03-08-2008, 16:51
Alles, aber auch wirklich alles, was wir einander mitteilen, bedingt "Bilder" unter Einschluss der synonym zu verstehenden Begriffe wie "Vorstellung", "Gedanke", (mitgeteilte) "Erfahrung", (mitgeteilte) "Gefühle", "Symbol" und viele andere, die das Wesen der Kommunikation ermöglichen. Ihnen allen gemeinsam ist ein irgendwie geartetes Symbol, das im Gegenüber die beabsichtigte Vorstellung auslöst. Das diese (Sprach-)Symbole gelegentlich andere, als die beabsichtigten Dinge im Kopf auslösen, tritt durch Missverständnisse zutage.
Fernab von "Licht" erinnere ich an das Wort "Elektron". Dieses Wort ist ein Sammelbecken einer Reihe von Eigenschaften, die wir aus Erfahrungen (und angelesenen Kenntnissen) auf unser Bewusstsein abgebildet haben (Kraftwirkungen, Energieabgabe/-absorption, Ladung, Stromschlag, elektromagnetische Wechselwirkung).
Genauso handelt es sich bei "Licht" (elektromagnetische Wechselwirkung) um ein ähnliches Sammelbecken von Eigenschaften, die wir uns gemerkt, also auf unser (Sprach-)Bewusstsein abgebildet haben.
Dass wir im materiefreien Raum Licht nicht von der Seite sehen können, liegt an bestimmten linearen Eigenschaften unseres Raumes und hat mit Licht (mit der Ausbreitung elektromagnetischer Wechselwirkung) im Grunde nichts zu tun. (In nichtlinear wirkenden Kristallen stimmt es zum Beispiel nicht, ebenso bei Anwesenheit von Streukörpern.)
Wenn also Licht oder eine seiner Eigenschaften zur Verdeutlichung einer bestimmten Vorstellung heran gezogen wird, so handelt es sich ganz klar um ein Bild - zu uns anderen gesagt, damit auch bei uns eine beabsichtigte Vorstellung greift - ein Abbildungsvorgang!
Lieber Wojciech,
ich glaube dir ja, dass du dir kein Bildnis im Sinne einer Madonnenfigur machst, gleichwohl ist die Lichtanalogie ein Bild und nicht das Wesen (s. Beitrag 'qilin').
Dieses Abbilden einer Vorstellung von Mensch zu Mensch wirft natürlich die Frage auf, ob die Summe verschiedener Eigenschaftsvorstellungen (des Ewigen, Gottes, Allahs) bei verschiedenen Personen nicht letztlich etwas Verschiedenes ist. Dass dies so gesehen wird, kann man in Traktaten diverser 'radikaler' Clübchen genüsslich nachlesen. Ich behaupte aber gleichwohl:
Wenn es für eine Glaubensgemeinschaft unterstellt wird (Prämisse), dass diese Welt von einer einzigen Macht erschaffen wurde, und dasselbe für eine andere Glaubensgemeinschaft gesagt werden kann, dann verlangt die schlichte Logik, dass diese Macht dieselbe sein muss. Anderenfalls hätte die Welt (oder Teile von ihr) verschiedene Schöpfer. Die Folge wären unterschiedliche Naturgesetze für dieselben Dinge und Vorgänge wenn sie nur an verschiedenen Stellen der Erde stattfinden. Das aber ist nachweislich selbst für astronomische Entfernungen nicht der Fall. Also muss die Glaubenslehre zumindest für die Schöpfung annehmen, dass sie auf ein- und dieselbe Macht (Gott) zurückgeht.
Wenn Glaubende hier Unterschiede machen, dann liegt dies allein an ihrer Trotzreaktion, die in der Regel die eigenen Glaubensvorstellungen absolut setzt.
Damit verbunden ist eine Verselbständigung der Bilder zum Wesen des Geglaubten - eine ganz gefährliche Fundamentalposition!
Fernab von "Licht" erinnere ich an das Wort "Elektron". Dieses Wort ist ein Sammelbecken einer Reihe von Eigenschaften, die wir aus Erfahrungen (und angelesenen Kenntnissen) auf unser Bewusstsein abgebildet haben (Kraftwirkungen, Energieabgabe/-absorption, Ladung, Stromschlag, elektromagnetische Wechselwirkung).
Genauso handelt es sich bei "Licht" (elektromagnetische Wechselwirkung) um ein ähnliches Sammelbecken von Eigenschaften, die wir uns gemerkt, also auf unser (Sprach-)Bewusstsein abgebildet haben.
Dass wir im materiefreien Raum Licht nicht von der Seite sehen können, liegt an bestimmten linearen Eigenschaften unseres Raumes und hat mit Licht (mit der Ausbreitung elektromagnetischer Wechselwirkung) im Grunde nichts zu tun. (In nichtlinear wirkenden Kristallen stimmt es zum Beispiel nicht, ebenso bei Anwesenheit von Streukörpern.)
Wenn also Licht oder eine seiner Eigenschaften zur Verdeutlichung einer bestimmten Vorstellung heran gezogen wird, so handelt es sich ganz klar um ein Bild - zu uns anderen gesagt, damit auch bei uns eine beabsichtigte Vorstellung greift - ein Abbildungsvorgang!
Lieber Wojciech,
ich glaube dir ja, dass du dir kein Bildnis im Sinne einer Madonnenfigur machst, gleichwohl ist die Lichtanalogie ein Bild und nicht das Wesen (s. Beitrag 'qilin').
Dieses Abbilden einer Vorstellung von Mensch zu Mensch wirft natürlich die Frage auf, ob die Summe verschiedener Eigenschaftsvorstellungen (des Ewigen, Gottes, Allahs) bei verschiedenen Personen nicht letztlich etwas Verschiedenes ist. Dass dies so gesehen wird, kann man in Traktaten diverser 'radikaler' Clübchen genüsslich nachlesen. Ich behaupte aber gleichwohl:
Wenn es für eine Glaubensgemeinschaft unterstellt wird (Prämisse), dass diese Welt von einer einzigen Macht erschaffen wurde, und dasselbe für eine andere Glaubensgemeinschaft gesagt werden kann, dann verlangt die schlichte Logik, dass diese Macht dieselbe sein muss. Anderenfalls hätte die Welt (oder Teile von ihr) verschiedene Schöpfer. Die Folge wären unterschiedliche Naturgesetze für dieselben Dinge und Vorgänge wenn sie nur an verschiedenen Stellen der Erde stattfinden. Das aber ist nachweislich selbst für astronomische Entfernungen nicht der Fall. Also muss die Glaubenslehre zumindest für die Schöpfung annehmen, dass sie auf ein- und dieselbe Macht (Gott) zurückgeht.
Wenn Glaubende hier Unterschiede machen, dann liegt dies allein an ihrer Trotzreaktion, die in der Regel die eigenen Glaubensvorstellungen absolut setzt.
Damit verbunden ist eine Verselbständigung der Bilder zum Wesen des Geglaubten - eine ganz gefährliche Fundamentalposition!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

