07-02-2008, 19:10
Hallo Thomas,
nein, es geht nicht um den Zusammenhang von Bennos Text oder eine bestimmte interne Terminologie, sondern nur um das, was dort bereits steht, bzw. was du zum Thema geschrieben hast und nun wiederholst:
Jeder Gutachter vor Gericht kennt das: Die Wertung nimmt das Gericht nach Recht und Gesetz vor, nicht der Gutachter! Wertmaßstäbe werden von der Religion – bei uns weitgehend christliche Grundwerte – beeinflusst, indem die Parlamentäre das Wert- und Rechtsempfinden in die Debatten und Beschlüsse einbringen.
nein, es geht nicht um den Zusammenhang von Bennos Text oder eine bestimmte interne Terminologie, sondern nur um das, was dort bereits steht, bzw. was du zum Thema geschrieben hast und nun wiederholst:
t.logemann schrieb:Das Wörtchen "Verschwörung" halte ich für zu hoch gegriffen - aber es gibt - vorallem unter den Naturwissenschaftlern - schon Tendenzen, religiöses, metaphysisches, esoterisches zu negieren, mindestens aber zu ignorieren, da es dem Standard der Vernunft und Logik anscheinend widerspricht.Naturwissenschaftler sind Menschen, die nicht gefeit davor sind, sich weltanschaulich zu äußern – warum auch nicht. Sie tun dies aber nicht im Sinne der wissenschaftlichen Methoden, sondern als Menschen, die den weltanschaulichen Strömungen ihrer Zeit verhaftet sind. Wenn du eine Tendenz feststellen zu können glaubst, dann handelt es sich um gesellschaftliche Strömungen, den "Zeitgeist". Dass dort mitunter "fremde Götter" regieren, sei eingeräumt. Ein solch "fremder Gott" ist die falsch verstandene Wissenschaftlichkeit. Diese stammt aber nicht in erster Linie von "den Wissenschaftlern", sondern allenfalls von ihren Auftraggebern und Nutznießern.
t.logemann schrieb:Wenn Wissenschaft und Religion sich ergänzen und gegenseitig fördern sollen, dann kann keiner der beiden Zweige einen Führungsanspruch entwickeln …Dies geht m. E. von einer falschen Sichtweise aus. Die Wissenschaft (als Methode) kann keine (geistliche) Führung beanspruchen, weil sie sich jeder Wertung zu enthalten hat.
Jeder Gutachter vor Gericht kennt das: Die Wertung nimmt das Gericht nach Recht und Gesetz vor, nicht der Gutachter! Wertmaßstäbe werden von der Religion – bei uns weitgehend christliche Grundwerte – beeinflusst, indem die Parlamentäre das Wert- und Rechtsempfinden in die Debatten und Beschlüsse einbringen.
t.logemann schrieb:…- dann ist da kein Raum für neue Thesen, neue Theorien oder neue Interpretationen.Ja, schon! Doch die Argumentation des Eingangsartikels – hier - nutzt eine Rhetorik, die den Widerspruch geradezu provoziert. Das kommt tatsächlich einer Missionsrede oder einem Traktat verdammt nahe.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

