26-07-2009, 23:12
petronius schrieb:ja, wobei ja die wandlung zum "barmherzigen, bärtigen Opa" nichts per se verwerfliches ist. gottesbilder (und von nichts anderem berichtet die bibel, auch wenn "kindergläubige" - copyright by ekkard - wie helmut natürlich glauben, sie sei ein bericht über gott) können sich glücklicherweise ändern, so wie eben auch der gesellschaftliche konsens
Richtig!
Auch das Gottesbild sollte sich mit der Zeit ändern. Viele Christen passen ihr Gottesbild den sonstigen Gegebenheiten an, damit es aktuell bleibt und man nicht krampfhaft am alten (oft ist dies auch das Überholte) festhalten muss. Das kostet nämlich nur Nerven und man muss das eigene Gottesbild (m.E. zurecht) oft rechtfertigen.
petronius schrieb:wer aber im "zeitgeist" einen schlimmen feind sieht, dem es zu widerstehen gilt, der muß natürlich einerseits krampfhaft an überholtem festhalten (wie schwulsein als "sünde"), zum anderen sich die historie des selber als gewandelt anerkannten (gott als eifersüchtiger rächer, der zum propagator der liebe selbst zum feind mutiert ist) schönreden - indem man sich einredet: "war ja gar nicht so!"
Leute, die in alles Neuem einen Feind sehen, gab es schon immer.
Oft sind für sie die althergebrachten Vorstellungen/Werte zwangsläufig die Besseren und sie stehen dem "Zeitgeist" nicht sehr aufgeschlossen gegenüber. Man sollte sich vielleicht nicht jedem Fortschritt an den Hals werfen, weil gerade heutige Technik auch Nachteile mit sich bringen kann, aber man sollte sich m.E. auch nicht von vorne herein verschließen und die Ethik als "Hure des Fortschritts" bezeichnen, wenn sich diese heutigen Gegebenheiten anpasst.
