03-04-2014, 13:59
(03-04-2014, 11:12)Mustafa schrieb: Eine Metapher widerspricht einer realen Existenz nicht, sondern ist ein menschlicher Begriff zur Umschreibung von Erfahrungen und Vorstellungen.
Eigentlich ist eine Metapher eine Umschreibung für Etwas, nicht nur für Erfahrungen und Vorstellungen. Aber ja, ich verstand Ekkard so, dass die biblischen Begriffe heutzutage für ihn eben nur noch Metaphern sind (ohne dass dabei Gott, Hölle etc. real existieren) um gesellschaftliches Miteinander zu verdeutlichen. Dies sei deswegen sinnvoll, da Bilder eben besser zugänglich seien.
Und meine Frage eben, ob dieser Sinn der Religion/des Glaubens bereits von den Verfassern so gedacht war, oder ob hierbei nicht vieleicht doch der schlichte Glaube an einen liebenden/strafenden Gott im Himmel im Vordergrund stand.
(03-04-2014, 11:12)Mustafa schrieb: Wie würdest du etwa die christliche Gottesdefinition "Gott ist die Liebe" deuten?
Metapher oder reale Existenz?
Zunächst würde ich sagen, dass ich derlei Einverleibung von guten Dingen in die Religion recht anmaßend finde.
Wenn man Gott lediglich mit Liebe gleichsetzt, hat man lediglich zwei Worte für ein und die selbe Sache, ok. Kann man machen, bringt einen aber nicht weiter. Da Religionen aber ihren Gott eben nicht nur so einfach definieren (Gott = Liebe), sondern immer noch einen ganzen Rattenschwanz von Eigenschaften, Willen und Moral mithineinpacken, ist der Besitzanspruch von so positiven Dingen wie Liebe imho kritisch zu sehen.
Aber zu deiner eigentlichen Frage: Liebe = reale Existenz
Gott eher Metapher.
