18-12-2013, 10:06
(17-12-2013, 18:30)Ekkard schrieb: @Sucher: (Zum wiederholten Mal) Die Frage setzt voraus, dass die Bibel Verhaltensanweisungen enthält. Das ist aber nicht zutreffend. Sie ist ein Fundus von Legenden und Mythen, die einen Glaubenshintergrund darstellen. Je nach Situation muss man auf diesem Hintergrund für heute entscheiden, wie man sich verhalten sollte. Am deutlichsten wird das in jener Sammlung von Aussagen, die man gemeinhin "Bergpredigt" nennt.
Beispiel gemäß deinem o. a. Text: Wenn wir die Massenpsychose apokalyptischer Geschehnisse nicht haben, werden auch die Aussagen dazu uns nicht betreffen. Ich könnte mir aber denken, dass in Katastrophenfällen daraus neue Hoffnung folgen könnte. Nur - wenn man alles lächerlich macht, dann folgt daraus halt gar nichts mehr. Das haben mythische Vorstellungen so an sich.
Mir wird von den Moderatoren hier Widerholungen vorgeworfen. So habe ich vielmals die Bibel als Buch der Widersprüche und Universalausreden bezeichnet. Dir gegenüber tat ich das erst am 10. Dezember mit diesen Worten:
"Für mich ist, wie schon mehrmals erwähnt, die Bibel ein Buch der Widersprüche und Universalausreden, gestrickt von berechnenden Machtmenschen, die damit ihre Schäfchen leichter melken konnten."
Wenn aber die Bibel, wie Du sagst, keine Verhaltensanweisen enthält, warum enthält sie dann die Gesetze Gottes und die Verhaltensforderungen Jesus an die Menschen, die ihn als Sohn Gottes und als Erlöser glauben?
Eines aber steht außer Frage: Jesu Christi, der Namensgeber des Christentums, also der Teil der Dreifaltigkeit Gottes, den Christen als ihren Erlöser anbeten, hat laut Matth. 5, 17-19 völlig unmissverständlich gefordert, die Gesetze und selbst geringsten Gebote, die Gott den Propheten mitgeteilt hat, bis zum VERGEHEN der Erde N I C H T aufzulösen. Diese Gesetze stehen in den Büchern Mose, die Verhaltensanweisungen Jesus stehen in den Evangelien und wichtige habe ich im Eröffnungsbeitrag benannt.
So scheinheilig, wie nach meiner Meinung die meisten Christen diese unmissverständliche Forderung wie auch die meisten anderen Forderungen Jesus ignorieren, sich aber gleichwohl zu Jesus bekennen, so scheinheilig kommt es mir vor, dass Du bestreitest, dass in der Bibel Verhaltungsanweisungen stehen. Dass die meisten dieser Verhaltensweisen im Jetzt nach meiner Meinung völlig untauglich sind, geht doch aus meinem Eröffnungsbeitrag deutlich hervor. Warum schweigen aber alle auf meine Frage nach der Eignung für eine lange menschliche Zukunft dieser Verhaltensanweisungen? Weil sie zugeben müssten, dass Jesus vom Ende aller Dinge zu Lebzeiten SEINER Zuhörer überzeugt war und diese Anweisungen nur unter dieser Voraussetzung Sinn ergeben hätten?
