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Verständnisproblem eines Atheisten
(15-02-2017, 08:30)Adamea schrieb: Unsere eigene Gottesvorstellung bildet sich aus unserem Verständnis darüber, was Gott ist.
Nein; denn das ist eine selbstbezügliche Denkweise, eine Tautologie, ohne jede Relevanz. Mit Tautologien kann man jede beliebige Behauptung untermauern. Überspitzt ausgedrückt ist das Gras grün, weil es grün ist aussieht. Oder: Gott entspricht meiner Vorstellung, weil ich ein bestimmtes Gottesbild in mir trage.

(15-02-2017, 08:30)Adamea schrieb: Gäbe es keine Gottesvorstellung würde sie erfunden werden, weil es den Tod gibt.
Falsch! Gott und Tod haben erst einmal nichts miteinander zu tun. Das sind alles Erfindungen aus der christlichen Frühzeit, als „man“ glaubte, das Reich Gottes stehe kurz vor seinem Anbruch. Als das Gottesreich dann nicht kam, wurde es ins Jenseits verlagert.

(15-02-2017, 08:30)Adamea schrieb: Ob wir die Vorstellung von Gott, die ein Anderer hat, richtig verstehen und interpretieren ist fraglich.
Ganz recht! Dann enthalte dich allen – insbesondere negativen –Äußerungen über Atheisten.

(15-02-2017, 08:30)Adamea schrieb: Niemand sollte also die Gottesvorstellung eines anderen kritisieren, wenn er diese Vorstellung nicht wirklich versteht!
Es gibt aber grundsätzliche Denkfehler, die man nicht einfach durchgehen lassen kann. Ein Beispiel sind Tautologien oder die unten kritisierten "Immunisierungsstrategien".

(15-02-2017, 08:30)Adamea schrieb: Wenn also z.B. Atheisten diesen Vorbau der Vorstellung kritisieren, sollten sie sich auch bewusster darüber sein, dass das was sie kritisieren nur ein "Stützrädchen", eine Hilfsbrücke, der eigentlichen und damit wesentlichen Vorstellung ist!
Dir wurde auch von anderer Seite schon angetragen, dass Atheisten eine Gottesvorstellung rundheraus ablehnen. Deine Negativ-Einstellung dazu ist schlicht unverständlich und hat schon den Charakter der Diffamierung.

(15-02-2017, 08:30)Adamea schrieb: Es ist m.E. lächerlich, wenn Atheisten Glauben lächerlich machen!
Hier irrst du. Atheisten aber auch Gläubige legen den Finger in die Wunden von Gottesvorstellungen, die einfach unhaltbar sind. Gott kann beispielweise nicht für die Wehwehchen der Menschheit und tausender anderer Zivilisationen zuständig sein, weil dazu die Welt zu groß ist. Wenn, dann muss die Schöpfung so gestaltet sein, dass sie automatisch funktioniert. Nur bei Lichte besehen, ist bei dieser Sachlage die Gottesvorstellung überflüssig oder „alles“ ist Gott. Letzteres sagt konkret gar nichts, und es bleibt bei: „überflüssig“.


(15-02-2017, 08:30)Adamea schrieb: Die Buddhisten ua. z.B. Freimaurer, können zwar von sich selbst behaupten das sie keinen Gott haben, doch dass ist in Wahrheit nur eine Selbsttäuschung.
Mehr als diese schlechte Beschreibung hast du aber nicht! Und du widersprichst dir selbst. Atheisten sollen Glaube nicht kritisieren dürfen, aber du darfst das? Warum eigentlich?

(15-02-2017, 08:30)Adamea schrieb: Alles Denken, jede Vorstellung die über das Leben hinaus in den Bereich nach dem Tod geht, IST automatisch eine Gottesvorstellung, oder eine Vorstellung des Göttlichem, das MEHR, das Unwissbare, das kommende Reich dass niemand hier in diesem Bereich, die Welt, kennen kann.
“IST“ ist falsch. Du gibst lediglich ein Glaubensbekenntnis ab.
Zudem fügst du – unzulässigerweise – eine Immunisierung gegen Kritik hinzu: „…,das niemand hier in diesem Bereich, die Welt, kennen kann.“ Wenn du ernsthaft diskutieren willst, lass solche Immunisierungen besser bleiben. Der Grund für ein Glaubensbekenntnis ist die eigene Gefühlswelt. Das weiß man und kann man wissen (zumindest du selbst). Daran ist nichts „Unwissbares“. Denn dieses Glaubensbekenntnis definiert (legt fest), wie das jenseitige Reich sein soll bzw. welche Vorstellungen du damit verbindest. Wenn derartige Vorstellungen in peinlicher Weise mit realen Erfahrungen kollidieren, dann sind sie sehr wohl Gegenstand der (Selbst-) Kritik!

Allerdings befindest du dich in guter Gesellschaft der Kirchen. Auch dort wird des Langen und Breiten über alle mögliche mythologischen Personen, Orte und Gegenstände geredet. Wenn’s aber konkret wird, dann handelt es sich um „Geheimnisse des Glaubens“. Sorry, das ist gedanklicher Murks: Da maßen sich Leute Informationen an, die sie nicht haben. Sie tun aber so, als hätten sie.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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