25-11-2003, 17:22
Hallo Mike, ich glaube nicht, dass ich mit meiner Überzeugung, dass die Evolution nicht mehr in Frage zu stellen ist, das Werk Jesu kleinrede. Die Evolution ist nur möglich, weil Gott der Materie die Eigenschaften gab, die erforderlich sind, dass unter irdischen Bedingungen der Mensch entstehen musste. Darin sehe ich die größere Leistung als die "Produktion" jeder Einzelheit so quasi als Handarbeit Gottes.
Übrigens hat sich auch Jesus der Sprachbilder bedient, die die Juden seiner Zeit verwendeten, auch dann, wenn er auch sicher wusste, dass das verwendete Bild eigentlich falsch ist. Z.B.: "Er erzählte ihnen ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte.
Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, so daß die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten."
Der Senf gehört zu den Kreuzblütlern und wird je nach Sorte 60 cm bis 1 m hoch, ist also kein Baum, in dem Vögel nisten.
Jesus kann den Senf aber auch nicht mit dem Senfbaum oder Zahnbürstenbaum der asiatisch-afrikanischen Buschsteppen verwechselt haben. Dabei handelt es sich um Pflanzen, die Büsche bilden und auch baumartigen Wuchs erreichen, aber essbare Früchte tragen. Und die Senfsamen sind sicher nicht die kleinsten Samen.
Ich glaube nicht, dass diese Dinge Jesus unbekannt waren, aber er bediente sich eines Bildes, das in dieser Zeit durchaus üblich war.
Auch halte ich es für unmöglich, dass Gott vom Diebstahl, den unsere Stammeltern im Paradies ausgeführt haben sollen, so überrascht war, dass er darauf hin das gesamte Weltall umbaute und den Tod einführte, und dies wohl augenblicklich und nicht innerhalb einer Woche. Dieser Gott wäre dann weder allmächtig, noch barmherzig, noch ein liebender Gott. Zu so einer Härte wären nicht einmal normal veranlagte Menschen fähig.
Das ist der Grund, warum ich für mich lieber annehme, dass unsere Herkunft aus der Materie ein Eingreifen Gottes erforderte, um uns die Gemeinschaft mit Gott zu ermöglichen. Und der Erlösung bedürfen wir sehr, aber jeder einzelne für das, was er in seiner menschlichen Schwäche selbst an Sünden begeht.
Würden wir für die Ursünde im Paradies immer noch bestraft, wie viele Generationen würde dann die Rache Gottes kein Ende gefunden haben? Gott sagt aber in 2.Mos.20: " Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen."
Ist denn der Diesbstahl eines Apfels um so vieles schlimmer als Gott zu hassen?
MfG Hermann
Übrigens hat sich auch Jesus der Sprachbilder bedient, die die Juden seiner Zeit verwendeten, auch dann, wenn er auch sicher wusste, dass das verwendete Bild eigentlich falsch ist. Z.B.: "Er erzählte ihnen ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte.
Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, so daß die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten."
Der Senf gehört zu den Kreuzblütlern und wird je nach Sorte 60 cm bis 1 m hoch, ist also kein Baum, in dem Vögel nisten.
Jesus kann den Senf aber auch nicht mit dem Senfbaum oder Zahnbürstenbaum der asiatisch-afrikanischen Buschsteppen verwechselt haben. Dabei handelt es sich um Pflanzen, die Büsche bilden und auch baumartigen Wuchs erreichen, aber essbare Früchte tragen. Und die Senfsamen sind sicher nicht die kleinsten Samen.
Ich glaube nicht, dass diese Dinge Jesus unbekannt waren, aber er bediente sich eines Bildes, das in dieser Zeit durchaus üblich war.
Auch halte ich es für unmöglich, dass Gott vom Diebstahl, den unsere Stammeltern im Paradies ausgeführt haben sollen, so überrascht war, dass er darauf hin das gesamte Weltall umbaute und den Tod einführte, und dies wohl augenblicklich und nicht innerhalb einer Woche. Dieser Gott wäre dann weder allmächtig, noch barmherzig, noch ein liebender Gott. Zu so einer Härte wären nicht einmal normal veranlagte Menschen fähig.
Das ist der Grund, warum ich für mich lieber annehme, dass unsere Herkunft aus der Materie ein Eingreifen Gottes erforderte, um uns die Gemeinschaft mit Gott zu ermöglichen. Und der Erlösung bedürfen wir sehr, aber jeder einzelne für das, was er in seiner menschlichen Schwäche selbst an Sünden begeht.
Würden wir für die Ursünde im Paradies immer noch bestraft, wie viele Generationen würde dann die Rache Gottes kein Ende gefunden haben? Gott sagt aber in 2.Mos.20: " Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen."
Ist denn der Diesbstahl eines Apfels um so vieles schlimmer als Gott zu hassen?
MfG Hermann
