25-11-2012, 00:19
(24-11-2012, 23:01)petronius schrieb: da mir markennamen nicht wichtig sind, hab ich auch kein problem damit, auf marken zu verzichten, wenn ich weiß, daß sie zu unfairen bedingungen produzieren lassen
nur: das löst das problem ja nicht. insbesondere kann ich ja auch nicht davon ausgehen, daß alles ok ist, von dem ich halt noch nichts negatives gehört habe
im gegenteil müßte ich eigentlich auf alles verzichten, es sei denn, ich wüßte genau, daß das fair produziert wurde - praktisch kaum handhabbar
so ist es also gut, daß man sich auf entsprechenden seiten informieren und dann bewußt einkaufen kann - es kann aber nicht die lösung sein, immer dem verbraucher die alleinige verantwortung zuzuschieben. ich würde mir doch wünschen, daß firmen verpflichtet werden, ihre produkte anständig herstellen zu lassen. und daß das dann auch entsprechend kontrolliert und bei verstößen sanktioniert wird
Das mag wünschenswert sein, ist bei international agierenden Konzernen mit globalem Outsourcing aber immer schwierig. Es gibt NGOs, die den Firmen immer wieder auf die Finger gucken -schwierig ist aber die staatliche Kontrolle. Das würde den Apparat noch weiter aufblähen, was kaum zu bezahlen ist. Deshalb finde ich es wichtig, dass die Verbraucher den Firmen immer wieder klar machen, dass faires Produzieren wichtig ist. Und die Verbraucher müssten im Gegenzug aber auch bereit sein, höhere Preise zu zahlen. Beide Seiten (Produzenten und Verbraucher) sind also gefragt.
Es gibt weder gut noch böse in der Natur, es gibt keine moralische Entgegensetzung, sondern es gibt eine ethische Differenz. (Gilles Deleuze)

