02-11-2009, 17:49
(02-11-2009, 16:47)Ekkard schrieb: Und nur, weil eine Reihe Gläubiger Welterklärung in der biblischen Mythologie zu fínden glauben, ist das theologisch gefärbte Weltbild nicht "wackliger"
was soll dann das "theologisch gefärbte Weltbild" überhaupt sein?
ein aus noch so drängender persönlicher motivationslage heraus imaginierter gott als basis kann das darauf aufbauende weltbild imho nur wacklig sein lassen im vergleich zu einem weltbild, das auf so weit wie möglich objektiver erkenntnis fußt und sich dessen bewußt ist, wo es axiomatische prämisen setzt (und nicht dort eine falsche sicherheit der "absoluten wahrheit" vortäuscht)
(02-11-2009, 16:47)Ekkard schrieb: Verändern tut sich allerdings das Welterklärungsparadigma, weswegen den Kirchen reihenweise die Schäfchen weglaufen. Die Welterklärung geht nur in seltenen Fällen in Richtung Kosmologie oder Evolutionsbiologie, weil viel zu kompliziert, sondern teils in Richtung holistischer Esoterik (ganzheitlicher Glaube an eine geistliche Welt um und in uns) und teils in Richtung einer allgemeinen 0-Bock-Spass-ist-alles-Haltung. Letztere kann jederzeit in eines der extremen Lager abdriften. Denn 0-Bock ist im Grunde unbefriedigend. Hier hast du einen echten Wackelkandidaten!
nun ist aber dein holistischer hokuspokus ja gerade das, was uns die kirchen und religionen zumuten (auch wenn sie es ansehnlicher verbrämen), und seit wann "0-Bock-Spass-ist-alles" eine welterklärung sein soll, wird wohl dein geheimnis bleiben
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

