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Wie findet man zum Glauben an Gott?
#12
Binanentheoretiker schrieb:Eine Freundin … zweifelt (mitunter) an einige Passagen in der Bibel, was ich persönlich aber nicht als geistigen Beinbruch ansehe. In einem ist sie sich aber nicht sicher und das obwohl sie an die Schöpfung glaubt: Existiert Gott wirklich oder ist alles was wir diesbezüglich tun nur eine Einbildung?
Ich bezeichne "das, was wir im Glauben tun" nicht als Einbildung sondern als Konvention. Klar, nur in seltenen Fällen haben sich Leute, wie Bischöfe, Kirchenväter oder die Apostel zusammen gesetzt und etwas besprochen und schließlich vereinbart. Meistens handelt es sich um in der Tradition gewachsene Glaubensstrukturen, unter anderen "an Gott". Es ist gar kein Zweifel, dass sich die Gottesvorstellungen im Laufe der Lebenszeit ändern. Deshalb gibt es auch den Zweifel am Glauben. Wie dargelegt, handelt es sich aber nur um den Zweifel an den menschlichen (Glaubens-) Konventionen, an den Bildern, die wir zur Glaubensmitteilung benutzen. Diese Konventionen sind selber jene Krücken, die wir für unsere Mitteilungen gebrauchen müssen. Es ist deshalb müßig, Gottesbeweise finden zu wollen. Auf welchem übergeordneten System sprachlicher Konvention sollte denn solch ein Beweis geführt werden. Solch eine Meta-Sprache gibt es nicht.
Binanentheoretiker schrieb:Was meint ihr, wie findet man zum Glauben an Gott?
Der Weg im Glauben ist das Mitmachen in der Gemeinde, das "Austeilen von Liebe", das gegenseitige Anteilnehmen. Tun wir mit in der Gemeinde (allgemeiner: in der Gesellschaft), dann gehen wir den Lebensweg des Glaubens, ohne uns letzte Gewissheit verschaffen zu müssen.
Binanentheoretiker schrieb:Ich bin der Auffassung, das man selbst entscheiden kann, ob man an Gott glauben kann oder nicht. Der Wille muss da sein. Die Frage ob sie, wenn es in ihrer Macht liege, Gott zu erschaffen, es tun würde, weiß sie nicht zu beantworten. Die Frage zielte darauf ab ob sie einem Gott "untertan" sein möchte, also anerkannt, dass jemand über ihr steht.
Ich denke da anders. Glaube ist nicht ein Akt des Wollens, sondern Glaube ist die Haltung aus der Summe unserer Motive und Vorstellungen aus lange bis lebenslang andauernden Lernprozessen.
Man kann Glaube nicht verlangen, von sich selbst nicht und nicht bei anderen – so wie in der Liebe.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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RE: Wie findet man zum Glauben an Gott? - von Ekkard - 25-05-2007, 22:49

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