15-05-2014, 16:48
(15-05-2014, 14:15)dalberg schrieb: Was mir dazu in den Sinn kommt? - Conchita Wurst erscheint mir z.B. als die beste Antwort auf Schwulenfeindlichkeit, wie sie gerade in Russland wieder fröhliche Urständ feiert. Proteste sind hingegen im Vergleich dazu stumpfe Waffen.
Naja, schöne Symbolkraft, mehr aber auch nicht. Dadurch wird sich kaum etwas ändern in Russland.
Und eigentlich finde ich es für den Musiker fast schade, wenn es jetzt heisst, sie wurde nur des Statements wegen gewählt.
Zum einen, weil somit nicht ihre Musik der ausschlaggebende Punkt war (was ja eventuell für einen Musiker von Interesse ist).
Schade aber auch deshalb, weil es zeigt, dass wir von einem normalen Umgang noch weit entfernt sind.
Am Ziel sind wir doch erst, wenn die Sexualität schlicht keine Rolle mehr spielt, nur noch Musik und Perfomance bei ESC zählen und man derlei Statements schlicht nicht mehr braucht.
Ich beispielsweise fand das Lied der Conchita Wurst nicht besonders gut und hätte es auch nicht auf Platz eins gewählt. Aber wegen der Musik, nicht der Person.
