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Diskussionsprobleme
#4
Hallo Ekkard,

das das eine Immunisierung sein soll verstehe ich nicht. Ich will meinen Gesprächspartnern nicht die Möglichkeit nehmen Gegenargumente anzubringen. Ich verstehe auch nicht dass ich angeblich Hintertürchen für mich offen halte. Ich versuche nur ständig weitere Argumente und Erklärungen zu finden in der Hoffung dass man mich versteht.

(06-10-2017, 14:02)Ekkard schrieb:
(06-10-2017, 11:15)Adamea schrieb: Eine Vorstellung trägt immer das Objekt das ja eben zu dieser Vorstellung führt.
Dann verrate uns mal, was eine literarische Figur, sagen wir mal der "gestiefelte Kater", für ein Objekt trägt?

Das Objekt ist der gestiefelten Kater selbst.

Eine Vortellung bezieht sich auf das das gedacht werden kann oder will. Vorstellungen sind Bilder die auch dazu verwendet werden um etwas einem anderen zu erzählen der etwas nicht selber erlebt hat und dem dem dies dann per Vorstellung als Gedachtes im inneren Auge erscheint. Vorstellungen füllen also die Lücken einer fehlenden Erfahrung bildlich aus.
Dabei können Vorstellungen sich als pure unrealistische Geschichten und Märchen zeigen oder sie können sich auch an realen Dingen, Situationen oder Ereignissen halten.
Des weiteren ist es möglich sich per Vorstellung etwas vorzustellen, dass ÜBER die irdische Erfahrungmöglichkeit hinaus geht. Dies trifft bei der Gottesvorstellung zu. Beim Kater nicht.

Jede Gottesvorstellung ist nur ein Erklärversuch mit dem man sich eben das Objekt "Gott" erklären will. Die Frage ob Gott real existiert ist dabei unrelevant. Da sich diese Vorstellung auf das Jenseits bezieht sind keine Grenzen da. Im Gegensatz zum gestiefelten Kater spielt sich das Märchen auf der Erde ab und wird eingegrenzt durch unser Wissen um die Wirklichkeit. Allein das Wissen dass Katzen keine Stiefel tragen wollen, reicht aus um zu wissen dass der Kater keinerlei Realität besitzt.

Die Vorstellung von Gott unterscheidet sich also von der Vorstellung des gestiefelten Kateres darin, dass die Gottesvorstellung ÜBER das irdische hinaus denkt, wärend sich der Kater auf ein irdisches Sein begrenzt und damit sofort als Unreales entlarft ist.
Da wir genügend Erfahrungen mit dem irdischen haben, wissen wir dass die Vorstellung des Kateres unrealistisch  ist. Über die Vorstellung von Gott kann man nur sagen, dass die eine oder andere Vorstellung nicht zutreffen sein kann. Eine Gottesvorstellung muß jedes Wissen um den Kosmos mit einschließen können.
Eine realistische Vorstellung von Gott ist also nur mit der Berücksichtigung der Realität und dem gesammten wissenschaftlichem Wissen möglich.

Gott kann 1 realistische Vorstellung bekommen. Der gestiefelte Kater bleibt eine unrealistische Vorstellung.
Der gestiefelte Kater ist eine Erfindung einer Fantasiefigur nach der kein Mensch gefragt hat, sie wurde einfach erfunden ohne das jemand danach verlangte. Gott ist eine Figur nach dem einige Menschen verlangen und sich fragen ob da nicht eine Kraft ist, die alles ermöglicht hat. Diese Frage ist berechtigt und realistisch. Die Existens einer Kraft oder Gott kann durchaus in einer Möglichkeit gedacht werden und somit entsteht eine gewollte erwünschte Gottesvorstellung.
Gott in einer realitätsnahen Vorstellung zu bringen ist der eigendliche Wunsch der hinter dieser Vorstellung wirkt und eben auch dazu bewegt sich eine Vorstellung zu bauen. Menschen die an Gott glauben wollen, machen sich nun mal auch Vorstellungen über Gott.

