Hi allerseits :)
- ich denke, das hat Jakow nicht "ausgrenzend" gemeint, wenn er sagt, dass die Gebote, welche fuer Juden ja mehr sind als das 10-Wort, nach unserer Ueberlieferung eben einfach nur erstmal auch an Juden gerichtet waren.
Die "7-Gebote" (welches auch mehr als die 7 bekanntesten sind, uebrigens) sehn wir sozusagen als "paedagogisches Minimum" an fuer Leute, die mit Juden zusammen als Andersglaeubige leben koennten, wenn sie wollen, ohne dass man als Jude einen Schaden davontraegt fuer die eignen Lebenspflichten.
Um soviel Anpassung unserer Mitbuerger an generelle Erfordernisse sollen wir uns als Juden bemuehen - also, dass auch die eine *Hoheit verehren, bei der sie eindeutig schwoeren wuerden, dass auch sie niemanden ohne Gerichtsurteil toeten, (es sei denn, um das durch jemanden aktuell bedrohte Leben zu retten, in Notwehr, was aber auch hinterher gerechtfertigt werden soll), dass andere auch eines Richters Urteil anerkennen als beide Parteien verpflichtenden Spruch, und dass sie Ehen und Eigentum akzeptieren - auch sie sollen auf ihre Nation und ihre eigene *Hoehere Macht nicht fluchen, und auch sie sollen kein Glied eines Lebewesens essen, waehrend das noch lebt (aegyptischer Modellfall ist z.B.eine Kalbhaxe abschneiden, dem Kalb den Fuss verbinden oder es sich so selbst zu ueberlassen ...) - das wird gewoehnlich "Blutverbot" genannt, weil Noah es gesagt bekam, dass Menschen Fleisch essen duerfen, aber nicht samt dessen (speziell mit dem Blut verlierbarer) "Lebensseele".
Es gab diese Andersglaeubigen um Juden herum doch zu allen Zeiten schon ab der Gruendung des Judentums als solchem am Sinai, auch im Hl.Land. Zum Beispiel zog die Familie, in welche Moses eingeheiratet hatte, mit ins Hl.Land ein, ungefaehr noerdlich von Beerschewa.
Bei der Vorschrift, um fuer unseren G0TT das juedische Heiligtum zu erstellen, ist ein "Heidenvorhof" typisch fuer Salomos Tempel in Jerusalem. Dort konnten die, wenn sie mochten, auch zu unserm G0TT beten und IHM Geluebde erfuellen, nur separat wegen der kultischen Renheitgebote, welche die Voelker verschieden befolgten.
Nachdem in der Hellenenzeit die Hl.Buecher und Lehren alles Voelker in Aegypten gesammelt, durchdacht und zur Uebername empfohlen wurden, soweit sie dem Hellenentum genug vernuenftig erschienen und das, was als G*tt verehrt wurde, auch daraufhin akzeptabel wurde, die Mindestbedingung zu erfuellen, eine pur geistige *Hoheit anzusprechen, wurde die uebersetzte Hl.Schrift auch vielen Nicht-Juden inhaltlich bekannt.
Es gab eine relativ kurze Epoche, fuer das Judentum zu werben, sich als Nicht-Judaeer anzuschliessen. Irgendwie religioes zu sein, fand man fuer alle Menschen zivilisatorisch wichtig, aber an den meisten Kulten hingen zuviele Bedingungen, meine ich, wieso man zu denen gehoeren konnte.
St.Augustinus erwaehnt, dass die Roemer um die 400 G*tter zugleich im Reich verehrten, aber ziemlich klar doch auch, dass die *Hoheiten, die der Landwirt der Reihe nach in seinem Jahresverlauf bedient, einem Menschen, der weder Acker noch Garten hat, kaum einfallen wuerden, in diesem Kultus um etwas Sonstiges zu beten. Man muss das auch mal vom Praktischen aus sehn und gedanklich die ethische Grunderziehung trennen vom religioesen Gemeinschafts-Pflegen. Letzteres sah man an als etwas, was ersteres wuenscht, also zur Ethik gehoerte es, dass der Mensch sich religioes binde - an welche Kulte, das legte die Ethiklehre bestimmt nur sehr ungefaehr fest.
