(30-08-2013, 10:32)petronius schrieb: denn ich habe mehrfach betont, daß man natürlich die anthropozentrische poetische sicht auf die natur haben könne, wie du sie vertrittst - nur daß eben auf faktenebene die sache anders aussehe. mir gehts darum, das hier nicht zu vermischen
...... unsere situation in der natur ist etwas anderes, sie verfolgen wir selbstverständlich interessengeleitet, unter dem gesichtspunkt unserer bedürfnisse. das ist auch legitim, aber man begibt sich der lächerlichkeit, wenn man versucht, sie dadurch zu überhöhen, daß man der natur selbst anthropozentrische teleologie unterstellt
Du hast leider nicht verstanden worum es mir geht, es geht mir nicht um Telelogie, sondern um Determinismus, wonach alles einer vorgegebenen Richtung folgt. Damit wären zwar deine Fakten nicht falsch, ändern aber nicht´s daran, das es diese vorgegebene Richtung gibt.
Ich beziehe mich in der Hauptsache auf Folgendes:
(Steht die Zukunft bereits fest? Und wenn ja, können wir sie dann kennen?
Zumindest auf die erste Frage geben die Physiker eine überraschend eindeutige Antwort: Natürlich steht die Zukunft fest! Nach der klassischen New-ton’schen Physik und nach der Einstein’schen Relativitätstheorie ist das Weltall deterministisch: Aus einem bestimmten Ausgangszustand folgt zwangsläufig ein bestimmter Folgezustand. Ohne Möglichkeit zur Ab-weichung folgt so ein Zu-stand auf den nächsten, die Kette der Folgen kann bis ins Unendliche fortgeschrieben werden. Das bedeutet: Jeder Gedanke, jeder Windhauch und jedes fallende Blatt ist seit dem Augenblick des Urknalls vorherbestimmt.
Bereits im achtzehnten Jahrhundert war der französische Mathematiker und Astronom Pierre Simon de Laplace (1749 – 1827) so fasziniert von den Konsequenzen des Determinismus, dass er den »Laplace’schen Dämon« erfand. Das ist ein gedachtes Wesen von unvorstellbarer Intelligenz, das zu einem bestimmten Moment den Zustand der physischen Welt vollkommen kennt – heute würden wir sagen: die Lage und Geschwindigkeit aller Atome, Moleküle und Elementarteilen. Deshalb, so folgerte Laplace, kann dieser Dämon den Lauf der Welt bis in alle Ewigkeiten einfach aus den physikalischen Gesetzen vorherberechnen, auch das Verhalten jedes Menschen. Selbst die Schöpfungen der größten Genies vermag er als zwangsläufige Folge der Ausgangsbedingungen vorherzusagen – so, wie wir heute den Lauf der Gestirne auf Jahrhunderte im Voraus berechnen können. Dass dieser Dämon nicht existiert, spielt aus der Sicht von Laplace keine Rolle: Allein die Tatsache, dass er existieren könnte, beweist, dass die Zukunft bis ins Letzte festgeschrieben ist. )
http:// http://www.pm-magazin.de/a/physi...erbestimmt
Wenn dem so ist, geht es nicht darum das die Natur denken kann und deshalb ihrer Richtung folgt, sondern das es ihr vorgegeben ist welche Richtung sie nimmt. Unabhängig davon bleibe ich bei der Aussage, das die Natur ein lebendiger Organismus ist.
"Der Weg ist das Ziel." Aber nur wenn man den Weg kennt.

