(11-02-2017, 21:59)Geobacter schrieb: Und wie ist das mit Speckstein? Warum bearbeiten Steinmetze den Marmor mit Stahl? Wieso konnten die alten Ägypter den Stein aus dem die Pyramiden bestehen mit Kupfermeisel zurichten?
Außerdem können sich auch auf einer Silexklinge (Feuerstein) genügend pathogene Bakterien anlagern, um beim abtrennen der Vorhaut eine anständige Sepsis auszulösen.
Jeder Werkstoff hat seine Vor- und Nachteile.
Speckstein. Extrem weicher Werkstoff zum Schnitzen. Aber hitzefest. Eskimos schnitzen gerne ihre Tabakspfeifen daraus !
Marmor. Ein schöner, spiegelblank polierbarer Stein. Gut spanabhebend zu bearbeiten. Gut wo Härte nicht erforderlich ist (Grabsteine)
Stein aus dem die Pyramiden bestehen. Ein extrem festes Material, Härte völlig unwichtig.
Feuersteinklinge. Extrem hart und daher extrem scharf ! Ja, Bakterien können darauf sein - aber auf einer schmutzigen Stahlklinge auch
Schmiedeeisen. Halbwegs fest, sehr biegsam (auch kalt), bricht nicht, butterweich. Sehr rostanfällig !
Stahl. Fest, elastisch und halbwegs hart. Rostend.
Gußeisen. Glashart, aber spröde. Nicht rostend
Chrom-Nickel-Stahl. Ziemlich hart und fest, elastisch, rostträge. Aber viele Menschen haben eine Nickelallergie !
Fazit: eine schmutzige Klinge führt zu Sepsis. Egal ob aus Feuerstein oder Chirurgenstahl
Feuerstein ist aber härter als Chirurgenstahl und rostet nicht durch Blutkontakt
Auch die heute in der Küche in Mode gekommenen "Keramikmesser" sind ohne Metall, ein Rückfall in die Zeit vor den Metallmessern ! In Wahrheit ist das kein Keramik (kein Blumentopf aus brüchigem und weichem Terrakotta) sondern ein Kunststein, ein künstlich erzeugter Stein
Klar sind sie spröde (zum Nüsse aufbrechen etc. nicht geeignet), aber zum Fleisch schneiden ideal !

