johnson schrieb:...dass ich absolut einverstanden damit bin, sich sein Bild von der gegenwärtigen Politik zu machen, und diese gegebenenfalls zu kritisieren und auch dagegen Publik zu machen. So wie meinetwegen Bonhoeffer oder die vielen anderen. Es kommt mir viel mehr auf die Motivation an: Warum verkünde ich offen meine kritik an der Politik?"Kritisieren und publik Machen"
reichen wohl kaum aus, das zu beschreiben, was die Widerstandskämpfer im 3. Reich aus christlichen Gründen taten. Sieh dir einmal das Leben Bonhoeffers genauer an. Alle Christen müssen da wohl ein wenig mehr tun wie z.B. auch Erzbischof Oscar Romero, der für seinen Einsatz am Altar erschossen wurde.
Die Motivation dürfte klar sein: Weil so viel vom Geist Jesu wie möglich auch die Politik bestimmen soll. Das habe ich aber oben schon ausführlicher geschrieben.
johnson schrieb:...Es geht hier nicht um den Stand des Christentums,Zitat:Ich empfehle dir einmal dazu Pinchas Lapide (Er predigte in ihren Synagogen. Siebenstern-Tb. 1400, S. 47 ff.) zu lesen oder andere neue theologische Bücher zur Kreuzigung und der polititschen Relevanz von Jesu Wirken.mandingo, wir werden uns erst dann einig sein, wenn ich dein Verständnis des Christentums vollständig übernommen habe. Ja, erst dann bin ich deiner Meinung nach auf dem neuesten Stand des Christentums.
sondern um die politische Wirkung Jesu. Genau dazu sagt der jüdische Neutestamentler Lapide an der angegebenen Stelle wichtige Dinge, die er als Jude sehr gut beurteilen kann.
Mit meiner Meinung hat das wenig zu tun.
johnson schrieb:...negativ dagegen ist, dass der Mensch einfach nicht in der Lage ist, die Grundlegenden Probleme der menschen zu lösen. Ansonsten müsste man ja global starke verbesserungen erkennen können. Aber nein: Es erscheint einfacher, den mond und anderer Sonnensysteme zu suchen und zu erforschen, als sich um die Probleme auf der Erde zu kümmern.. Warum ist das wohl so?...
Mandingo schrieb:Weil es so viele Christen gibt,
die wie du denken, sie sollten sich aus der Politik heraushalten.
johnson schrieb:Christen wie ich sind also dafür verantwortlich, dass so viel leid auf der Erde geschieht, dass Kriege geführt werden, dass es Hungersnöte gibt...usw. Und du willst mir sagen, du verachtest mich nicht?Unlogisch, johnson,
natürlich verachte ich weder dich noch sonst einen mit anderer Meinung.
Aber es ging bei deinem Beitrag darum, warum die Gerechtigkeit in unserer Welt nicht besser aussieht. Und da ist deine Auffassung, Christen sollten sich aus der Politik heraushalten, nicht gerade dazu angetan, christlichen Geist in die Politik zu bringen. Je mehr Christen sich politisch engagieren, desto christlicher wird die Politik. Ist das so abwegig?
Deine Verallgemeinerungen führen von den eigentlichen Argumentationsrichtungen ab.
"Tradition ist die Weitergabe des Feuers, nicht die Anbetung der Asche!" (Gustav Mahler nach Thomas Morus)


