16-10-2008, 18:30
(16-10-2008, 17:52)Keiner schrieb: am besten stirbt man schnell , unerwartet und ohne Komplikation (z.B. im Schlaf).
Ja, das ist richtig, lieber Keiner. Leider trifft das nur auf einen sehr geringen Prozentsatz zu (siehe z.B. Sherwin Nuland "Wie wir sterben").
>Mein Vater starb völlig unerwartet durch plötzlichen Herzstillstand.
Meine Mutter auch. Ich war dabei. Sie und Dein Vater hatten "Glück".
>Unheilbare Schmerzpatienten werden normalerweise mit Morphin
>(3 x 60 mg pro Tag) ruhig gestellt (sediert) und schmerzfrei gehalten.
Mein Vater starb an einer schweren Lungenerkrankung, bei deren Ende man eigentlich nicht von "sterben" reden kann, aber das weitaus passendere Wort möchte ich empfindlicheren Gemütern in diesem Forum ersparen. Meinem Vater hätte ein GLAUBE den Todeskampf zumindest gemildert.
Von Sedierung war damals in dieser Spezialklinik nicht die Rede, er DURCHLITT alle Phasen des Sterbens, wie sie ja auch Kübler-Ross beschrieben hat. Leider war die 4. Phase (Depression und Panik) bei ihm die längste, die 5. Phase, die "Akzeptanz" hat er nicht mehr erreicht.
Liebe Grüsse
Petrus
