13-01-2008, 00:49
Nun, WiTaimre hat schon Recht ,daß es an Echnatons Vorgehen einiges auszusetzen gab.
Da sollen ja auch vor allem politische Überlegungen eine Rolle gespielt haben.
Die Amun-Re-Priesterschaft wurde einfach zu mächtig und konnte in politische Fragen viel reinreden.
Echnaton hat also Aton ,als dessen Prophet er sich sah (das bedeutet auch der Name Echnaton) als allein anzubetenden Gott eingeführt.
Er hat das ziemlich riguros gemacht , und große Teile des Volkes vor den Kopf gestossen,also jene ,die andere Götter anbeteten.
Man muss dabei bedenken , daß es zwar viele Götter gab ,aber daß viele Leute sich insbesondere an einen Gott hängten.
Die Amun-Re-Priesterschaft drückt das wohl sehr deutlich aus.(Wobei das auch eine Verschmelzung zweier alter Götter war).
Echnaton hat also Aton nicht aus dem Boden gestampft , sondern einfach einen alten Gott wieder zur Blüte gebracht , und ihm ein neues ,an Monotheismus erinnerndes Antlitz gegeben.
Hätte Echnaton einen soliden Nachfolger gehabt , so wäre die Geschichte wohl anders verlaufen. Aber Nofretete schenkte ihm nur Töchter , und die Herkunft von Tut-Ench-Amun ist auch nicht so richtig geklärt .
Er muss (wegen des Herrschaftsanspruches ) wohl ein Sohn Echnatons gewesen sein , aber man weiß nicht , ob er einer Ehe Echnatons mit seiner 3.Tochter entstammt , oder einer Zusammenkunft mit seiner Mutter.
Jedenfalls war Tut-Ench-Aton erst 9 als er den Thron bestieg , und erst 18,als er starb.
Da ist es naheliegend , daß die Amun-Re-Priester und noch viele andere Einfluss nahmen auf die Wiedereinführung der alten Götter.
Die darauffolgenden Herrscher waren bei der Auslöschung des Aton-Glaubens allerdings noch viel riguroser als Echnaton damals umgekehrt.
Es ist schon erstmal naheliegend , hier die Juden mit ins Spiel zu bringen , wegen des Monotheismus und dem Auszug aus Ägypten , aber geschichtlich gesichert ist das nicht.
Man muss sich doch erstmal die Frage stellen , wann beim Volk Israel der Monotheismus Einzug gehalten hat.
Dies Zeit Echnatons halte ich für viel zu früh.
Auch in der Bibel wird berichtet , daß noch ganz andere Götter angebetet wurden. Sogar Salomo , der von Gott mit Weisheit überschüttet und als Sohn angenommen wurde , betete noch ganz andere Götter an.
Das wird in der Bibel natürlich als Abkehr vom wahren Gott gewertet , dem auch schlimme Strafen folgen , aber wie sieht es denn historisch aus ?
Da gibt es zwei Möglichkeiten :
Entweder war das Volk Israel polytheistisch , oder es gab verschiedene Religionsrichtungen nebeneinander.
Dabei sehe ich allerdings keinen allzu großen Widerspruch , da auch im Polytheismus oftmals ein Gott ganz besonders angebetet wird.
Manche Religionshistoriker gehen davon aus , daß die jüdische Religion erst im Exil von gebildeten Geistlichen letztendlich definiert wurde (da denkt man doch gleich an Daniel *g*).
Dabei wurden die alten , überlieferten Geschichten natürlich aus der Sicht dieses Glaubens gesehen und entsprechend aufgeschrieben.
Klar , daß dabei die anderen Götter des Volkes Israel schlecht dastehen.
Aber es steht überhaupt nicht fest , woran z.B. Jakob (so fern es ihn wirklich gegeben hat) glaubte.
Ja,womöglich hat gar nicht JHWH Israel aus Ägypten geführt , und es wurde ein anderer Gott zu dieser Zeit angebetet.