(06-10-2017, 14:02)Ekkard schrieb:
(06-10-2017, 11:15)Adamea schrieb: Wenn es angeblich hier jetzt nicht um Gott geht aber um die Vorstellung von Gott geht, was ist denn dass für eine sich widersprechende Aussage? Sowas KANN ich nicht verstehen.
Nun, Gott ist rein vorgestellt und dann zwischen Gläubigen quasi "vereinbart". Natürlich lernt man sich religiöse Inhalte an. Aber das zählt zu den Vereinbarungen; denn letztlich kann man Angelerntes auch verwerfen und sich abtrainieren.

Ja, die starre Vereinbarung ist der Hemmschuh.

(06-10-2017, 14:02)Ekkard schrieb:
(06-10-2017, 11:15)Adamea schrieb: Der Kategorienfehler besteht darin, dass eine Kategorie zu wenig gedacht wird.
Nein, davon kann keine Rede sein. Denn es gibt nur die Vorstellungsebene. Die verirrten Besucher leben aber auf der Realitätsebene, ohne zu merken, dass sie beide Ebenen verwechseln.

Ich kann das leider immernoch nicht verstehen. Und warum kann da keine Kategorie fehlen?
Eine Vorstellungsebene ist doch entweder realistisch oder unrealistisch. Sie ist also zweiwertig.

(06-10-2017, 14:02)Ekkard schrieb: Aber ja doch! Das versuche ich doch dauernd darzustellen! Das Denken hält an dieser Stelle die beiden Kategorien nicht sauber auseinander.
Na super ein Übereinstimmung! Danke!

(06-10-2017, 14:02)Ekkard schrieb: Wundere dich also nicht, wenn man deinen Versuchen mit Kopfschütteln begegnet, weil sie sich wie "Besuch der Schwarzwaldklinik" anhören!
Ja doch, ich weiß dass.
Mir mißfallen nur diverse Formulierungen die mich als religöse Spinnerin dastehen lassen, Wortverdehungen und die Annahme ich können Gedanken lesen.

(06-10-2017, 14:02)Ekkard schrieb:
(06-10-2017, 11:15)Adamea schrieb: Die Irreführung entsteht weil die Worte verwendet werden können ABER EINEN ANDEREN SINN TRAGEN.
Warum sperrst du dich mit vielen Worten gegen die Erkenntnis, das Vorstellung und Realität nicht vermischt werden sollten?

Hä? Was ist das für eine Antwort auf dem was ich gesagt habe?
Wörter sind mehrsinnig verwendbar und Worte haben eine Doppelbedeutungen. Wenn man immer nur das selbe in einem Wort erkennt, kann man die andere Bedeutung nicht bedenken. Ich habe jetzt leider kein Beispiel.

(06-10-2017, 14:02)Ekkard schrieb: Du liest die Dinge auch nur teilweise! Die Irreführung ist ganz klar auf die übliche Vermischung von Vorstellung und Realität bezogen.

Die Einträge die ich beantworte lese ich genau und mehrfach!
Sollte ich den Eindruck erwecken dass ich nicht richtig lese, dann ziehe bitte auch in Erwägung dass ich etwas nicht verstehen konnte. Da ich mich bemühe auf alles zu Antworten, kann innerhalb meiner Antwort vielleicht ein Anhaltspunkt dafür erkennt werden.

Du meinst also ich vermische Vorstellung und Realität?  Ich verstehe leider immernoch nicht WARUM du das so siehst. Ich habe deine Kategegoriesortierung nun mal nicht verstanden auch wenn noch so viele User dir sagen dass sie verständlich ist. Anscheinend ist sie es nicht für mich. Sorry, dann hast du halt eine Begriffsstutzige vor dir. Freilich kann es auch sein, dass meine eigenen Vorstellung dies verhindert, aber dann braucht es eben um so mehr eine andere Erklärung. Wenn ich es verstehen soll oder darf. Ich habe mich nie verschlossen! Dass ist nur eine Unterstellung die man mir gemacht hat.

