07-08-2009, 09:11
(06-08-2009, 13:59)petronius schrieb:(06-08-2009, 13:06)jam schrieb: Juden ist ein volk ,und keine institution und kirchliche glaubensgemeinschaft , was man da glaubt ist jedem selbst überlassenok, du hebst also auf die ethnische definition von "judentum" ab. da wirds natürlich schon schwierig, wie bei allen ethnischen definitionen:Zitat:Auch wenn du mir nicht glaubst viele gehen nicht mehr in synagogen weil dort nur noch alles Russisch istja, schon schlimm, diese russen... :icon_rolleyes:
sind das etwa für dich keine ethnischen juden?Zitat:viele verbreiten in Israel ihren Orthodoxen Christenglauben und belagern in Israel die kirchen und sorgen für Problemewas haben deine chauvinistischen vorurteile gegenüber russen denn mit messianischen juden zu tun?
Grrr .... Habt ihrs jetzt endlich bald ganz unverständlich ... ????
Ethnische Juden-Definititionen gabs NUR bei Nazis und in den GUS-Staaten/UdSSR. Die sog. Halb- und Viereljuden oder "Hebräer" im Pass, in UdSSR in väterlicher Linie ...
Die halachisch geforderte tatsächliche oder symbolische ("Sara") jüdische Mutter hebt vielmehr auf kulturelle Identität, auf authentisch familiäre jüdische Erziehung und hebräisch-Kundigkeit ab, durch Geburt oder zahlenmäßig weit unbedeutender Konvertierung mit Prüfung vor einem anerkannten Rabinatsgericht, am sichersten vor einem othodoxen ... Ein Juden-Gen oder gemeinsame Ethnie ist bei einem so kleinen und weltweit zerstreuten Volk wie das Jüdische sowieso ziemlich Fiktion ...
Religiöse Praxis wird nur beim Übertritt gefordert, bei allen Juden von Geburt und nach dem Übertritt ist nur die Verehrung anderer Götter (zeitweises) Ausschlusskriterium: Also säkulares JudeSein, Atheismus und sogar Buddhismus ist eher unproblematisch, weil die Gottesstelle leer bleibt ... Christentum geht gar nicht mit JudeSein zusammen ... Dennoch bleibt das JudeSein latent erhalten, nach Reue und Umkehr zum streng monotheistischen Gottesglauben ist keine neue Wiederaufnahmeprozedur erforderlich, so ähnlich (und doch ganz anders)wie es die christliche Taufe nur einmal im Leben gibt und lebenslang gültig bleibt ... Also "Glaubens-Judentum" gibts eigentlich auch nicht, nur zur Zeit des Gijur, bzw. der Aufnahmeprüfung, weil es keine nichtreligiöse Aufnahme gibt.
Das Miteinander der verschiedenen Herkünfte mit ihren ganz unterschiedlichen Kulturen, besonders mit so auffällig und zahlenmäßig starken wie den Russland-"Juden" ist in einem so spannungsreichen kleinem Staat wie das moderne Israel natürlich konfliktreich und von rassistischer und kultureller Diskriminierung begleitet. Menschliche Schwächen ... Da sind Menschen in Russland als Hebräer diskriminiert, weil sie anders waren und in Deutschland oder Israel nach der leidvollen Ausreise dann wieder als Russen und halachisch Nicht-Juden, weil sie ihre jüdische Mutter nicht nachweisen konnten, keine anerkannten berufsabschlüsse und magere Sprachwendigkeit haben, sehr dumm gelaufen ...
Im Ausgrenzen scheinen Minderheiten untereinander besonders brutal ...
Fritz
Liebet eure Feinde, vielleicht schadet das ihrem Ruf! (Jerci Stanislaw Lec)
Wer will, dass Kirche SO bleibt - will nicht, dass sie bleibt!
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