Jetzt seht das mal historisch an: Juden sehn kein Problem darin, dass andere Menschen andere Religionen haben, sie - wir - verlangen nur, dass man uns keinen anderen Kultus aufzwingt. Soweit unsere Lehren auf unser Gemeinwesen wohltuend und weise wirken, wuerden wir natuerlich dafuer auch werben - fuer diese Vernunft und Weitsicht, wozu einer aber nicht sogleich auch juedisch werden muss, damit ein Argument wie z.B. "Das Mass, womit du richtest, wird man auch anwenden, um ueber dich zu richten" einzusehn ist. Oder: Es ist unrecht, auf dem Markt mit unterschiedlichen Massen zu messen.
Wenn jemand sagen sollte, dass da aber beachtlich viele praktikable Weisheiten gesammelt sind, kann der Jude sagen: Ja, die kriegten wir in unserer Lehre am Berge Sinai von IHM, den wir anbeten.
Die Hl.Schrift beweist auch, dass wir von vorhnherein eine Gelegenheit anboten, fuer jeden, der moechte, dass er auch zu unserm G0TT beten und Geluebde machen kann - aber nicht muss.
Solche Leute heissen biblisch ganz allgemein "G*ttesfuerchtige" oder "Zaddiqim" (gerecht, eintraechtig). Nicht jeder von denen ist ein Jude und nicht jeder davon ist auch ein Nachri, Noachit, oder "Beisass" (Ger ToSchaw), denn beim Nachri gehoert dazu, dass er in irgendeiner Nation Buerger ist. Der Gerechte oder der G*ttesfuerchtige ist nicht unbedingt Mitglied einer Nation und kann auch Sklave sein oder sonstwie ungebunden.
mfG WiT ;.)
- ich denke, das hat Jakow nicht "ausgrenzend" gemeint, wenn er sagt, dass die Gebote, welche fuer Juden ja mehr sind als das 10-Wort, nach unserer Ueberlieferung eben einfach nur erstmal auch an Juden gerichtet waren.
Die "7-Gebote" (welches auch mehr als die 7 bekanntesten sind, uebrigens) sehn wir sozusagen als "paedagogisches Minimum" an fuer Leute, die mit Juden zusammen als Andersglaeubige leben koennten, wenn sie wollen, ohne dass man als Jude einen Schaden davontraegt fuer die eignen Lebenspflichten.
Um soviel Anpassung unserer Mitbuerger an generelle Erfordernisse sollen wir uns als Juden bemuehen - also, dass auch die eine *Hoheit verehren, bei der sie eindeutig schwoeren wuerden, dass auch sie niemanden ohne Gerichtsurteil toeten, (es sei denn, um das durch jemanden aktuell bedrohte Leben zu retten, in Notwehr, was aber auch hinterher gerechtfertigt werden soll), dass andere auch eines Richters Urteil anerkennen als beide Parteien verpflichtenden Spruch, und dass sie Ehen und Eigentum akzeptieren - auch sie sollen auf ihre Nation und ihre eigene *Hoehere Macht nicht fluchen, und auch sie sollen kein Glied eines Lebewesens essen, waehrend das noch lebt (aegyptischer Modellfall ist z.B.eine Kalbhaxe abschneiden, dem Kalb den Fuss verbinden oder es sich so selbst zu ueberlassen ...) - das wird gewoehnlich "Blutverbot" genannt, weil Noah es gesagt bekam, dass Menschen Fleisch essen duerfen, aber nicht samt dessen (speziell mit dem Blut verlierbarer) "Lebensseele".
