(04-11-2023, 22:57)Sinai schrieb: In alten Zeiten führte der Handel oft zu Wucher mit lebensnotwendigen Nahrungsmitteln (Getreide) und dann zu Notwehr der Verhungernden
Kein schönes Vorbild!
Ich weiss, dass Du uns schon oefter hier Dein magisches Denken vorgefuehrt hast, indem Du meinst, dass so etwas durch Preisdeckel geloest werden koennte. Das fuehrt erfahrungsgemaess schlicht dazu, dass gar nichts mehr auf dem offiziellen Markt verkauft wird. Wucher trifft nur dann zu, wenn die Ware eigentlich da ist, aber von jemandem, der eine Monopolstellung hat, kuenstlich zurueckgehalten wird; so etwas wird normalerweise ueber die Aufloesung der Monopole geregelt.
Aber hier kommen wir dazu, was an Marktwirtschaft Ideologie werden kann: nicht die Marktwirtschaft selbst - die bezeichnet einfach das normale menschliche Grundhandeln - sondern wenn die Meinung vertreten wird, dass eine vollkommen freie Marktwirtschaft grundsaetzlich alles am besten regelt. Letzteres ist eine Ideologie, und zwar eine Ideologie, die als widerlegt gelten kann. Aus dem Grund gibt es auch fast nirgendwo eine freie Marktwirtschaft. Zumindest folgt diese auch in den sogenannten westlichen Laendern strikten Gesetzen und Verordnungen, welche vielen Auswuechsen einen Riegel vorschieben.


