Dornbusch hat einige Probleme zur Übersetzung von alten Texten angesprochen. Es ließe sich eine ganze Reihe solcher Probleme anführen.
Zur Idiomatik alter Sprachen sind sich auch Fachphilologen nicht immer einig. So kommt es, dass manche Textstellen sehr unterschiedlich und manchmal auch widersprüchlich wiedergegeben werden, ohne dass man behaupten könnte, die eine Übersetzung wäre "korrekter" als die andere.
Aus einer Arbeitsübersetzung zum AT:
Als Jahwe Elohim Erde und Himmel gemacht hatte, bildete er, noch bevor es Feldsträucher auf der Erde gab und Kräuter auf dem Felde wuchsen, denn Jahwe Elohim hatte es auf der Erde noch nicht regnen lassen, und es waren keine Menschen da, den Ackerboden zu bearbeiten, und nur Quellen sprudelten aus der Erde un bewässerten das Land – vor den Feldsträuchern und Kräutern also bildete Jahwe Elohim den Adam, das ist: Erde vom Ackerboden, und blies ihm Lebensodem in die Nase, so wurde der Adam ein lebendiges Wesen.
Das Nebeneinanderstehen der zwei Gottesnamen im Grundtext zum Menschwerdungsmythos wirst Du kaum in einer Übersetzung finden können. Auch keinen Hinweis darauf in kommentierten Übersetzungen. Der ursprüngliche Gottesname war offenbar Elohim (oder als Gattungsbezeichnung "die Götter", was sich im Monotheismus aber nicht gut ausmacht). Fromme Redaktoren haben (während des Exils?, nach dem Exil?) dem (den?) Elohim Jahwe hinzugefügt, somit war Elohim definitiv zur Gattungsbezeichnung umgedeutet.
Daher wurde und wird Jahwe Elohim einfach mit "Gott" übersetzt.
Alle Deutungsversuche (Gattungsname, Majestätsplural, etc.) sind nicht zwingend. So war es allemal vernünftiger, nicht wörtlich zu übersetzen, also das Problem zu ignorieren und möglichst nicht zu kommentieren.
Nur ein Beispiel, wo die wörtliche Übersetzung einigen Interpretationsbedarf mit sich brächte. Insbesondere Orientalisten und Theologen werden sich über solche Stellen nur selten einig.
MfG B.
Zur Idiomatik alter Sprachen sind sich auch Fachphilologen nicht immer einig. So kommt es, dass manche Textstellen sehr unterschiedlich und manchmal auch widersprüchlich wiedergegeben werden, ohne dass man behaupten könnte, die eine Übersetzung wäre "korrekter" als die andere.
Aus einer Arbeitsübersetzung zum AT:
Als Jahwe Elohim Erde und Himmel gemacht hatte, bildete er, noch bevor es Feldsträucher auf der Erde gab und Kräuter auf dem Felde wuchsen, denn Jahwe Elohim hatte es auf der Erde noch nicht regnen lassen, und es waren keine Menschen da, den Ackerboden zu bearbeiten, und nur Quellen sprudelten aus der Erde un bewässerten das Land – vor den Feldsträuchern und Kräutern also bildete Jahwe Elohim den Adam, das ist: Erde vom Ackerboden, und blies ihm Lebensodem in die Nase, so wurde der Adam ein lebendiges Wesen.
Das Nebeneinanderstehen der zwei Gottesnamen im Grundtext zum Menschwerdungsmythos wirst Du kaum in einer Übersetzung finden können. Auch keinen Hinweis darauf in kommentierten Übersetzungen. Der ursprüngliche Gottesname war offenbar Elohim (oder als Gattungsbezeichnung "die Götter", was sich im Monotheismus aber nicht gut ausmacht). Fromme Redaktoren haben (während des Exils?, nach dem Exil?) dem (den?) Elohim Jahwe hinzugefügt, somit war Elohim definitiv zur Gattungsbezeichnung umgedeutet.
Daher wurde und wird Jahwe Elohim einfach mit "Gott" übersetzt.
Alle Deutungsversuche (Gattungsname, Majestätsplural, etc.) sind nicht zwingend. So war es allemal vernünftiger, nicht wörtlich zu übersetzen, also das Problem zu ignorieren und möglichst nicht zu kommentieren.
Nur ein Beispiel, wo die wörtliche Übersetzung einigen Interpretationsbedarf mit sich brächte. Insbesondere Orientalisten und Theologen werden sich über solche Stellen nur selten einig.
MfG B.
MfG B.

