ihn als "Erzkonservativen" ab
Und "Die Presse" ist alles andere als ein Sprachrohr der "Erzkonservativen"
Im Gegenteil: ein Qualitätsmedium aus dem neutralen Österreich, dessen Kommentare per Internet im gesamten deutschen Sprachraum gerne gelesen und beachtet werden
Eine altbekannte Zeitung der Liberalen ! Bekanntlich gegründet im Revolutionsjahr 1848 für das selbstbewusste Wiener Bildungsbürgertum
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(04-10-2025, 16:03)Sinai schrieb: Aber DU legst doch immer Wert darauf, Naturwissenschaftler zu sein
Und nun hat halt ein anderer Naturwissenschaftler nicht dieselbe Meinung wie Du - und Du tust ihn als "Erzkonservativen" ab
Und "Die Presse" ist alles andere als ein Sprachrohr der "Erzkonservativen"
Im Gegenteil: ein Qualitätsmedium aus dem neutralen Österreich, dessen Kommentare per Internet im gesamten deutschen Sprachraum gerne gelesen und beachtet werden
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du hast mir noch immer nicht beantwortet, zu welcher " Realität" sollen wir uns denn laut hrn. vogl "bekennen" sollen
das von dir vorgebrachte zitat ist wertlos ohne jeden kontext, kein mensch weiß, wovon überhaupt die rede sein soll
aber natürlich bedient und befriedigt es deinen erregungsinstinkt, mit dem du so gern über "die da oben" her geiferst
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Die zwölf reichsten Menschen der Welt besitzen inzwischen mehr Geld als die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung zusammen, das sind mehr als vier Milliarden Menschen. Ich verlinke dazu einen aktuellen Artikel, in dem man das nachlesen kann:
*https://www.tagesschau.de/wirtschaft/oxfam-superreiche-100.html
Es gibt immer mehr Superreiche und Milliardäre, die das Kapital der Welt untereinander aufteilen. Es läuft somit wirtschaftlich wie auch politisch immer mehr auf eine Welt hinaus, in der eine kleine Gruppe von Reichen und Mächtigen das Sagen hat, während die restliche Weltbevölkerung einfach zu akzeptieren hat, was von oben vorgegeben wird. Kapitalismus und die sogenannte politische Großraumordnung gehen offensichtlich Hand in Hand, das Recht des Stärkeren ist im kapitalistischen System gleichzusetzen mit dem Recht des Reicheren.
Deshalb ist eine bessere und gerechtere Welt meines Erachtens innerhalb dieses Systems nicht mehr möglich. Nur eine Rückkehr zu kleineren Strukturen kann daher die Lösung sein. Dies ist aber nicht gleichbedeutend mit Kommunismus oder überhaupt irgend einem "Ismus", ja sogar noch nicht einmal unbedingt mit einem radikalen Antikapitalismus. Gewinnbringende Strukturen können weiterhin bestehen, wenn die Menschen diese unbedingt haben wollen, aber eben sowohl räumlich wie auch von den Gewinnspannen her in viel kleineren Maßstäben als dies heutzutage der Fall ist.
In Grönland werden durch das klimabedingt schmelzende Eis nun noch weitere Rohstoffe freigegeben, die dann dazu verwendet werden können, die Erderwärmung noch weiter voranzutreiben. Alleine dieses kleine Kapitel der Weltgeschichte muss jedem denkenden Menschen vor Augen führen, wie absurd diese ganze Situation inzwischen ist. Wir haben es hier wirklich mit einem System zu tun, das man als selbst-destruktiv bezeichnen muss. Hierin liegt aber gleichzeitig auch die Hoffnung auf eine Veränderung, denn je länger das alles weitergetrieben wird umso offensichtlicher wird der systeminhärente Wahnsinn, der dahinter steht.
Insofern bin ich optimistisch, dass sich langfristig gesehen doch noch die Vernunft durchsetzen wird, weil immer deutlicher wird, dass die einzigen wirklichen Profiteure ein paar Tausend Superreiche und deren machtgierige Politikerfreunde sind. Die wirklich interessante Frage ist die, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Und diese Frage will ich einmal hier in die Runde geben. Was denkt ihr darüber? Oder nehmt ihr das kapitalistische System ganz anders wahr als ich?
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(Vor 4 Stunden)subdil schrieb: Insofern bin ich optimistisch, dass sich langfristig gesehen doch noch die Vernunft durchsetzen wird, weil immer deutlicher wird, dass die einzigen wirklichen Profiteure ein paar Tausend Superreiche und deren machtgierige Politikerfreunde sind
leider kann ich da deinen optimismus nicht teilen - denn das alles ist doch schon längst bekannt, und doch geht es mit der vernunft weltweit bergab
Zitat:Die wirklich interessante Frage ist die, wie es überhaupt so weit kommen konnte
weil die egoistischen und unsolidarischen auswüchse egal welchen wirtschaftssystems nicht dem gemeinwohl verpflichtet eingehegt werden
"denn die verhältnisse - sie sind nicht so!"
(peachum, erstes dreigroschenfinale)
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