26-11-2025, 23:18
(25-11-2025, 23:07)subdil schrieb:Natürlich! Gefühle sind Instinktreste unserer Spezies, die ursprünglich das Überleben gesichert haben. Eine Lebenssituation in der Wildnis ist selbstverständlich nur zu ertragen, wenn unsere Gefühle keine Bedrohung signalisieren. Wir alle kennen das Gefühl in vertrauter Umgebung: Behütet sein!(25-11-2025, 00:27)Ekkard schrieb: Es ist gewiss ein schönes Gefühl, in einer Welt zu leben, in der alles wunderbar einsichtsvoll (intelligent) aufeinander abgestimmt und gesteuert abläuft.
Was macht dich so sicher, dass hinter den Beispielen Einsichtsfähigkeit oder Reflexion steckt? Also: Warum?
Es ist schwierig, dieses Gefühl und diese Intuition in Worte zu fassen.
(25-11-2025, 23:07)subdil schrieb: Ich beantworte deine Frage daher "andersrum": Wie würde wohl ein Universum aussehen, das nicht von einer kosmischen Intelligenz erschaffen und gesteuert wird? Es wäre wahrscheinlich ein totales Chaos aus umherirrenden Elementarteilchen, vielleicht würde es noch nicht mal eine lineare Zeit geben. Atome könnten sich nicht bilden, geschweige denn Moleküle oder gar Leben.Wir wollen doch hier nicht ein Ergebnis (physikalisch: Zustand) mit einer Planung desselben vertauschen!
Diese Welt hat uns, die Beobachter, hervorgebracht – übrigens mit einem unermüdlichen Prozess des Werdens und Scheiterns. Es passt „alles so schön“, weil diejenigen Lebewesen nicht mehr existieren, die nicht in diese Welt passten.
Dieser Kosmos verhält sich wie unsere Regierungen: Sie bieten Rahmenbedingungen. Reüssieren müssen schon die Einwohner selbst. Oder denkst du, unsere Regierungen steuern unser Leben im Detail? (Ist eine rhetorische Frage. Das können Regierungen überhaupt nicht.)
(25-11-2025, 23:07)subdil schrieb: Und ein solches Szenario ist gar nicht so unrealistisch. Urknalltheoretiker sprechen zum Beispiel davon, dass, wenn mit der Expansion des Universums in der Anfangsphase nur ein bisschen was anders gelaufen wäre, sich keine festen Atome hätten bilden können. Hätten …Dieser Konjunktiv ist müßig! Denn in einem chaotischen, lebensfeindlichen Kosmos existiert niemand der uns davon berichten könnte. Entstehen Lebewesen und sind diese zur Selbstreflexion und Einsicht in die eigene Welt in der Lage, finden sie zwangsläufig physikalische Parameter, die ihnen das Leben ermöglichen – also: immer!
(25-11-2025, 23:07)subdil schrieb: Dass Menschen dann aber über die körperliche Komplexität hinausgehend auch noch ein Geistesleben entwickelt haben, also Kunst, Kultur, Religion usw..., das beweist wiederum, (…) dass wir nicht nur gesteuerte Automaten sind, sondern dass wir uns auch in einer mitwirkenden kreativen Beziehung zu Gott, also der kosmischen Intelligenz befinden.Wieso das denn? Sollte es verschiedene „kreative Intelligenzen“ geben, müssen die überhaupt nicht gegenseitig „mitwirken“! Einfaches Beispiel: Menschliches Problemlösen dauert in der Größenordnung von Minuten bis Tagen. Bei großen Ökosystemen z. B. Gewässer dauern Problemlösungen z. B. Abbau von überschüssiger Nahrung u. U. viele Jahre. Oder der Umbau zuvor kollidierter Galaxien braucht Hunderte von Millionen Jahre. Du kannst jetzt sagen, Ökosysteme oder Galaxien sind ja auch nicht intelligent. Macht nichts, es geht allein darum, dass Reaktionen, die zum intelligenten Verhalten beitragen, so verschieden sind, dass Intelligenzen nichts miteinander zu tun haben müssen.
Kleiner Ausflug in die Datenübermittlung: Eine kosmische Intelligenz müsste ihrer Datenübertragung nach Reaktionszeiten aufweisen, wie sie Licht- oder Gravitationswellen zwischen den Welteninseln aufweisen. Eine Korrespondenz mit, geschweige denn Mitwirkung von uns wäre gaaahnz laahngsaahm …
Also uns bleiben wirklich nur die Rahmenbedingungen, denn eine Rückmeldung wäre erst nach Tausenden von Jahren zu erwarten.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
Ekkard