Es gab diese Andersglaeubigen um Juden herum doch zu allen Zeiten schon ab der Gruendung des Judentums als solchem am Sinai, auch im Hl.Land. Zum Beispiel zog die Familie, in welche Moses eingeheiratet hatte, mit ins Hl.Land ein, ungefaehr noerdlich von Beerschewa.
Bei der Vorschrift, um fuer unseren G0TT das juedische Heiligtum zu erstellen, ist ein "Heidenvorhof" typisch fuer Salomos Tempel in Jerusalem. Dort konnten die, wenn sie mochten, auch zu unserm G0TT beten und IHM Geluebde erfuellen, nur separat wegen der kultischen Renheitgebote, welche die Voelker verschieden befolgten.
Nachdem in der Hellenenzeit die Hl.Buecher und Lehren alles Voelker in Aegypten gesammelt, durchdacht und zur Uebername empfohlen wurden, soweit sie dem Hellenentum genug vernuenftig erschienen und das, was als G*tt verehrt wurde, auch daraufhin akzeptabel wurde, die Mindestbedingung zu erfuellen, eine pur geistige *Hoheit anzusprechen, wurde die uebersetzte Hl.Schrift auch vielen Nicht-Juden inhaltlich bekannt.
Es gab eine relativ kurze Epoche, fuer das Judentum zu werben, sich als Nicht-Judaeer anzuschliessen. Irgendwie religioes zu sein, fand man fuer alle Menschen zivilisatorisch wichtig, aber an den meisten Kulten hingen zuviele Bedingungen, meine ich, wieso man zu denen gehoeren konnte.
St.Augustinus erwaehnt, dass die Roemer um die 400 G*tter zugleich im Reich verehrten, aber ziemlich klar doch auch, dass die *Hoheiten, die der Landwirt der Reihe nach in seinem Jahresverlauf bedient, einem Menschen, der weder Acker noch Garten hat, kaum einfallen wuerden, in diesem Kultus um etwas Sonstiges zu beten. Man muss das auch mal vom Praktischen aus sehn und gedanklich die ethische Grunderziehung trennen vom religioesen Gemeinschafts-Pflegen. Letzteres sah man an als etwas, was ersteres wuenscht, also zur Ethik gehoerte es, dass der Mensch sich religioes binde - an welche Kulte, das legte die Ethiklehre bestimmt nur sehr ungefaehr fest.
Jetzt seht das mal historisch an: Juden sehn kein Problem darin, dass andere Menschen andere Religionen haben, sie - wir - verlangen nur, dass man uns keinen anderen Kultus aufzwingt. Soweit unsere Lehren auf unser Gemeinwesen wohltuend und weise wirken, wuerden wir natuerlich dafuer auch werben - fuer diese Vernunft und Weitsicht, wozu einer aber nicht sogleich auch juedisch werden muss, damit ein Argument wie z.B. "Das Mass, womit du richtest, wird man auch anwenden, um ueber dich zu richten" einzusehn ist. Oder: Es ist unrecht, auf dem Markt mit unterschiedlichen Massen zu messen.
Wenn jemand sagen sollte, dass da aber beachtlich viele praktikable Weisheiten gesammelt sind, kann der Jude sagen: Ja, die kriegten wir in unserer Lehre am Berge Sinai von IHM, den wir anbeten.
Die Hl.Schrift beweist auch, dass wir von vorhnherein eine Gelegenheit anboten, fuer jeden, der moechte, dass er auch zu unserm G0TT beten und Geluebde machen kann - aber nicht muss.
Solche Leute heissen biblisch ganz allgemein "G*ttesfuerchtige" oder "Zaddiqim" (gerecht, eintraechtig). Nicht jeder von denen ist ein Jude und nicht jeder davon ist auch ein Nachri, Noachit, oder "Beisass" (Ger ToSchaw), denn beim Nachri gehoert dazu, dass er in irgendeiner Nation Buerger ist. Der Gerechte oder der G*ttesfuerchtige ist nicht unbedingt Mitglied einer Nation und kann auch Sklave sein oder sonstwie ungebunden.
mfG WiT ;.)