Man müsste der Genauigkeit halber allerdings auch das Entstehungsdatum der einzelnen Bücher betrachten.
Da sollen ja auch vor allem politische Überlegungen eine Rolle gespielt haben.
Die Amun-Re-Priesterschaft wurde einfach zu mächtig und konnte in politische Fragen viel reinreden.
Echnaton hat also Aton ,als dessen Prophet er sich sah (das bedeutet auch der Name Echnaton) als allein anzubetenden Gott eingeführt.
Er hat das ziemlich riguros gemacht , und große Teile des Volkes vor den Kopf gestossen,also jene ,die andere Götter anbeteten.
Man muss dabei bedenken , daß es zwar viele Götter gab ,aber daß viele Leute sich insbesondere an einen Gott hängten.
Die Amun-Re-Priesterschaft drückt das wohl sehr deutlich aus.(Wobei das auch eine Verschmelzung zweier alter Götter war).
Echnaton hat also Aton nicht aus dem Boden gestampft , sondern einfach einen alten Gott wieder zur Blüte gebracht , und ihm ein neues ,an Monotheismus erinnerndes Antlitz gegeben.
Hätte Echnaton einen soliden Nachfolger gehabt , so wäre die Geschichte wohl anders verlaufen. Aber Nofretete schenkte ihm nur Töchter , und die Herkunft von Tut-Ench-Amun ist auch nicht so richtig geklärt .
Er muss (wegen des Herrschaftsanspruches ) wohl ein Sohn Echnatons gewesen sein , aber man weiß nicht , ob er einer Ehe Echnatons mit seiner 3.Tochter entstammt , oder einer Zusammenkunft mit seiner Mutter.
Jedenfalls war Tut-Ench-Aton erst 9 als er den Thron bestieg , und erst 18,als er starb.
Da ist es naheliegend , daß die Amun-Re-Priester und noch viele andere Einfluss nahmen auf die Wiedereinführung der alten Götter.
Die darauffolgenden Herrscher waren bei der Auslöschung des Aton-Glaubens allerdings noch viel riguroser als Echnaton damals umgekehrt.
Es ist schon erstmal naheliegend , hier die Juden mit ins Spiel zu bringen , wegen des Monotheismus und dem Auszug aus Ägypten , aber geschichtlich gesichert ist das nicht.
Man muss sich doch erstmal die Frage stellen , wann beim Volk Israel der Monotheismus Einzug gehalten hat.
Dies Zeit Echnatons halte ich für viel zu früh.
Auch in der Bibel wird berichtet , daß noch ganz andere Götter angebetet wurden. Sogar Salomo , der von Gott mit Weisheit überschüttet und als Sohn angenommen wurde , betete noch ganz andere Götter an.
Das wird in der Bibel natürlich als Abkehr vom wahren Gott gewertet , dem auch schlimme Strafen folgen , aber wie sieht es denn historisch aus ?
Da gibt es zwei Möglichkeiten :
Entweder war das Volk Israel polytheistisch , oder es gab verschiedene Religionsrichtungen nebeneinander.
Dabei sehe ich allerdings keinen allzu großen Widerspruch , da auch im Polytheismus oftmals ein Gott ganz besonders angebetet wird.
Manche Religionshistoriker gehen davon aus , daß die jüdische Religion erst im Exil von gebildeten Geistlichen letztendlich definiert wurde (da denkt man doch gleich an Daniel *g*).
Dabei wurden die alten , überlieferten Geschichten natürlich aus der Sicht dieses Glaubens gesehen und entsprechend aufgeschrieben.
Klar , daß dabei die anderen Götter des Volkes Israel schlecht dastehen.
Aber es steht überhaupt nicht fest , woran z.B. Jakob (so fern es ihn wirklich gegeben hat) glaubte.
Ja,womöglich hat gar nicht JHWH Israel aus Ägypten geführt , und es wurde ein anderer Gott zu dieser Zeit angebetet.
Man müsste der Genauigkeit halber allerdings auch das Entstehungsdatum der einzelnen Bücher betrachten.

