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Großgemeinden : Grenzen des Wachstums
#3
Da fiel mir noch etwas ein. Auch früher hatten die Menschen nicht die Garantie auf "ihren" Pfarrer.

Wenn der Pfarrer der Dorfkirche krank war (damals ohne Antibiotika dauerte jede Grippe zwei bis drei Wochen), wenn er auf Urlaub war (jährlich ein Monat Heimurlaub bei seiner Familie), wenn er auf geistlichen Exerzitien war (jedes Jahr zwei Mal zwei Wochen), wenn er beim Bischof war, etc etc etc - dann sprang ein anderer, fremder Pfarrer wochenlang als Vertretung ein.

Im Schnitt war ein Pfarrer zwei bis drei Monate im Jahr nicht in seinem Dorf im Einsatz

Dann wohnte in diesen Zeiten der fremde Pfarrer in der Gästewohnung im Pfarrhaus und machte die wöchentlichen Sonntagsmessen, die Trauung, die Taufe, die Beerdigung, die Seelsorge
(05-11-2018, 13:16)Kreutzberg schrieb: . . . kann endgültig der lokale Bezug verloren gehen.


Wenn es Dich beruhigt, dann kann man sagen, daß durch die Motorisierung die "Dörfer" größer geworden sind.
Hatten sie früher einen Radius von zwei Kilometern, so ist er nun zwanzig Kilometer

Der lokale Bezug hat nun einen viel größeren Radius.

Auch der Radius der Jugendlichen hat sich verzehnfacht.
Die Jugendlichen fahren selbstverständlich mit dem Moped in die 20 Km entfernte Disco und haben dort Freunde

Am Samstag sitzt ja auch die Bauersfrau nicht mehr daheim  am Spinnrad, sondern fährt mit der ganzen Familie 20 Km zum Aldi einkaufen
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RE: Großgemeinden : Grenzen des Wachstums - von Sinai - 06-11-2018, 11:50

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