25-07-2018, 15:31
Man nimmt im allgemeinen an, dass das Bischofsamt als Organisationsform der Kirche eine Entwicklung des zweiten Jahrhunderts ist. Das Wort "episkopos" (Aufseher) taucht, wenn auch insgesamt nur 5 mal, in spaeten NT-Texten auf, ist aber in seiner Bedeutung wohl allgemeiner gefasst als spaeter. Bei Paulus sieht man ja die fruehe Organisation von Presbyter-Gemeinden.
Die naechste Entwicklung war, dass Gemeinden prinzipiell unabhaengig waren, dann regionalen Bischoefen unterstanden. Auch diese hatten gegenseitig keinerlei Weisungsbefugnis. Man denke daran, wie Polykarp, der Bischof von Smyrna in Kleinasien, nach Rom ging, um mit dem Bischof von Rom, Anicetus, das Datum des Osterfestes zu diskutieren. Man einigte sich darauf, die unterschiedlichen Gepflogenheiten zu respektieren, da niemand nachgab. Anicetus muss wohl im westlichen Reichsgebiet schon recht viel Einfluss gehabt haben, genauso wie Polykarp es im Osten hatte.
Die naechste Entwicklung kam mehr oder weniger mit Konstantin. Um das Jahr 300 herum hatte Diokletian das Roemische Reich neu gegliedert, in drei Praefekturen, und die Praefekturen wurden wiederum in Dioezesen untergliedert. Konstantin gliederte dann noch Aegypten als Praefektur aus. Die Kirche uebernahm dann 325 die weltliche Dioezesangliederung in Form der sogenannten Metropolitanverfassung. Der Bischof von Rom hatte die Oberhoheit ueber Italien, Illyrien, Gallien und Africa (den westlichen Teil Nordafrikas), der Patriarch von Alexandrien die ueber Aegypten, Libyen, die Pentapolis, der Patriarch von Antiochien ueber den Orient, etc.
Unter Justinian wurde dann die Pentarchie daraus, die Herrschaft der 5 Patriarchen (Rom, Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem). Alle Patriarchen waren ausdruecklich ranggleich, es gab lediglich eine Ehrenordnung, die die Reihenfolge bestimmte, wie sie genannt wurden. In dieser Ehrenordnung wurde der Patriarch von Rom halt als Erster genannt, da sein Bischofssitz von Petrus und Paulus begruendet war. Entscheidungen wurden durch Konzile getroffen.
Wenn man sich die Patriarchate anschaut, so sind die 4 Flaechenpatriarchate in der Folge alle zu separaten Kirchen geworden.
Die naechste Entwicklung war, dass Gemeinden prinzipiell unabhaengig waren, dann regionalen Bischoefen unterstanden. Auch diese hatten gegenseitig keinerlei Weisungsbefugnis. Man denke daran, wie Polykarp, der Bischof von Smyrna in Kleinasien, nach Rom ging, um mit dem Bischof von Rom, Anicetus, das Datum des Osterfestes zu diskutieren. Man einigte sich darauf, die unterschiedlichen Gepflogenheiten zu respektieren, da niemand nachgab. Anicetus muss wohl im westlichen Reichsgebiet schon recht viel Einfluss gehabt haben, genauso wie Polykarp es im Osten hatte.
Die naechste Entwicklung kam mehr oder weniger mit Konstantin. Um das Jahr 300 herum hatte Diokletian das Roemische Reich neu gegliedert, in drei Praefekturen, und die Praefekturen wurden wiederum in Dioezesen untergliedert. Konstantin gliederte dann noch Aegypten als Praefektur aus. Die Kirche uebernahm dann 325 die weltliche Dioezesangliederung in Form der sogenannten Metropolitanverfassung. Der Bischof von Rom hatte die Oberhoheit ueber Italien, Illyrien, Gallien und Africa (den westlichen Teil Nordafrikas), der Patriarch von Alexandrien die ueber Aegypten, Libyen, die Pentapolis, der Patriarch von Antiochien ueber den Orient, etc.
Unter Justinian wurde dann die Pentarchie daraus, die Herrschaft der 5 Patriarchen (Rom, Konstantinopel, Alexandrien, Antiochien, Jerusalem). Alle Patriarchen waren ausdruecklich ranggleich, es gab lediglich eine Ehrenordnung, die die Reihenfolge bestimmte, wie sie genannt wurden. In dieser Ehrenordnung wurde der Patriarch von Rom halt als Erster genannt, da sein Bischofssitz von Petrus und Paulus begruendet war. Entscheidungen wurden durch Konzile getroffen.
Wenn man sich die Patriarchate anschaut, so sind die 4 Flaechenpatriarchate in der Folge alle zu separaten Kirchen geworden.

