13-02-2022, 20:33
(13-02-2022, 03:17)Apollonios schrieb: Luther hat hier, gegen die im Bibeltext fundierte Tradition, einen eigenständigen Gedanken vorgebracht, der emanzipatorisch wirkte. Zuvor herrschte ja das Prinzip, dass der Gläubige eine Geschäftsbeziehung zu Gott hat, indem er für sich durch religiös erwünschte Taten ein Kapital anhäuft, die "Schätze im Himmel", für das er dann eines Tages einen Gegenwert erhält, nämlich seinen Platz im Himmel (bei besonders viel Schätzen einen privilegierten Platz)
ja, aber das ist doch (folgt man z.b. helmuth) immer noch so. die "religiös erwünschte Tat" ist grundvoraussetzung, also daß man sich zu diesem gott bekennt oder bekehrt oder wie mans halt nennen will - eine klare geschäftsbeziehung, quid pro quo
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)