(06-10-2017, 14:02)Ekkard schrieb: Beschreibung ist Beschreibung und Realität ist etwas ganz anderes, etwas das wir tatsächlich nie vollständig erfassen. Da stimme ich zu. Aber davon war eigentlich gar nicht die Rede. Das bringst du an dieser Stelle in die Debatte. Mit welchem Zweck? Meinst du, Gott kann man nicht beschreiben?....

Das muß ich in die Debatte bringen, weil es um die Gottesvorstellung geht die ja auch nur eine Beschreibung ist. Eine Beschreibung die nie mit einer 100% Sicherheit Gott beschreiben kann EGAL wie gut oder schlecht eine Gottesvorstellungsbeschreibung ist.
Gott kann man nur MIT dem Unsicherheitsfaktor beschreiben. DARUM ist ja das GLAUBEN an sich kein Ding der Lächerlichkeit und sollte in der Gesellschaft nicht generell zum Objekt des Gespöttes mutieren. ...

(06-10-2017, 14:02)Ekkard schrieb: ...Gewiss, das ist eine der vielen Lesarten, die man in Religion findet. Aber sie ist gleichwohl falsch im Sinne einer "Immunisierung" (siehe ganz oben). Da Gott Gegenstand der (jüdischen) Mythologie ist, besteht eine recht eindeutige Beschreibung, wenn man mal die Immunisierungen streicht. Dem kannst du für dich hinzu fügen, was immer du willst. Nur eine Wirkung außerhalb deines Kopfes ist damit nicht gegeben. Wenn doch, dann gib uns ein Rezept, diese Wirkung unzweifelhaft nachzuprüfen!

Was hast du mit Wirkung außerhalb meines Kopfes gemeint? Wie man Gott wahrnimmt?
Dazu müsste ich viel zu viel privates erzählen, dass mache ich hier im Forum nicht.

(06-10-2017, 14:02)Ekkard schrieb: ...Kategorienfehler offen zu Tage tritt. Beispiel:
"Gott IST: Ursache + Wirkung + Empfängliches. = 3" Welche reale "Ursache", welche reale "Wirkung". Drücke das so aus, dass klar wird, dass du ausschließlich mentale Wirkungen meinst, gegeben durch die rein soziologische Vereinbarungen Gläubiger über ihren Gott. Denn das bezweifelt niemand.
Hä? Mentale Wirkungen und soziologische Vereinbarungen Gläubiger? Was hat das mit meiner Aussage zu tun?

Die Begriffe sind die Erklärung.

Jede Ursache kann nur dort etwas verursachen wo es auf das Empfängliche trifft dass für diese Ursache empfänglich ist damit etwas stattfinden kann. Um eine Wirkung zu erziehlen muß es ja etwas geben an dem eine Ursachenwirkung möglich ist, sonst bleibt es ja im alten Zustand.

Ab gesehen davon dass es auch mehrer Ursachen geben kann die zusammen ein einziges Verursachen.
In jedem Fall aber braucht es nicht nur den Verursacher für die Ursachenauslösung sonderen auch den Empfänger.
Ansonsten bleibt etwas das als Aulöser dienen kann ja ohne Ursachenwirkung wenn da nichts ist dass sich auslösen läßt, also empfängt.

So ähnlich wie Geben und Nehmen.

(06-10-2017, 14:02)Ekkard schrieb:
(06-10-2017, 11:15)Adamea schrieb: Selbst der Urknall bedingt dass sich etwas zum Urknall ergeben konnte.
Seltsames Argument! Davon war aber überhaupt nicht die Rede.

Ja, davon war nicht die Rede. Das sollte nur eine weitere Erklärung zur Dreifaltigkeit sein.
So ein Urknall hätte auch nicht stattfinden können, wenn sich da nix hätte auslösen lassen.



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