[Diese Beiträge stammen aus einer Anfrage nach 'jüdischen Grundpositionen', die von nichtjüdischen Teilnehmern im Forum "Judentum" abgegeben wurden. Sie stellen gewissermaßen eine Außensicht dar./Ekkard]
das kann mit sicherheit jemand von unseren jüdischen usern
ich kann nur referieren, was ich ihren diesbezüglichen ausführungen bisher entnommen habe - ohne anspruch auf vollständigkeit und richtigkeit, dazu sind andere als ich kompetent
erstens: jude ist, wer eine jüdische mutter hat oder dem eine erfolgreich bestandene konversion bescheinigt wird. dementsprechend sind die religiösen grundpositionen vielfältig: ein jude kann christ, muslim, hindu, buddhist oder atheist sein. dann gibts auch noch jene juden, die sich an die forderung halten, die 613 mitzwot zu befolgen (also, um nur die populärsten beispiele zu nennen: weder cheeseburger noch shrimps zu essen, lustige frisuren zu tragen, am freitagabend kein elektrisches licht einzuschalten usw. - siehe auch http://zeitwort.at/index.php?page=Attachment&attachmentID=1968&h=dc43c1115933d03b2bccfa0b272ce284ceeae096&s=b44524f2e1aa9f7376e0c248bd69650f733e8dec)
letzteres aber hat nichts mit glauben zu tun. der fromme jude muß an nichts glauben (was seltsam ist, weil doch nicht wenige mitzwot sich darauf beziehen, was man alles für den judengott jahwe zu tun habe), er muß nur sturheil diese regeln befolgen, um ein "gerechter" zu werden (was das jüdische pendant zum christlichen "in den himmel kommen" ist, aber auch wieder auf gar keinen fall damit verwechselt werden darf)
auf jeden fall ist ganz wichtig, daß im judentum alles ganz anders ist. meistens sogar ganz anders, als es aussieht, oder als man erklärungen von juden zum judentum versteht
ich hoffe, das so einigermaßen richtig wiedergegeben zu haben
und wer den einen oder anderen ironiesmiley vermißt, möge sich ihn jeweils dazu denken
(21-10-2009, 16:06)Sockenbart schrieb: Hi ich bin neu hier und es wäre nett, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.
Ich muss demnächst ein Referat über "religiöse Grundpositionen im Judentum" halten, aber ich finde dazu leider nichts im Internet und weiß selbst auch nicht wirklich viel darüber. Vielleicht kann mir jemand bei dem Thema weiterhelfen
das kann mit sicherheit jemand von unseren jüdischen usern
ich kann nur referieren, was ich ihren diesbezüglichen ausführungen bisher entnommen habe - ohne anspruch auf vollständigkeit und richtigkeit, dazu sind andere als ich kompetent
erstens: jude ist, wer eine jüdische mutter hat oder dem eine erfolgreich bestandene konversion bescheinigt wird. dementsprechend sind die religiösen grundpositionen vielfältig: ein jude kann christ, muslim, hindu, buddhist oder atheist sein. dann gibts auch noch jene juden, die sich an die forderung halten, die 613 mitzwot zu befolgen (also, um nur die populärsten beispiele zu nennen: weder cheeseburger noch shrimps zu essen, lustige frisuren zu tragen, am freitagabend kein elektrisches licht einzuschalten usw. - siehe auch http://zeitwort.at/index.php?page=Attachment&attachmentID=1968&h=dc43c1115933d03b2bccfa0b272ce284ceeae096&s=b44524f2e1aa9f7376e0c248bd69650f733e8dec)
letzteres aber hat nichts mit glauben zu tun. der fromme jude muß an nichts glauben (was seltsam ist, weil doch nicht wenige mitzwot sich darauf beziehen, was man alles für den judengott jahwe zu tun habe), er muß nur sturheil diese regeln befolgen, um ein "gerechter" zu werden (was das jüdische pendant zum christlichen "in den himmel kommen" ist, aber auch wieder auf gar keinen fall damit verwechselt werden darf)
auf jeden fall ist ganz wichtig, daß im judentum alles ganz anders ist. meistens sogar ganz anders, als es aussieht, oder als man erklärungen von juden zum judentum versteht
ich hoffe, das so einigermaßen richtig wiedergegeben zu haben
und wer den einen oder anderen ironiesmiley vermißt, möge sich ihn jeweils dazu denken
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

