29-01-2014, 13:12
(29-01-2014, 12:55)Lelinda schrieb:Zitat:1,Mo 4Diese Worte zeigen vor allem mangelnde Empathie Gottes gegenüber dem Menschen, an dessen schlechter Laune er (Gott) aufgrund der Bevorzugung Abels selbst schuld ist. Und Kain ermordete Abel erst NACH diesen Worten.
6 Und der HERR sprach zu Kain: Warum bist du zornig, und warum hat sich dein Gesicht gesenkt?
7 Ist es nicht so, wenn du recht tust, erhebt es sich4? Wenn du aber nicht recht tust, lagert die Sünde vor der Tür.
Vielleicht hätte Kain eine nachvollziehbare Begründung dafür, dass Gott Abels Opfer annahm, seines aber nicht, ja akzeptiert. Das ist genauso ungewiss wie die Behauptung, Abel hätte einen besseren Charakter gehabt und Gott hätte das honoriert.
Ich bleibe bei der Meinung, dass die Geschichte nicht mehr bedeuten soll, als dass man Gottes Handeln oder Nicht-Handeln auf keinen Fall hinterfragen oder gar auf ihn wütend werden darf - egal, wie unverständlich und ungerecht es auch ist. Mehr nicht.
Immerhin: Eines ist in dieser Geschichte positiv: Während die Gläubigen später, zu Moses Zeiten, für alle möglichen Lappalien sofort hingerichtet werden sollen, darf Kain trotz Mordes am eigenen Bruder weiterleben.
Was man so aus gesenktem Blick rausliest.
Gibt da so eine Geschichte von Charles M. Schulz und Charlie Brown,
die ja auch oft hintersinnige Botschaften haben.
Lucy macht einen Psychologie Kiosk auf und ihre Freunde malen Bilder, die dann gedeutet werden. Alle malen fröhliche Figuren, nur Charlie Browns
Beitrag hat die Hände hinter dem Rücken verschränkt.
Dann geht das so los, er wäre verkrampft, könnte sich nicht öffnen,
sozial gestört usw.
So im Abspann geht Charlie dann mit Snoopy weg und bemerkt
bekümmert,
" Wieso werd ich so fertiggemacht, bloß weil ich keine Hände malen kann ".
