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Asyl und Fachkräfteeinwanderung
#42
(29-12-2022, 20:18)Gundi schrieb: Den "Prinzen" habe nicht ich in den Thread eingeführt

ich aber ganz sicher nicht. warum hältst du es dann mir vor?

Zitat:Leute in Niedriglohnjobs zahlen aber kaum Sozialbeiträge

na klar hängt die beitragshöhe auch von der einkommenshöhe ab. und weiter?

Zitat:Ihr seht Menschen nur als billige Arbeitskräfte an, für Jobs die sonst niemand machen möchte

nein. unterlasse bitte solch verleumderische unterstellungen

Zitat:dabei wird übersehen, dass schlechte gesellschaftliche Unterstützung (zb. in Form von Integrations- und Sprachkursen) diesen Menschen eine Perspektive verwehrt, Teil der Gesellschaft zu werden

ich würde gerne wissen, wie du darauf kommst. niemand hier übersieht das, alle (na, außer sinai vielleicht) fordern das - du aber bist derjenige, der sagt: geht nicht!

Zitat:Du zeigst aber nicht, dass es "sehr wohl geht". Deine Argumente (learning by doing etc.) halte ich für blauäugig

also ich zeige nichts - aber du kritisierst als "blauäugig", was ich zeige. was jetzt also? fällt dir der widerspruch nicht selber auf?

du bist doch derjenige, der nichts zeigt - sondern zu allem nur zu sagen hat "geht nicht", "ist unsinnig" usw.

Zitat:Viele Leute die hier her kommen wissen doch gar nicht, wie hier bezahlt wird. Deutschland gilt immer noch als reiches Land, mit Chancen für jeden. Dass das in der Realität nicht stimmt, entdecken viele dann erst vor Ort. Und hier sollte der Staat die Menschen nicht alleine lassen, sondern entsprechende Qualifizierungsangebote machen

wieviele offene türen willst du denn noch einrennen?

Zitat:Einfach nur die Türen zu öffnen und die Menschen dann alleine zu lassen ist doch nicht dienlich

deswegen verlangt das auch keiner. das ist allein dein strohmann, den du hier baust

Zitat:Es geht dir nur um Menschen die arbeiten sollen. Nicht um gleiche Teilhabe und gesellschaftliche Integration

ich sagte bereits: unterlasse bitte solch verleumderische unterstellungen

Zitat:
(28-12-2022, 23:52)petronius schrieb:
Zitat:Schlechte Löhne fördern Unzufriedenheit
ach nee!
erst bei ausländern oder doch vielleicht sogar schon bei einheimischen?
falls letzteres, warum führst du es dann als hindernis spezifisch für migranten auf?
Weil die Einheimischen nicht extra herkommen um dann enttäuscht festzustellen, dass sich ihr Traum nicht realisiert.

und das ändert jetzt genau was an der schädlichkeit ausbeuterischer arbeitsverhältnisse und der daraus resultierenden unzufriedenheit?




die sache ist doch ganz einfach die: hier fehlen arbeitskräfte auf allen ebenen, vom angelernten über den qualifizierten bis zum hochqualifizierten. letztere sollen zwar kommen, die bedingungen dafür werden aber so unattraktiv gestaltet, daß es eben keiner tut, der auch andere alternativen hat

(disclaimer: klar sieht die sache für eu-bürger anders aus, es gilt ja freizügigkeit. eine willkommenskultur für z.b. osteuropäische un- bis niedrig qualifizierte sieht aber auch anders aus als die mitteleuropäische realität. ich spreche hier - stichwort: asyl - aber in erster linie migranten aus dem nicht-eu-bereich an)

schon die qualifizierten läßt man nicht herein, weil die qualifikation oft nicht anerkannt wird

und unqualifizierte, aber (an)lernwillige, schauen erst recht durch die finger. sie werden als "einwanderer in die sozialsysteme" denunziert und erst recht draußen gehalten

dabei gibt es aber viele potentielle wirtschaftsmigranten - denen man jedoch keinen weg zur migration, integration, qualifikation hierzulande eröffnet. obwohl "die wirtschaft", also letztlich wir alle, sie dringend ("händeringend") braucht. der so gut wie einzige weg, hierher zu kommen, ist also der oft illegale: nämlich asyl zu beantragen. in der trügerischen hoffnung, wenn man es erst einmal bis hierher geschafft habe, werde sich schon noch alles irgendwie finden

das tut es auch (für einen geringen teil, der dafür auch noch lange leiden und sich als illegaler ausbeuten lassen muß) in anderen ländern, wo immer wieder mal in aktionen ein (kleiner) teil der "sans papiers" "legalisiert" wird. aber in d? no way: "deutsch sein, heißt eine sache um ihrer selbst willen zu betreiben", wie schon richard wagner wußte. es geht nicht um pragmatische lösungen zum wohle aller, es geht ums prinzip. und das heißt nun mal (auch wenn "man" das nicht mehr so sagt) "ausländer raus!"

genau deshalb auch gibt es kaum maßnahmen und ganz sicher keine strategie, zuwanderer zu integrieren. was uns ja allen zunehmend auf die köpfe fällt, aber: "deutsch sein, heißt usw." bzw. "ausländer raus!"

wirklich scheinheilig aber ist es in meinen augen, letzteres zwar ebenso zu beklagen wie auch allgemein das soziale problem unzureichender löhne, es aber als instrument gegen zuwanderung zu verwenden nach dem motto "solange hier nicht alles perfekt auf und für integration eingerichtet ist, können wir niemanden hereinlassen". und das genau ist, was aus deinen auslassungen hier bei mir ankommt - tut mir ja auch leid

statt perfektion ist pragmatismus angesagt: das mögliche tun, dabei auch mal abstriche da und dort vornehmen (nicht auf dauer, als neues system, aber vorläufig), um wenigstens etwas zu erreichen. und dabei natürlich nicht im streben nach perfektion nachlassen im sinn von "besser geht immer"

nur kann es nicht angehen, das gute sein zu lassen, weil man das bessere nicht hat
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)


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