04-03-2010, 14:33
(04-03-2010, 12:53)Ekkard schrieb:(04-03-2010, 10:39)petronius schrieb: ich weiß aber immer noch nicht, worauf du hinauswillst.Na, ganz einfach: Geld ist ein Zahlungsmittel für Sachen und Leistungen. Das Problem scheint ja zu sein, dass es neben jenen, die arbeitsunfähig sind, jene gibt, die soziale Dienste (z. B. Kinder allein betreuen, Eltern pflegen etc.) verrichten müssen und deswegen von den Arbeitgebern nicht gerne genommen werden. Dann gibt es wohl jene, die zu gering qualifiziert sind, und für die es keine Jobs mehr gibt. Wahr: ich kenne nicht alle Fälle. Aber ich kenne Fälle, in denen Menschen aufgrund des Jobverlustes nun gar nichts mehr tun bzw. schwarz arbeiten
was sollen sie denn sonst tun, wenn ihnen niemand einen legalen job gibt?
Zitat:Es ist ganz einfach die Frage, wie man das Heer der Arbeitsfähigen aus dieser Falle heraus führen kann
wo siehst du die falle?
darin, daß es weniger arbeitsplätze gibt als leute, die arbeiten wollen?
Zitat:Es kann doch aber nicht richtig sein, dass Menschen quasi für's Nichtstun bezahlt werden
wo soll das denn so sein?
Zitat:beispielsweise deshalb, weil das Instrument "Steuer" die Falschen bevorzugt
ähm - bist du jetzt von den arbeitslosen zu den kuponschneidern gesprungen?
ich kann dir schon wieder nicht folgen
Zitat:Da kann ich leider nicht "konkret werden". Aber es sollte doch Leute im Staat geben, die diese Fehlentwicklungen analysieren können
worin genau siehst du denn jetzt die fehlentwicklung?
Zitat:(04-03-2010, 10:39)petronius schrieb: von welchen gegenleistungen redest du?Denk' dir was aus, wenn dir meine Beispiele nicht langen
ich kann mich an kein einziges beispiel erinnern, wo du konkret gesagt hättest, für welche geldzahlung welche gegenleistung zu erbringen sei
anscheinend aber bist du von deinem ursprünglich so pauschalen vorwurf, in "unserem sozialen System" seien "Geldleistungen von Gegenleistungen entkoppelt" wieder heruntergestiegen. denn sozialsysteme sind nun mal dadurch gekennzeichnet, daß sie fürsorge auch für die selber nicht leistungsfähigen gewährleisten. deshalb verstehe ich eben nicht, worauf du eigentlich hinauswillst
Zitat:Weitere Beispiele: In meinem früheren Berufsfeld wurden zeitweise keine Hilfskräfte mehr eingestellt bzw. solche "rausgeschmissen". Folge, Nebenarbeiten wurden von teuren Sachbearbeitern "mitgemacht". Später wurden studentische Hilfskräfte temporär eingestellt. Oder: Wir hatten mal Personal, was die Parkplätze überwachte, Besuchern einen Platz zuwiesen, Fremdparker abwiesen. Jetzt stehen dort Schranken. 2 Jobs gestrichen!
du verrührst hier alles mögliche zu einem mus...
was hat das denn, bitteschön, wieder damit zu tun, daß werden?
Zitat:Ich vermute, dass all das eingesparte Geld indirekt als Soziallast abgeführt wird. Die Folge: Dieselben Leute sind arbeitslos und müssen "indirekt alimentiert" werden
und welche gegenleistung sollen sie jetzt deiner meinung nach auch noch dafür erbringen?
Zitat:Anstatt mich zu maßregeln, könntest du doch auch mal nachdenken und etwas Gescheites vorbringen.
ich maßregle dich nicht, ich weiß nur nicht, was du mit deinem rundumschlag eigentlich bezwecken willst. bleib doch einfach mal bei einem thema, anstatt ständig neue fässer aufzumachen:
worin soll nun konkret welches problem darin liegen, daß im sozialsystem gGeldleistungen von gegenleistungen entkoppelt sind?
sobald ich weiß, wovon du eigentlich redest (arbeitsfreie vermögenseinkommen oder alleinerzieher oder behinderte oder wegrationalisierte oder was eigentlich), werde ich dir gerne "etwas gescheites" dazu sagen. die eine pauschallösung für sämtliche probleme unseres sozialstaats, wie unterschiedlich sie auch sein mögen, habe ich nämlich nicht
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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