Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
PAULUS-BRIEFE die : Zeugnisse der christlichen Urlehre ?!
(24-02-2014, 00:15)bridge schrieb: Zusammengefasst
Wir,die wir an die ganze Schrift glauben, sehen in den einzelnen Büchern des NT ein homogenes Werk und in Fragen muss man die ganze Schrift betrachten um ein besseres Verständniss zu bekommen.
Also kannst du nicht argumentieren ;Thimothäus ,ist in der Mainstream Theologie sowieso nicht anerkannt.

Ich kann schon so argumentieren, weil das NT kein homogenes Werk ist. Warum sind da vier Evangelien drin? Etwa, weil sie alle dasselbe erzaehlen? Wenn man sie liest, braucht es keine besonders grosse Aufmerksamkeit, um zu erkennen, dass die Erzaehlungen ganz unterschiedlich sind, mit jeweils einem ganz anderen Jesus, und mit verschiedenen Anliegen. Natuerlich sind sie in einigen Dingen gleich, da sie alle Bearbeitungen dessselben Textes sind, aber offensichtlich haben sich die Autoren die Muehe gemacht, andere Akzente zu setzen, und das erkenne ich an. Und wenn man sich dann einen solchen Text vornimmt, kann man ihn erst einmal fuer sich selbst betrachten, und so ist es auch mit Paul im Galaterbrief oder in der Apostelgeschichte; das sind zwei verschiedene Texte, die teilweise vorgeben, dasselbe zu erzaehlen, aber jeweils einen voellig anderen Paulus zeigen.

Dass Du Dir da fuer Deinen Glauben Deine hoechst eigene Harmonie gebastelt hast, ist nur folgerichtig. Nur verkennt das vollkommen den jeweils eigenen Charakter der Texte des NT, und das finde ich irgendwie schade. Fuer mich ist so ein Zitate-Huepfen kein richtiges Bibellesen. Es nimmt den Texten die Seele und ersetzt sie durch etwas anderes.

(24-02-2014, 00:15)bridge schrieb: das ist schlicht atheistische Hypothese....um genauer zu sein
beruhend auf Ideen von Philosophen.(!)

Nee, das ist einfach die wissenschaftliche Methode. Zumindest soweit es eben geht, was bei der Natur der Sache begrenzt ist.

Aber sicher ist die Bibel Menschenwerk. Was denn sonst. Das ist ja das Unsinnige an Thesen wie "Gott wuerde nicht zulassen, dass in der Bibel etwas steht, was da nicht reingehoert". Man muss die Bibel wirklich nur lesen, um zu sehen, dass da viele verschiedene Menschen viele verschiedene Dinge geschrieben haben. Und das ist hier schon die Auswahl der Texte, die halbwegs zusammenpassen. Es gibt noch viele andere christliche Texte, die noch weiter abweichen und halt bei der kirchlichen Auswahl nicht beruecksichtigt wurden. Ueber was in das NT rein soll und was nicht wurde lange gestritten und abgestimmt. Und was vor dem Ende des 2. Jahrhunderts war, als Irenaeus ploetzlich mit Namen von NT-Texten kommt, von denen vorher nie irgendjemand etwas gehoert hatte (die Namen; manche Texte kann man schon in den wenigen Schriften davor erahnen), bleibt eine spannende Frage.

Irgendetwas ist passiert zwischen den Jahren 155 (Justin) und 180 (Irenaeus). Ich wuerde halt gerne wissen, was.


Nachrichten in diesem Thema
RE: PAULUS-BRIEFE die : Zeugnisse der christlichen Urlehre ?! - von Ulan - 24-02-2014, 01:01

Möglicherweise verwandte Themen…
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  UMFRAGE zu christlichen Perioden Sinai 6 1969 18-10-2023, 15:47
Letzter Beitrag: petronius
  Paulus und die Skeptiker von Korinth Kreutzberg 60 37767 07-11-2020, 21:35
Letzter Beitrag: Ulan
  Paulus Missionshistorie und weiße Flecken auf der Landkarte ... Kreutzberg 20 18904 08-11-2019, 15:46
Letzter Beitrag: Sinai

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste